Abenteuer in anderen Welten: Tristan und Kilian Finale
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- Kategorie: Abendteuer in anderen Welten
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 09:03
- Geschrieben von Susanne
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„Sofort aufhören!“ rief eine bellende Stimme und ein schwarz-weißer Fellball warf sich gegen Hund und Katzenkönig. Dadurch wurden beide umgerissen, aber der König entging seinem Schicksal.
In der Zwischenzeit hatten sich zwei weitere Fellbälle auf Lothar und seinen Gegner geworfen und versuchten die beiden zu trennen. Es waren natürlich Lucky, Oscar und Flor und nun kamen auch Tristan und Kilian zu Hilfe. Andreas flatterte nervös und ängstlich umher, den Leuchtstein in seinen kleinen Vogelkrallen – bereit, loszufliegen und um Hilfe zu holen. Lucky und der Windhund knurrten sich an und standen sich breitbeinig gegenüber. Der nun befreite König, meinte seinem treuesten Berater zur Hilfe kommen zu müssen und warf sich auf den anderen Schatten, ein kleinerer Windhund und bearbeitete diesen mit Flor. Kilian hatte seine Laterne abgestellt und versuchte Oscar vor den Krallen Lothars zu schützen, der immer wieder auf den Familienkater losging. Tristan überlegte wo er nun eingreifen konnte und sah, dass der verletzte Katzenkönig und Flor dem Windhund hoffnungslos unterlegen waren. Er ergriff den Windhund an seinen Hinterbeinen, dieser lies irritiert von Flor und dem König ab und sah wer ihn da ergriffen hatte. Tristan lächelte selbstbewusst, wusste er doch, dass ein Hund niemals seinen Schwanz fangen konnte, ergo ihn, Tristan, auch nicht erreichen konnten. Nun hatte auch Kilian Lothar überwältigt und Lucky hielt den anderen Windhund am Wickel.
„Was ist hier los?“ rief der Katzenkönig energisch in die Runde. Seine Stimme hallte von den Wänden, als die Kampfgeräusche verstummten. „Lasst ihn los!“ herrschte er in Richtung von Kilian und Oscar, die immer noch Lothar festhielten. „Nein!“ rief Kilian und Oscar nickte und funkelte den Katzenkönig an. „Menschenjunge! Was fällt dir ein? Weißt du wer ich bin?“ beschwerte sich Lothar mit bemüht würdevoller Stimme. Oscar schnaubte. „Katze – sag dem Jungen, er soll Lothar loslassen!“ befahl der König Oscar. Dieser schüttelte den Kopf. „Du bist ein Verräter!“ rief Kilian. „Du wagst es…“ Lothar wurde wütend. Wie konnte dieser freche Junge es wagen ihn, den zukünftigen König festzuhalten. „Seht nur Majestät! Wie ich gesagt habe, die Hunde wollen keinen Frieden! Sie haben uns angegriffen.“ rief Lothar. „Das stimmt doch gar nicht!“ rief Tristan. „Eben! Lucky hat Euch sogar gerettet!“ unterstützte Kilian seinen Bruder. „Ich hab alles genau gesehen!“ rief Andreas aus der Luft. „Alles Lüge!“ schnurrte Lothar. Es wäre sicherlich noch eine Weile so hin und her gegangen, wenn nicht der Windhund, den Tristan immer noch an seinen Hinterbeinen hielt, bellte und meinte: „So viel zu deinem großartigen Plan Katze!“ Der andere Windhund nickte. „Papa, die Jungen haben recht!“ meldete sich nun auch Flor zu Wort. „Was weißt du schon – du kleiner Fellball!“ rief Lothar und versuchte erneut sich zu befreien. Kilian verstärkte seinen Griff. Flor versteckte sich hinter dem König, der sich an den einen Windhund in Tristans Klammergriff wandte. „Was meinst du damit? Raus mit der Sprache!“ befahl er. „Na er hat uns doch angestiftet! – Todsichere Sache und hohe Belohnung, wenn wir ihm helfen den König zu beseitigen!“ winselte der Windhund. Der König sprang auf und setzte auf Lothar zu. „Stimmt das?“ bellte er. Die Jungen, Oscar, Lucky, Flor und die beiden Windhunde sahen sich erschrocken an. Sie hatten noch nie eine Katze bellen gehört. „Ihr versteht das Miss!“ versuchte Lothar sich rauszureden. Doch es half alles nichts. Der König glaubte Lothar kein Wort mehr und als dann Flor noch das belauschte Gespräch erwähnte und die Kinder alles erzählt hatten wandte sich der König ihnen zu und verneigte sich. „Ich danke euch! Ich war irregeleitet durch falsches Mitgefühl. Es hat schon seinen Sinn, dass in den letzten Jahren immer die Familie der Silvaner regiert hat. Verletzter Stolz ist immer ein falscher Ratgeber!“ er schnurrte.
