Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde: 7. Ankunft bei den Kobolden

Langsam wurde es Abend. Tristan, Kilian und Efterding gingen nun schon eine kleine Weile durch den Wald. Es wurde Dunkel. Als die drei Abenteurer meinten, schon bald nichts mehr sehen zu können, nahmen sie zwischen den Bäumen einen leichten Schimmer eines Feuers war.

Möglichst ohne große Geräusche zu machen – ja wenn Kinder wollen, können sie auch sehr leise sein. Eltern und auch Tanten und Großeltern vergessen das schon mal gelegentlich.
Jetzt jedenfalls, wollten Kilian und Tristan kein Geräusch machen. Den niemand, so hatten Efterding und Klee ihnen ja erklärt, kann voraus sagen, wie Kobolde reagieren.

Vorsichtig schlichen sich die Kinder und Efterding immer näher an das Feuer heran, welches sich auf einer großen Lichtung befand.

Der Wald hatte sich verändert. War zunächst nur das Geräusch der Nachtvögel wie großen Eulen und Käuzchen zu hören, drang langsam lautes lustiges aber grausam falsches Gesänge an die Kinder heran.
Wer nur einmal Pumuckl und das Spanferkelessen auf Kassette oder im Fernsehen gesehen hatte und dort dem Gesang vom Pumuckl zum Radio gehört hat, weiß wie sich dieser Gesang anhörte. Jedoch nicht nur von einem Kobold gesungen sondern von einer ganzen Horde von Kobolden, die mit wirren Haaren und nackten Füßen fröhlich singend um das Feuer tanzten.

Es war wirklich ein sehr großes Feuer, welches alles im gewissen Umkreis in taghelles Licht tauchte.

„Gut, dass die Kobolde so fröhlich aussehen.“ flüsterte Kilian. „Ja“, meinte Tristan ebenso leise zurück. „Dann haben wir vielleicht Glück und können leichter unser Familienerbstück eintauschen“ freute sich Efterding leise.

Leise schlichen die drei sich noch näher. Auch wenn die Kobolde so fröhlich waren, ist es nicht ratsam, sie unnötig zu verärgern.

Die drei Gefährten versteckten sich hinter einen großen hohen Baum, der bis in den Himmel hinaufreichte. Zumindest kam es ihnen so vor. Der Stamm war etliche Meter dick und ein kleiner Jungenkopf oder ein Kopf von Efterding viel nicht sehr auf, während Tristan, Kilian und Efterding dem fröhlichen Tanzen und Hüpfen der Kobolde zusahen.

Plötzlich hielt die lärmende Horde inne. Auch wenn es nur ein ganz leiser Nießer war – Efterding konnte sich nicht zurück halten und die Kobolde hatten ihn gehört und kamen nun langsam und bedrohlich auf die Kinder und Efterding zu.

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