Leben im Fluss: 7. In der Höhle

Die beiden Flusskrebse gratulieren sich, dass sie noch rechtzeitig von einem Angriff gewarnt wurden und beschließen Hannes zum Dank Master Bleck vorzuführen, dass auch Master Bleck sich bei Hannes bedanken kann. Bei den Flusskrebsen hält sich das Gerücht, dass Master Bleck die Sanftmut in Person ist und immer freundlich und hilfsbereit. Deswegen müssen die Flusskrebse auch möglichst viel helfen, dass Master Bleck Zeit hat, um anderen zu helfen.

 

Habe ich es schon erwähnt? Flusskrebse sind leider ziemlich naiv. Hannes ist natürlich gerne bereit. So kommt er doch auch in die Höhle hinein und kann seinen Freunden bei der Rettung von Rübe helfen.

 

Während also Hannes von einem der Flusskrebse zu Master Bleck geführt wird und der andere Flusskrebs, unterschätzen sollte man die Intelligenz der Flusskrebse trotzdem nicht, weiter vor dem Höhleneingang Wache schiebt, haben sich Peter, Patricia, Platsch und Felt in die Dunkelheit der Höhle vorgearbeitet und stehen an einer Weggabelung.

 

„Was machen wir jetzt!“ Patricia ist verzweifelt. Nun sind sie so nah und nur durch diese dumme Gabelung können sie nicht weiter. Peter schwimmt mal kurz in die eine dann, in die andere Gabelung einige Meter hinein, kommt aber immer wieder zurück ohne einen wirklichen Hinweis entdeckt zu haben, welcher Weg der richtige ist.

 

„Wir müssen uns teilen!“ poltert Platsch. „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, muss man sich trennen!“  -„TRENNEN!“ Felts Stimme überschlägt sich und wird mehrfach als Echo aus beiden Gängen zurück geworfen. Erschrocken sehen die Freunde Felt an. „Bist zu verrückt geworden? So laut zu schreien.“ fährt Peter ihn flüsternd an. „Nach der Mühe die wir hatten hier rein zu kommen.“ – „Tschuldigung“ antwortet Felt kleinlaut. „Schtt!“  Platsch lauscht in einen der Gänge hinein. Die Freunde und Patricia drücken sich in eine dunkle Nische, als sie aus einem der beiden Gänge näherkommende Schritte und den endungsverschluckenden Wortlaut der Flusskrebsengespräche hören.

 

„Imm‘ müss‘ wi‘ die Drecksarbei‘ mach‘! Soll doch der Ober‘ selb‘ de‘ Has‘ bewach‘. – Ich geh‘ wa‘ ess’en!“ sprach’s und wackelte an der Nische mit Peter, Platsch, Patricia und Felt vorbei. Der andere Flusskrebs nickt. Die Freunde sehen sich an. Grinsen, nicken. Denn nun wissen sie, in welchen Gang sie müssen um Rübe zu finden.  Auch scheint gerade Wachwechsel zu sein. Vielleicht haben sie Glück und sie können unentdeckt zu Rübe gelangen.

 

Langsam und leise, ganz im Sinne von Felt, schwimmen sie durch den Gang aus dem die Flusskrebse gekommen sind. Nachdem sie schon eine ganze Weile geschwommen sind, bemerkt Peter, dass der Gang sich langsam verbreitert und langsam in einer großen, um nicht zusagen riesigen, Höhle endet.

 

Staunend blicken sich die Freunde um. In der großen Höhle waren in den Wänden viele aberhundert kleine Höhlen, die mit Gitter bedeckt waren und in diesen kleinen Höhlen befanden sich andere Fische, Gegenstände. „Aber wie sollen wir nur herausfinden in welcher Höhle Rübe ist?“ flüstert Patricia verzweifelt. In der großen Höhle war es gar nicht so dunkel, da von oben leichtes Tageslicht hereinkam, da die Höhle oben offen war, aber allein der Gedanke… „Es war eine dumme Idee herzukommen. Nun sehen wir ja, was wir ausrichten können –gar nichts.“ woiselt Felt. – „Patricia!“ ein Ruf von oben. Da war Rübe! Schnell schwamm Patricia zu ihm hin. „Oh Rübe! Ich bin so froh Dich zu sehen! Geht es Dir gut?“ will sie wissen.  Rübe nickt. „Patricia, du musst aufpassen!“ flüstert ihr Rübe zu, „wenn sie dich erwischen, dann sperren sie dich auch ein.“ – „Keine Sorge, wir sind hier um dich zu retten.“ Poltrig hat sich Platsch den beiden genähert, auch Felt und Peter sind zum Kerker von Rübe geschwommen. Rübe staunt.

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