Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde: 8. Das große Lagerfeuer
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- Kategorie: Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 08:18
- Geschrieben von Susanne
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Das Feuer flackerte noch weiter lustig vor sich hin. „Was wollt ihr hier!!“ rief ihnen die hohe Koboldstimme eines Koboldes zu. Es war wahrscheinlich der Anführer der Kobolde, denn war er etwas größer, als die meisten Kobolde.
Doch nicht nur seine Größe unterschied sich von den anderen. Er trug einen kleinen knallgrünen Umhang. Geistesgegenwärtig reagierten Tristan und Kilian „Wir machen nur einen kleinen Abendspaziergang“ sagten beide einstimmig.
Efterding konnte nur nicken. So sehr schlotterte das ganze Katzenwesen.
Die Kobolde umkreisten die Kinder und Efterding. Dann rief der Oberkobold: „ Bringt sie zu unserem Anführer!!“ – Ah ja, anscheinend war der Kobold mit dem Umhang doch nicht der Anführer.
Eingekreist von den Kobolden gingen Tristan, Kilian und Efterding mit. Was blieb ihnen auch anderes übrig? – Durch den Umgang mit den Erwachsenen hatten beide schon gelernt, dass es manchmal besser ist, das zu tun, was andere ihnen sagen. Es gab bestimmt bald eine Möglichkeit ihr Anliegen loszuwerden.
„Vielleicht ist es gar nicht so schlecht“, begann Tristan. „Wir können erfahren, wo sich Efterdings Familienerbstück befindet.“ ergänzte Kilian. „Ich habe mir doch die richtigen intelligenten Kinder ausgesucht.“ beglückwünschte sich Efterding leise im Geiste.
Und Kilian und Tristan hatten sich die ganze Zeit nicht einmal gestritten. Was alle, die Tristan und Kilian näher kannten, vor allem Mama und Papa, sehr gewundert hätte, nur die waren ja nicht da.
Nachdem die Kobolde mit Kilian, Tristan und Efterding fast um das große Feuer herumgegangen waren, kamen sie an eine kleine Hütte. Ein kleiner verschrumpelter Kobold mit knallroten Haaren, einer großen Nase und ebenfalls nackten Füßen kam aus der Hütte. Sein Umhang, ebenfalls in knallgrün, hing bis zum Boden. Er stützte sich auf einen knorrigen kleinen Ast. Wobei dieser Ast natürlich für einen kleinen Kobold kein Ast war.
So verschrumpelt der Kobold auch war, seine Augen blitzten sehr wachsam und interessiert die Eindringlinge an.
„Was wollt ihr hier?“ fragte der Kobold.
„Wir sind Tristan“, begann Tristan „und Kilian“ ergänzte Kilian, beide mit fester Stimme. „Und Efterding!“ piepste Efterding, die schon sehr zitterte. „Ihr habt, etwas, was der Familie von Efterding gehört und wir wollen es haben!“ rief Tristan
„So so“ begann der kleine Kobold. Die anderen Kobolde lachten. „Und ihr glaubt also, da brauchen nur so kleine Menschen“, der Kobold hatte natürlich sofort erkannt, das Tristan und Kilian keine Fabelwesen waren „kommen und einfach unser Eigentum zu fordern und es zu bekommen?“ dröhnendes Gelächter folgte.
Tristan und Kilian waren zwar nicht so alt wie der Kobold, doch hatten beide, wenn es darauf ankam, ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Denn beiden war natürlich sofort klar: Auch wenn jemand jemanden etwas wegnimmt und jetzt den Gegenstand besitzt, heißt es noch lange nicht, dass es demjenigen dann auch gehört. Vor allem, wenn dieser jemand, wie die Kobolde, nicht gefragt hat.

