Auf der Suche nach Weihnachten: 9. Dezember

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9. Nordpol

„Wir haben gerade einen Kontakt machen können!“,  berichtete Flerk über den visuellen Bildschirm mit dem sie mit ihren Chefs sprechen konnten. „Und? Habt ihr Weihnachten schon ausfindig machen können?“, erkundigte sich das Christkind. „Leider nein! Aber es gibt ein Problem.“, erklärte Flerk zögernd. „OH!“, erschrocken sah das Christkind Flerk an. „Wir sind in die Wohnung eines der Kinder gekommen und er hat uns gesehen.“, gab Flerk an und wirkte leicht schuldbewusst. „Flerk! Wir haben euch doch gesagt, dass ihr aufpassen sollt.“, seufzte das Christkind. „Ich weiß, ich weiß, aber wir sind leider ziemlich laut gelandet und da hat er uns gehört.“

„Haben seine Eltern euch auch gehört?“ – „Äh, seine Eltern wohnen gar nicht da…“, Flerk schwieg.

„Flerk!“, sprach das Christkind mahnend. „WAS – um der heiligen Weihnacht Willen ist da unten bei euch los?“. Irgendwas stimmte ganz und gar nicht. Und das Christkind war mittlerweile sehr misstrauisch.

John trat ins Bild und räusperte sich verlegen. „Irgendwas stimmt hier nicht – das Kind ist kein Kind mehr und ist auf der Liste bei Father Christmas, obwohl es auf deine Liste gehört. Aber eigentlich gehört er auf keine Liste, weder auf die gute noch die böse. Denn er ist schon erwachsen.“, John sprach sehr schnell, um die Unangenehme Mitteilung schnell hinter sich zu bringen.  Da war das Christkind sprachlos.

Als ordentliche Weihnachtselfen kannten Flerk und John die Namen der Kinder sehr genau. Es war also keineswegs überraschend, dass sie Eric sofort erkannt hatten. Doch war es wirklich ungewöhnlich, dass Eric als Erwachsener auf der Liste stand und dann noch auf der für den falschen.

„Ja, das ist uns auch schon aufgefallen.“, erklärte das Christkind nach einer Weile. „Wieso haben wir noch nicht rausfinden können.“

 

„Das kann doch kein Zufall sein!“, schoss Flerk heraus. Verdattert sahen John und das  Christkind auf die Weihnachtselfin. „Ja überlegt doch mal. Weihnachten verschwindet und dann steht zufällig ein Erwachsener auf der Liste der bösen Kinder und dann noch statt beim Christkind bei Father Christmas.“ – „Und Filomena auf der Liste der guten Kinder beim Nikolaus, nicht zu vergessen.“ – „WAS?“, verdattert sahen die Elfen das Christkind über den visuellen Kommunikator an.

„Ach, dass wisst ihr noch gar nicht. Anscheinend ist nicht nur bei Eric ein Fehler passiert, sondern auch bei Filomena.“

 

„Was hat das nur zu bedeuten?“, nachdenklich kratzte John sich am Kinn. „Ihr müsst mit Filomena Kontakt aufnehmen!“, befahl das Christkind. „Das kann alles kein Zufall sein!“

„Aber wie? Wo wohnt sie denn?“, wollte Flerk dann wissen. „Warte, ich gebe euch die Adresse.“, das Christkind flog kurz an seinem Schreibtisch und kam mit einem Zettel wieder und las den beiden die Adresse vor. „Fragt Eric, als Mensch kann er euch da sicher helfen.“

Flerk und John nickten.

„Passt auf euch auf und meldet euch bald.“, bat das Christkind noch und alle drei verabschiedeten sich.

 

„Machen wir!“, erklärte Flerk bestimmt. John nickte. Dann war die Verbindung abgebrochen. Dann sahen beide sich skeptisch an. Ob dieser Mensch ihnen wirklich helfen würde? Immerhin war er ja auf der >bösen Liste<.

Beide seufzten. Weihnachten zu finden war wohl doch schwieriger als erwartet.

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