Auf der Suche nach Weihnachten: 5. Dezember
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- Geschrieben von Susanne
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5. Eric
Er saß immer noch am Computer. Langsam richtete er sich auf und massierte mit einer Hand über seinen Nacken und hielt sich mit der anderen Hand den Bauch der leicht schmerzte. Sein Blick auf die 6 Tassen auf seinem Beistelltisch. Mist! Aber immerhin zitterten seine Hände nicht mehr.
Er packte die Tassen und ging langsam in die Küche und stellte die Tassen in die Spüle. Draußen war es schon dunkel. Nur das Wohnzimmer gegenüber war noch beleuchtet. Was sie jetzt wohl machte?
Er war neugierig – er musste es zugeben. – Ob er sich noch eine Tasse Kaffee genehmigen sollte? Aber dann würde er heute überhaupt nicht mehr schlafen können. Nicht, dass es was ausmachen würde, da er ohnehin morgen nirgendwo sein musste. Aber vielleicht sollte er es doch einmal mit regelmäßigen Schlafenszeiten versuchen. Vielleicht würde er dann auch in einen anderen gesünderen Biorhythmus kommen.
Wie es Veronika gerne für ihn hätte. Sie hätte noch so vieles gerne für ihn geändert – gesünder! Schwestern, die Ernährungsberaterinnen waren, sollten per Gesetzt verboten werden. Irgendwie war ihm ganz flau im Magen. Ob er eventuell noch etwas essen sollte? Er öffnete die Kühlschranktür zu seinem neubestückten Kühlschrank. Auch ein Werk von Veronika.
Aber eines musste man ihr lassen. So fand er immer was zu essen, seit sie sich um seine Einkäufe kümmerte.
>Krachxss!<
Er zuckte zusammen und schlug die Kühlschranktür zu. Was war das für ein Geräusch? Sein Herz klopfte heftig, aber nicht nur von zu viel Kaffee. Er lauschte in die Stille der Wohnung und schlich sich an die Küchentür. Gut, dass er immer die Angewohnheit hatte sämtliche Türen offen zu lassen. So musste er wenigstens diese nicht öffnen und würde sich nicht durch ein Geräusch verraten.
„Pass‘ doch auf!“, fluchte eine hohe weibliche Stimme aus seinem Wohnzimmer. „Was denn? Wir sind doch gut gelandet.“, hörte er eine Männerstimme. Er schluckte. Was war da los? Er griff nach dem Küchenbesen, der in der Ecke stand und schlich zum Wohnzimmer. Oh Gott! Was sollte er bloß tun? War er wirklich zwei Einbrechern gewachsen? Er war doch nur ein Computerfachmann und kein Kämpfer.
Aber vielleicht hatte er das Überraschungsmoment doch auf seiner Seite. Er lehnte sich an die Wand und atmete tief ein und aus. Griff den Besenstil fest mit der Hand während seine uneingeladenen Gäste noch im Wohnzimmer diskutierten.
Er stieß mit einem festen Tritt die Tür auf und brüllte laut: „AAAANGRIIIIFFF!“
„Uaaahhhh!“, riefen die beiden Eindringlinge erschrocken auf und vielen zurück auf den Boden. Verdattert sah er sie an. Sie waren halb so groß wie er, wenn überhaupt. Was aber nicht schwer war. Mit seinen 1,90 m überragte er noch einige andere. Aber sie waren in hellen grünen Sachen gekleidet, trugen merkwürdige grüne Hüte und spitze Schuhe. Rote wirre Haare quollen unter den Hüten hervor. Aber das merkwürdigste an beiden fand er, waren die spitzen Ohren. „Was wollt ihr hier?“, er versuchte so viel Autorität wie möglich in seine Stimme zu legen und zwinkerte mehrmals, um nicht durch weit aufgerissene Augen seine Angst zu verraten.
