Abenteuer in anderen Welten: Tristan und Kilian Teil 12

„Tristan!“ – „Kilian!“ Die beiden Jungen sehen sich sprachlos an. Damit hatten sie am wenigsten gerechnet. Auch Lucky und Oscar begrüßten sich erstaunt.
Einzig allein Flor und Andreas, die sich beide noch nicht kannten, beäugten sich skeptisch. „Wir sind auf der Suche nach dem Katzenkönig!“ erklärte Kilian. „Wir auch – aber wieso?“ meinte Tristan erstaunt. „Na weil die Katzen doch einen Angriff planen.“ kam es von Andreas. „Das stimmt doch gar nicht!“ entrüstete sich Flor. „Und das von einer Katze.“ grummelte Andreas. „Andreas!“ rief Kilian mahnend. Und Tristan stellte sich vor Flor, der sich in Sprungposition begeben hatte. Nachdem sich alle etwas beruhigt hatten und Tristan und Kilian einander erzählt hatten, was sie erlebt hatten und welchen Auftrag sie hatten. „Dann arbeiten wir ja zusammen!“ freuten sich Kilian und Tristan. Auch Lucky und Oscar lachten sich an.
„Aber wenn wir alle auf dem Weg zum Treffpunkt sind, wir uns aber mitten auf dem Weg begegnet sind – wo ist dann der Katzenkönig?“ wagte Flor einzuwenden. Erschrocken sahen alle zu Flor. Dieser hatte recht. Eigentlich hätten sie schon längst den Katzenkönig und Lothar finden müssen. Im Licht der Laterne von Kilian und dem Leuchtstein von Tristan saßen die Freunde ratlos herum und sahen sich an. „Lucky –du bist doch ein Hund!“ rief Flor aus. „Ja natürlich!“ bellte Lucky. Fragend sahen die beiden Jungs, der Hund, die Katze und der Vogel die kleine Tigerkatze an. „Ich habe heute ein Halsband von meinem Vater angezogen, da ist doch sein Geruch dran – und Lucky kann ihn erschnüffeln!“ erklärte Flor freudig. Kilian und Tristan sahen sich an. „Tolle Idee!“ rief Kilian begeistert und Tristan nickte Lucky aufmunternd zu. „Komm‘ nimm‘ die Fährte auf.“ forderte Tristan seinen Hund auf. „Das ist gar nicht so einfach Freunde! Auch ist es nicht so hell – auch wenn wir zwei Lichtquellen haben.“ wagte Lucky einzuwenden. „Aber wir haben zwei Katzen – und wir Katzen sehen in der Nacht sehr gut!“ ergänzte Oscar und Flor nickte. „Und ich kann zur Not schnell wegfliegen und Hilfe holen – nicht das ich Angst habe, aber …“ Andreas flatterte um alle herum.

„Dann also los!“ rief Lucky und nahm eine Duftprobe am Halsband von Flor. Anschließend hielt er seine Nase in die Luft und schnüffelte in alle Richtungen. „Sie sind hier vorbeigekommen!“ meinte er dann, senkte seine Nase auf den Boden und checkte die Richtung ab. Tristan stellte sich neben Lucky. Dieser hob den Kopf und nickte Tristan zu. Mit gesenkter Nase und gefolgt von Tristan mit dem Leuchtstein, dann Oscar und Flor und am Schluss Kilian und Andreas. Kilian sah sich immer wieder um und schwenkte die Laterne nach hinten, nicht dass sie von hinten von einem Angriff überrascht würden.

Während nun Tristan, Kilian, Oscar, Lucky, Andreas und Flor sich den Weg durch die Tunnel bahnten, hatten der Katzenkönig und Lothar schon eine helle Ausbuchtung in den Tunnelgewölben erreicht. Rechts und links ging es steil abwärts. Beide waren noch allein und warteten schon eine ganze Weile, der Katzenkönig mit immer zunehmenderer Ungeduld. „Komisch, dass sie uns so lange warten lassen, mein König!“ kam es sanft säuselnd von Lothar. „Hm! – Ob du den Zeitpunkt des Treffens auch richtig wiedergegeben hast Lothar?“ fragte der Katzenkönig. „Selbstverständlich!“ begehrte Lothar auf. Er gab sich sogar den Anschein eines leichten Schmollens. „Natürlich!“ lenkte der König sofort ein. „Du hast recht. Ich bin nur zu Ungeduldig.“ er seufzte und versuchte sich noch etwas abzulenken indem er etwas umherging. Dadurch konnte er, als er Lothar den Rücken zudrehte, dessen sardonisches Grinsen nicht bemerken. Lothars Katzenaugen leuchteten auf als er im Dunkeln zwei Schatten ausmachen konnte. Er nickte leicht. Als die Schatten in Bewegung kamen rief er: „Aufpassen Euer Majestät!“ Woraufhin der König sich umdrehte und von einem großen bellenden Schatten im Sprung zu Boden gerissen wurde. Lothar wurde von einem anderen Schatten ebenfalls angesprungen und zu Boden geworfen und festgehalten, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Der König konnte sich noch kurz befreien und versuchte wegzulaufen, doch der Schatten, der sich als großer Windhund entpuppte, konnte nur zu leicht folgen, packte den Kater im Nacken und wollte ihn in Richtung Abgrund schleudern.

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