Leben im Fluß: 4. Wer suchet der findet
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- Kategorie: Leben im Fluß
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 07:58
- Geschrieben von Susanne
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Peter, Platsch, JGFMRW, Felt und Patricia schwammen nun Flussaufwärts auf der Suche nach dem großen Rauschen, welches keiner so genau wusste wo es denn nun sei. Natürlich hatte Felt- als ängstlicher Zander – immer wieder zur Vorsicht gemahnt: nicht zu dicht am Flussrand zu schwimmen, nicht zu weit in der Mitte des Flusses zu schwimmen und vor allem sollten sie nicht zu laut schwimmen. „Also wenn Du nicht so ein Feigling wärst – könntest Du mit Deinen spitzen Fangzähen durchaus gefährlich sein!“ Platsch polterte. Langsam ging ihm das Gejammere von Felt auf die Nerven. JGFMRW hielt derweil ein paar Schlingpflanzen für Patricia auf die Seite, damit diese weiter schwimmen konnte. Mädchen waren wirklich nicht fürs Schwimmen gebaut. Sie war wohl doch kein Fisch. Lange schwammen sie durch den Fluss. Über steinige Landschaften ebenso wie über durch Wassermoos bedeckte Flussebenen. Immer wieder wurden sie durch Schlingpflanzen behindert.
„Ob wir noch richtig sind?“ jammert Felt. „Aber sicher!“ gibt Platsch zurück. „Du siehst doch wie wenig der Fluss hier besiedelt ist. Master Bleck wird bestimmt niemanden in seiner Nähe dulden um seine geheimen Schätze zu rauben!“ – „Dein Wort in Fisches Ohr“ Felt schaudert. „Lass uns einfach vorsichtig weiter schwimmen“ mischt sich nun auch Peter ein. „Vorsichtig! Das ist ein gutes Wort – aber hört jemand auf mich…“ die drei führten noch eine Weil ihr Gespräch fort während Patricia und Johannes, Geronimo, Friedrich, Michael, Reinhard, Wilhelm von und zu Wasserrenke etwas zurück blieben.
„Wie sieht Rübe eigentlich aus?“ will JGFMRW wissen. „Wie ein Hase im grünen Pullover – mit einem kurzem und einem langen Ohr.“ Erklärt Patricia. JGFMRW nickt. „Aber wie sieht ein Hase aus?“ – Patricia erklärt es ihm. Dann wendet sich Patricia der Renke zu: „Johannes Gerald Fritz Martin Reinhold Walter“ – JGFMRW unterbricht sie „Johannes, Geronimo, Friedrich, Michael, Reinhard, Wilhelm von und zu Wasserrenke lautet mein voller Name, aber du kannst mich auch Hannes nennen“ er lächelt. Patricia ist sehr dankbar, die vielen Namen haben sie schon sehr verwirrt. „Hannes, wie kommt es, dass zu so viele Namen hast?“ – „Ich bin ein Nachkomme der Urwasserenken, die einst die Flusswelt beherrschten und das sind die Namen meiner Vorfahren.“ Patricia ist beeindruckt. In Ihrer Familie ist das nicht üblich. Da heißt sie ganz anders als ihre Eltern und die haben auch nur jeweils einen Namen. Hannes nickt – so sei es auch bei den Fischen, aber da er der eigentliche Erbe der Flusswelt ist habe er leider all die Namen seiner Vorväter bekommen. „Es ist nicht immer so einfach mit so vielen Namen rumzuschwimmen. Peter ist einer der wenigen, die sie sich merken können“ er lächelt etwas wehmütig. Patricia hält ihn an der Flosse fest: „Hannes, wenn das vorbei ist werde ich wieder kommen und mir deine Namen aufschreiben und auswendig lernen – nur jetzt geht das noch nicht, da ich erst im Herbst in die Schule komme und noch nicht schreiben kann.“ – „Das ist sehr nett von dir“ freut sich Hannes. – „Seht ihr! Seht ihr!“ Felt hat jetzt Hannes und Patricia erreicht. Peter und Platsch halten an und die anderen drei schließen auf. Neugierig sehen alle in die Richtung in die Felt deutet – nicht weit vor ihnen sahen sie polterndes Wasser. Es sah so aus, als würde jemand sehr viel und sehr schnell Wasser in den Fluss schütten und es ging auch nicht mehr weiter. Weiter vorne war der Fluss zu ende. Und es wurde von einem lauten Rauschen begleitet. Links in der Uferböschung sahen sie zwei Flusskrebse vor einer kleinen Höhle auf und ab marschieren. Und weiter vorne war ein großer spitzer Stein in Form eines Hechtes aufgestellt.
DAS ZEICHEN VON MASTER BLEK. Sie hatten das große Rauschen gefunden. Den Ort, an dem Master Bleck seine Raubbeute versteckte. Leider sah es aber ganz so aus, als wäre der Eingang, der von den beiden Flusskrebsten bewacht wurde, der einzige Eingang.
Um nicht doch noch von den beiden gesehen zu werden zogen sich unsere Freunde wieder in die Schlingpflanzen zurück. Und da saßen sie nun und überlegten wie sie am besten in die Unterwasserhöle reinkämen ohne entdeckt zu werden.