„Dann wollt Ihr nicht die Hunde angreifen?“ erkundigte sich Kilian. „Nein junger Kilian – ich glaube, dass ich nicht mehr nötig.“ er lächelte. „Du kannst zum Hunderat zurückkehren und mitteilen, dass du deine Mission erfüllt hast.“ – „Danke Euer Majestät!“ erklärte Kilian einfach.
„Tristan und Lucky, euch möchte ich bitten auch mit uns zu kommen, dass sich der Katzenrat bei euch für eure Hilfe und euren Einsatz danken kann.“ ergänzte der König.
„Äh können wir auch zurück kehren?“ erkundigte sich der eine Windhund, der immer noch von Lucky im Nacken festgehalten wurde. Der König lachte. „Ja – ich wäre auch dafür.“ ergänzte der andere Windhund, dessen Beine in Tristans festen Griffen gefangen waren. Der König wollte erst zustimmen erklärte dann jedoch: „Ich glaube ihr helft mir, den Verräter unserem Katzenrat vorzuführen. Wir müssen ja entscheiden, was mit ihm geschehen soll.“
„Oh aber mit Vergnügen!“ riefen die beiden Windhunde. Der, dessen Beine in Tristans Hände waren, versuchte sogar eine Verbeugung, fiel aber, da er keinen richtigen Halt hatte mit dem Gesicht nach vorne und lag auf der Schnauze und schaute verwirrt.
Die Jungen und die Tiere, bis auf Lothar, lachten herzhaft los und brachen auf. Die beiden Windhunde hielten Lothar in Schach und fröhlich zogen alle wieder zurück. Der Katzenkönig, Flor, Tristan, Lucky, der Gefangene und seine Wachposten in die Katzenstadt und Kilian, Andreas und Oscar zurück in die Hundewelt. Immerhin musste Kilian von der Erfüllung seines Auftrages berichten und die Einladung des Katzenkönigs an die Ratsmitglieder der Hunde, in der Katzenstadt den weiterbestehenden Frieden zu feiern.
Nachtrag
Gut gestärkt machten sich Tristan, Kilian, Lucky, Oscar und Andreas nach der Feier wieder durch die Tunnel zurück in die Welt der Menschen. Als sie dann im Schrank standen, beschloss Oscar auf leisen Katzenpfoten die Vorhut zu bilden, nicht, dass sie noch in letzter Minute von Mama und Papa entdeckt würden. Mit guten Katzenaugen spähte Oscar in das dunkle Schlafzimmer. Mama und Papa schliefen tief und fest. Leise schlichen die Kinder und die Tiere aus dem Zimmer und ab ins Kinderzimmer und in ihre Betten.
Dann drehten sich beide Jungen in ihre Schlafposition und waren auch schon eingeschlafen. Vor der Tür hielt, ganz nach seiner Gewohnheit, der Hund Lucky Stellung und Oscar hatte es sich im elterlichen Ehebett in der Besucherritze bequem gemacht.
Ende
Ich wünsche Euch fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Eure Susanne

