Auf der Suche nach Weihnachten: 3. Dezember

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3. Nordpol

Flerk rannte eilig aus der Lagerhalle durch den Schnee zum Haupthaus. Rammte das große Hauptportal auf und flitzte die breite Treppe in den ersten Stock.

Vier große breite Türen lagen vor Flerk. Sie überlegte, wen sie als erstes informieren sollte. Denn wenn sie sich nicht an die richtige Reihenfolge hielt, könnte es Ärger geben. Dass Chefs immer so ein großes Ego haben müssen. Als könnten die >Großen Vier< nicht ein für alle Mal entscheiden, wer in welchem Notfall als erstes informiert werden sollte und wer danach und auch sonst irgendwie die Reihenfolge. Das einzige was die >Großen Vier< festgelegt hatten war der Lieferplan, aber der existierte nun schon seit tausenden von Jahren. Und Flerk glaubte auch nicht, dass die >Großen Vier< sich den selber ausgedacht hatten. Sie glaubte eher an einen erfinderischen Elf.

Aber sag‘ das einmal laut in einer Gegend in der der Schnee alles dämpfte. Sie seufzte und zählte dann aus.

„Christbaumkugeln, Weihnachtspunsch und Weihnachtswecken, hinter dieser Tür gibt es nichts zu entdecken.“ – „Was machst du denn da?“, rief eine tiefe Stimme. Flerk schrak zusammen und drehte sich erschrocken um. „Ach  - du bist es nur John!“, rief sie erleichtert aus. „Was heißt >du bist es nur< - Warum bist du eben wie verrückt über den Schnee hier hereingerannt?“, wollte ihr Elfkollege wissen. „Oh John!“, rief Flerk verzweifelt aus. „Etwas ganz furchtbares ist passiert. Es ist verschwunden!“

Verständnislos sah John Flerk an. „Was ist verschwunden?“ – „Na Weihnachten! Heute Morgen war Weihnachten noch da und als ich gerade eben nachgesehen hatte, war Weihnachten weg.“ – „Oh je! Das müssen wir sofort melden!“, rief John. „Was glaubst du warum ich hier bin.“ Flerk schüttelte verständnislos den Kopf. „Ja – aber warum stehst du dann hier noch rum? Schnell, schnell!“ John ergriff ihre Hand und zog sie in Bewegung. „Haaaalt!“, rief Flerk und blieb stehen. „Was?“ – „Und wem soll ich es denn melden?“, erkundigte sich Flerk verzweifelt. „OH?“ John hielt inne. Stimmt. Nachdenklich sah er von einer Tür zur nächsten und zur nächsten und zur nächsten.

Griff sich dann ans Kinn und sah wieder von einer Tür zur nächsten und zur nächsten und zur nächsten in umgekehrter Reihenfolge. Dann spitze er die Ohren und lauschte auf Geräusche hinter den Türen. John lächelte. Flerk sah ihn fragend an. Entschlossen ergriff er wieder ihr Handgelenk und zog sie zielstrebig zur zweiten Tür von rechts.

Erstaunt blickten ihnen vier Augenpaare entgegen. Die >Großen Vier< waren gerade in einem Raum versammelt.

„John! Flerk! Was ist denn passiert, dass ihr beide so hereinstürmt?“, wandte sich das kleine Christkind an die beiden. „Es ist was ganz furchtbares passiert!“, rief Flerk. „Weihnachten ist verschwunden!“

„Das kann nicht sein!“, poltere der Nikolaus der hinter seinem Tisch in einem großen Sessel saß.  St. Claus und Father Christmas standen neben dem Schreibtisch kreuzten beide die Arme vor der Brust und sahen Flerk und John durchdringend an.

„Doch! Ich war gerade im großen Lagerhaus – aber Weihnachten ist nicht mehr da!“

Im Büro des Nikolaus herrschte bedrückende erschreckende Stille.

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