Teil 23: 2 Tage vor Weihnachten
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- Kategorie: 24 Tage vor Weihnachten
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 10:31
- Geschrieben von Susanne
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Cleo blinzelte. Ihr Kopf schien gerade gespalten zu werden. „OHHH!“ sie stöhnte auf. „Bleib liegen und trinkt das!“ Alexander, der auf der Bettkante saß, reichte ihr ein großes Glas in der eine weiße Aspirin fröhlich sprudelnd ihrer Auflösung entgegensah. Er stützte sie leicht mit dem Arm. „Was ist passiert?“ murmelte sie, als sie wieder mit dem Rücken lag und die Augen geschlossen hatte. „Wir haben dir versehentlich Glühwein anstatt Punsch gegeben. Marc hatte die Tanks vertauscht.“ er konnte ein leichtes Grollen nicht unterdrücken. „Wie bin ich heimgekommen?“ – „Mit dem Taxi, das ging schneller.“ – „Aber das ist doch viel zu teuer!“ rief Cleo entsetzt auf. Alexander lachte. „Keine Sorge –ich hatte ja an dem Abend Geld verdient.“ –„OH sag das nicht – du hast dein Geld wieder ausgegeben?“ Sie fühlte sich mies. „Keine Sorge – etwas mehr habe ich schon verdient.“ er grinste leicht.
„Oh Gott! – Ich hab‘ auf deine Schuhe gekotzt! – Autsch!“ rief sie aus und fiel dann wieder zurück. Dann bemerkte sie, dass sie gar nicht auf ihrer Gästematratze lag. „Was mach ich in deinem Bett?“ alarmiert sah sie ihn an. „Keine Sorge! Es ist nichts passiert – ich habe auf deiner Matratze geschlafen. Es war leichter dich in mein Zimmer zu bugsieren, als ins Wohnzimmer.“ Fragend sah sie ihn an. Er grinste breit. „Immerhin schläft eine Lady immer im Bett ihres Ritters. – Deine Worte!“ Cleo schloss die Augen. „Wenn ich wieder nüchtern bin – weiß ich nicht ob ich wirklich wissen will, was ich sonst noch gesagt oder getan habe.“ sehr ernstes Gesicht. Alex lachte leise. „Schade! – Du hast ziemlich nette Sachen über mich gesagt.“ –„Das war ein Fehler Schwesterchen!“ kam Pers Stimme von der Tür. „Sein Ego ist eh schon zu stark ausgeprägt.“ – „Von wegen – ich bin ein vollkommend bescheidener Mensch!“ verteidigte sich Alex. Per lachte.
„Könnt ihr bitte draußen lachen?“ klagte Cleo. „Wer kommt nur auf die Idee, dass Alkohol zu trinken Spaß machen könnte?“ sie wunderte sich. „Die meisten trinken ja öfters und dann nicht gleich so viel.“ kam es trocken von Per. Alexander saß immer noch auf der Bettkante und strich ihr über die Stirn. „Da muss ich wohl mehr trainieren.“ grummelte sie.
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„Und wie geht es ihr?“ erkundigte sich Freddy. Sie hatte den Couchtisch gedeckt und sah Per und Alexander fragend an, als diese das Wohnzimmer betraten. „Den Umständen entsprechend.“ Per schüttelte den Kopf. „Dass ich meine respektable ältere Schwester mal so sehen würde – wer hätte das gedacht?“ – „Und du hast ihr den Alkohol gegeben!“ Freddy grinste Alexander an. „Aber doch nicht mit Absicht!“ – „Lebt Marc noch?“ wollte Per wissen. „Nicht mehr lange!“ grummelte Alexander. Per lachte und grinste. „Es war herrlich – ich habe gestern Worte gehört, von denen ich nicht mal im Traum dachte, dass es sie gibt.“ Freddy lachte. „Irgendwann ist immer das erste Mal.“ Alexander versuchte möglichst würdevoll die Haltung zu bewahren. „Ich wusste gar nicht, dass du so leicht zu beeindrucken bist.“ flachste Per.
