Auf der Suche nach Weihnachten: 8. Dezember
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- Geschrieben von Susanne
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8. Eric
„Also –ich höre?“, rief Eric mit lauter Stimme. In der Hoffnung, dass die Lautstärke seine Unsicherheit überspielen konnte. Krampfhaft hielten seine Hände den Besenstiel fest.
Die beiden rappelten sich auf und klopften ihre Kleidung ab. Einer der beiden kurzen Wesen hob beschwichtigend seine Hände. „Beruhige dich erst einmal! Wir können alles erklären!“, die Stimme klang überraschend tief. „Aber vielleicht legst du erst einmal den Besen weg. Putzen kannst du später auch noch!“, sprach das andere Wesen mit einer sehr schön hell klingenden Stimme. Eric fühlte sich sofort ruhiger und setzte sich auf seine Couch. Von der Küche fiel durch die offene Küchentür ins Wohnzimmer ein sanftes Licht.
Auch die beiden Wesen setzten sich. „Wo sollen wir anfangen?“, wieder diese überraschend tiefe Stimme und verlegen wanden die beiden ihre Finger ineinander. Eric räusperte sich. „Nun – wer seid ihr und von wo kommt ihr her und was wollt ihr hier?“
Das Wesen mit der hellen Stimme nickte eifrig. „Flerk!“, zischte ihr der Tiefstimmige zu und warf <Flerk> einen warnenden Blick zu. „Was denn?“, Flerk zog die Augenbrauen nach oben. „Er ist auf der bösen Liste!“, sprach der Tiefstimmige zwischen zusammengebissenen Zähnen.
Flerk machte mit der Hand eine wegwerfende Bewegung. Irritiert sah Eric von einem zum anderem. „Was für eine <böse Liste>?“
„Na die von Father Christmas!“, rief Flerk. Verdattert sah Eric die beiden an. Der andere männliche Elf nickte ernsthaft. „Aber wieso?“, wollte Eric dann wissen.
„Das hat doch alles keinen Sinn! Der Stab hat hier ausgeschlagen und hier muss es also sein. Und Eric ist der einzigste der hier ist, also muss er Bescheid wissen.“, zischte Flerk.
„He ihr zwei Kurzen! Was wollt ihr hier in meiner Wohnung und was ist das für eine komische <böse Liste>?“, rief Eric. „Na die der bösen Kinder. Wobei ich sagen muss, für ein Kind bist du schon ziemlich alt.“, stellte Flerk skeptisch fest. „Ich glaube er ist kein Kind mehr.“, der andere Elf bewegte sich misstrauisch um Eric herum und sah ihn skeptisch an. „Ich bin übrigens John, wir sind Weihnachtselfen.“, erklärte der Elf dann.
„Was? Böse Kinder, Weihnachtself? Wir sind doch nicht am Nordpol.“, Eric war verwirrt. „Ich muss schlafen – das kann doch alles nicht wahr sein! Genau, ich bin über der Arbeit eingeschlafen. – AUTSCH!“, rief er dann aus, als er den Schmerzverspürte nachdem ihn Flerk heftig in den Arm gezwickt hatte. „Was soll das?“, beschwerte er sich. „Ich wollte nur beweisen, dass wir kein Traum sind.“, erklärte Flerk ungerührt. „So geht das schneller!“. Eric schluckte heftig und seine Beine fühlten sich an wie Gummi. Langsam ließ er sich in den Sessel sinken. „Wollt ihr damit sagen, dass es das Christkind tatsächlich gibt?“ – „…und den Weihnachtsmann, den Nikolaus und Father Christmas.“, schloss John. „Was? Es gibt sie alle – aber ich dachte wenn dann nur einen…!“ Eric sah ungläubig von einem zum anderen.
„Na überleg doch mal: in einer Nacht, um die ganze Welt – in jedem Land in jedem Haushalt? – Klingt das nicht unglaubwürdig? Das kann einer allein gar nicht schaffen!“ fragte John. „Aber es ist glaubwürdiger dass alle viere existieren. – Und was ist dann mit dem Wunder der Weihnacht?“, wollte Eric dann herausfordernd wissen.
„Es ist ein Wunder, dass sich die verschiedenen Geschichten über die Jahrtausende gehalten haben!“, kicherte Flerk.
