Der kleine Zauberer 14
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- Kategorie: Der kleine Zauberer
- Veröffentlicht am Dienstag, 22. November 2011 15:24
- Geschrieben von Susanne
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„Papa! Deine Augen!“, rief Alex entsetzt, als er den Platz wechselte und näher zu seinem Freund trat.
Verwirrt sah der Erwachsene die beiden Jungen aus einem grünen und blauen Auge an. Daniel befreite sich aus dem Griff und trat ehrfurchtsvoll einen Schritt zurück und verneigte sich.
„Mein König!“, sprach er leise. Hoffnungsvoll sah er den Mann an. Dieser stand auf und räusperte sich verlegen. „Daniel, ich glaube nicht…“, begann er. Vertrauensvoll sah ihn Daniel an. „Das ganze Chaos vorhin hat dich sicherlich verwirrt!“, bot der Mann eine Erklärung an. Doch der junge Zauberer schüttelte energisch den Kopf.
„Nein! Die Prophezeiung hat sich erfüllt!“, erklärte der Junge stur. Der Mann seufzte tief. „Papa?“, kam es von Alexander, der geschockt seinen Vater ansah. „Alex – es tut mir Leid…“ – „Du hast es die ganze Zeit gewusst!“, ungläubig sah Alex seinen Vater an. „Du hast es gewusst und uns nichts davon gesagt?“
„Hört sofort auf damit!“, brüllte der Mann wütend. „Ich bin keineswegs der König…und deswegen kann ich es auch nicht gewusst haben.“, breitbeinig stand er vor den beiden Jungen und verschränkte sie Arme über der Brust.
Daniel schob schmollend die Unterlippe vor. Auch er stellte sich breitbeinig hin und verschränkte die Arme vor der Brust. „Nein! Mergaan hat mir gesagt, dass der König ein blaues und ein grünes Auge hat Ihr habt ein grünes und ein blaues Auge und deswegen seid Ihr der König!“, stellte er dann fest.
„Und sollte mir diese Tatsache nicht auch bekannt sein?“, erkundigte sich der Mann beißend.
Der junge Zauberer ging um den Mann herum und beäugte ihn nachdenklich. „Nicht, wenn ihr unter einem Zauber steht!“, erklärte er dann schlicht.
„Gibt es so etwas?“, wollte dann der Mann wissen. „Natürlich!“, antwortete Daniel einfach. „Kannst du das feststellen?“, wollte Alex leise wissen. Der junge Zauberer nickte. „Einfach ist es nicht, weil es schon ein mächtiger Zauber sein muss, der anscheinend in meiner Welt ausgesprochen wurde und noch in deine Welt hineinwirkt.“
„Vielleicht könntest du diesmal mit deinem Meister darüber sprechen?“, schlug Alex vor. „He! Moment mal!“, unterbrach sie der Mann. „Nehmen wir einmal an, ihr habt Recht.“, begann er. „Und ich komme wirklich aus einer anderen Welt. Wie erklärt ihr euch zum Beispiel meine Vergangenheit?“
„Kann man alles zaubern.“, Daniel zuckte mit den Achseln. Der Mann, der ganz offensichtlich noch alles anzweifelte nickte nachdenklich. „Dann lass uns mit dem Meister reden!“, entschlossen rannte Daniel nach draußen und holte das Buch, den Rätselstein und den Kommunikationssaft herein. Entschlossen entkorkte er die Flasche und setzte an, um einen Schluck zu nehmen.
„Halt!“, rief der Mann und drückte mit der Hand Daniels Hand mit der Flasche herunter.
Daniel wollte schon laut widersprechen. Doch dann fiel ihm ein, dass es sein König war, auch wenn er es noch nicht glaubte und er schwieg. Warf seinem König aber noch einen wütenden Blick zu.
„Warte lieber noch. Sollten wir lieber nicht erst den Rätselstein fragen?“, schlug der Mann dann vor. „Papa!“, Alex rollte mit den Augen. „Immer bist du so vorsichtig.“
„Und was passiert, wenn Daniel wieder nicht mit seinem Meister in Kontakt tritt sondern mit Mergaan – oder schlimmer noch, mit dem Zauberer? Der mich >verzaubert< hat?“