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„Na Kleine – wie geht’s?“ begrüßte Per Cleo als diese im Wohnzimmer erschien. Freddy winkte ihr freundlich zu, sie hatte den Mund voller Plätzchen. „Hallo Großer! Überraschend gut – jetzt habe ich Hunger.“ antwortete diese. „Wo ist Alex?“ – „Der wollte noch einkaufen!“ meinte Freddy. „Aber wir fahren doch schon morgen? Da brauchen wir doch nichts mehr?“ Cleo war verwirrt. „Wir – ja, aber er fährt doch erst am 24.“ – „Will wohl möglichst wenig Zeit mit seiner Familie verbringen – ist schon komisch.“ Freddy wunderte sich. „OH nein, er möchte möglichst wenig Zeit mit seiner Familie und Weihnachten verbringen.“ erklärte Per. „Hat wohl nicht so eine gesunde Einstellung zu Weihnachten, oder?“ – „Nein – aber das ist nicht gerade das was ich will.“ Per grinste sie an und nahm sie in die Arme und küsste sie auf die Nase. „Du hast Puderzucker auf der Nase.“ – „Jetzt wohl nicht mehr.“ sie lachte ihn an und umarmte ihn.
„OHH ihr seid sooo peinlich!“ stöhnte Cleo auf und verließ das Wohnzimmer.
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Freddy und Per lagen auf der Couch als Freddy draußen die Schneeflocken bemerkte und zum Fenster lief. „Oh ist DAS geil! Per sieh nur – so große hatten wir ja schon lange nicht mehr. – Lass uns raus gehen – ja?“ – „Ist doch viel zu kalt draußen.“ Per wollte lieber drin bleiben und es sich gemütlich machen. „Ach komm schon – faul auf der Couch liegen kannst du später immer noch.“ murrte sie und zog ihm am Arm. „Ich LIEBE Schnee.“ erklärte Freddy. „Wär mir nicht aufgefallen.“ Er musste an Freddy und ihren Skiausflug denken und ihre begeistert blitzende Augen und gab sich geschlagen. „Lass uns aber erst was essen, ja?“ – „Du riechst wohl das Essen von Cleo.“ sie lächelte. „OK – mal sehen ob sie dir was abgibt.“
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„Schmarotzer!“ waren Cleos liebevollen Worte, als Per in die Küche trat und sein Begehren los wurde. Eigentlich war sie ganz froh. Sie hatte wieder viel zu viel gemacht. Gut dass ihre Mitbewohner immer Hunger hatten. „Frage aber Freddy ob sie auch was will.“ meinte Cleo während sie ihrem Bruder den Teller füllte.
„Spinnst du?“ Alexander war entsetzt als er just in diesem Moment die Küche betrat um die Einkäufe zu verstauen. „Was machst du da?“ – „Ich verteile Essen.“ erklärte Cleo nonchalant. „Willst du auch was? – Schmeckt gut!“ bot Per an, der schon eifrig dabei war Löffel für Löffel in seinen Mund zu schaufeln. „Freddy – komm auch und iss was!“ rief er ins Wohnzimmer. „Ich weiß dass Cleo gut kochen kann. Aber du musst dich hinlegen, dir geht’s nicht gut!“ – „Ich hatte Hunger.“ erklärte diese einfach. Ihr Freund schüttelte den Kopf und setzte sich, als sie ihn an den Schultern packte und zum Tisch führte. „Also wenn ich so beinand wäre, wie du gestern – da kann ich den ganzen Tag darauf nichts essen – geschweige denn kochen!“ – „Da habe ich ja Glück!“ meinte Cleo trocken. „Merkst du überhaupt noch was?“ Per war auch verwundert. „Nö – gar nicht mehr.“ sie klopfte dreimal abergläubisch mit den Köcheln der rechten Hand auf die hölzerne Arbeitsplatte. „Freddy – geh eina, dann sann mir mera!“ forderte Alex auf. „Wo hast‘ denn den Dialekt her?“ Diese grinste breit.
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Freddy hatte es tatsächlich geschafft die Freunde, nach dem diese frisch gestärkt waren, zu einem schönen Winterspaziergang im nahegelegenen Park zu überreden. Es blieb nur nicht bei einem gemütlichen Spaziergang.
Per hatte seinen Arm um Freddy gelegt und beide gingen leicht vor aus. So konnten sie nicht sehen, wie Cleo und Alexander verschwörerisch auf die beiden und den Schnee, der überall dick und fest herumlag, deuteten.
„Uhhg!“ Per drehte sich um, als ihn von hinten etwas an den Kopf traf und sah Cleos grinsendes Gesicht, diese klopfte sich noch die Handschuhe vom Schnee frei. Blitzschnell bückte er sich, hob Schnee mit beiden Händen auf und rannte auf Cleo zu und verpasste ihr eine Abreibung mit Schnee.
In der Zwischenzeit hatte Alexander den nächsten Schneeball vorbereitet, doch leider war er nicht schnell genug. Das Intermezzo zwischen den Geschwistern hatte ihn doch länger abgelenkt als er dacht.
Noch bevor er es sich versah traf ihn der Schneeball von Freddy mitten ins Gesicht. „Na warte – das wirst du büßen!“ rief er aus, griff mit beiden Händen in den tiefen Schnee und mit einer großen Menge Schnee lief er auf Freddy zu. Diese rannte kreischend davon. Per hörte den Ruf seiner Freundin, ließ von Cleo ab und rannte Alexander hinterher. Kurz bevor jener Freddy erreichte war Per schon auf seiner Höhe und rammte ihn von der Seite. Alex, der den Angriff übersehen hatte, verlor das Gleichgewicht, Per, noch mitten im Schwung konnte sich nicht mehr bremsen und ging mit seinem Freund zu Boden.
„Rugby – Yeah!“ rief Freddy und warf sich auf die beiden Männer. Cleo lachte aus vollem Hals und musste sich setzen.
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Freddy lag schon im Bett, als Per aus dem Badezimmer hereinkam. Völlig geistesabwesend bewegte er seine Hand hin und her. „Was machst du da?“ wollte sie wissen. „Ich habe mir meine Hand verstaucht. Ich glaube ich werde zu alt für solche Kinderreihen.“ er seufzte und legte sich zu ihr. „Oh mein armer, armer Schatz.“ Freddy beugte sich über sein Handgelenk und küsste es leichte. Per strahlte. „So lass ich mir die Behandlung gefallen. – Es gibt da noch ein paar Stellen, die verletzt sind.“ erklärte er herausfordernd. „Dann müssen wir sie auch behandeln.“ erklärte Freddy ernsthaft und beugte sich lächelnd zu ihrem Freund hin. „Die sind weiter unten!“ Per grinste.
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Cleo und Alexander lagen wieder auf der Gästematratze, die doch etwas breiter war als sein Bett. Aber da es Cleo wieder gut ging, sprach nun wirklich nichts dagegen. Nachdenklich lag Cleo in seinen Armen und kaute auf ihren Haaren. „Hey – du machst sie kaputt!“ Alex zog die Strähne aus ihrem Mund. „An was denkst du?“ wollte er wissen. „Hey!“ begehrte Cleo auf. „Das müssen doch wir Frauen sagen!“ – „Sei großzügig und sieh darüber hinweg.“ er lachte leise. „Also, an was denkst du?“
Cleo richtete sich auf. „Was haben denn deine Eltern gesagt, dass du am zweiten Feiertag zu uns kommst?“ – „Na ja, Dad ist es egal und Mum war beleidigt.“ er seufzte. „Aber dann könntest du ja schon morgen…“ –„Cleo!“ unterbrach er sie. „Ich fahre am 24. hin, das ist noch früh genug!“ – „Ich mein ja bloß, wenn sie eh schon beleidigt sind?“ sie sah ihn an und er lachte höhnisch auf. „Mum ist immer beleidigt, wenn an Weihnachten nichts so läuft wie geplant, also ist sie immer an Weihnachten beleidigt, weil es nicht immer so läuft wie sie es plant. Das war so, ist so und wird immer so sein. Und deswegen möchte ich so wenig Zeit wie möglich Weihnachten bei meinen Eltern verbringen.“ erklärte er bestimmt. „Aber glaubst du nicht, dass deine Eltern deine Ablehnung spüren und vielleicht sind sie deswegen nervös…“ – „Cleo – lass es einfach! Bitte! – Lass uns schlafen, ihr wollt früh los – ok?“ er küsste sie. Schweigend sah sie ihn an und lächelte dann leicht. „Ok! Ich bin ja schon still.“ Sie umarmte ihn und schloss die Augen – und lag noch lange wach, während Alex schon längst eingeschlafen war.

