Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde: 3. Das geheime Treffen

„Vielleicht könnt ihr mir helfen, dass Familienerbstück zurück zu holen?“ – „Wenn du uns sagst was es ist?“ – „Ich weiß es selbst nicht, aber ich erkenne es, wenn ich es sehe!“ bekannte Efterding.

Das reichte Tristan. Nur eines wollte er noch wissen: „Wie kommen wir denn zu den Kobolden? – ich wohne schon sehr lange in der Wohnung, habe aber noch nie einen Weg unter die Erde zu den Kobolden entdeckt.“ – „Das ist klar, du bist ja gerade erst sechs Jahre alt geworden. Vorher geht das nicht.“ – „Aber dann kann Kilian gar nicht mitkommen, denn der ist erst vier.“ – „Das ist nicht so schlimm. Ich habe Alterungspulver in meiner Tasche.“ Da sah Tristan, dass Efterding eine kleine rote Tasche um die Schultern hängen hatte. „Alterungspulver!“ kam es ehrfürchtig von Tristan.

Schnell flitzte er ins Wohnzimmer, wo Kilian gerade dabei war mit Malstiften sein Malbuch vom Gestiefelten Kater aus zu malen. Kilian malte mit Tristans Malstiften, was gelegentlich schon mal vorkommen kann, wenn Tristan gerade nicht da ist. Aber Tristan war zu aufgeregt über seine Begegnung mit Efterding und der Aussicht, endlich mal einen richtigen Kobold zu sehen. Immerhin hat er gerne und oft die Folgen von Meister Eder und sein Pumuckl angesehen. Da hat er nun wirklich keine Zeit mit dem üblichen Gezeter zu reagieren. Mama war gerade im Esszimmer, welches mit einem offenen Bogen und drei Stufen mit dem Wohnzimmer verbunden war, beim Tischdecken und freute sich, dass Tristan mal nicht in Verzweiflung verging, als er sah, dass Kilian mit seinen Stiften malte. Da Mama das friedfertige Verhalten ihrer Kinder nicht stören wollte, erinnerte sie Tristan nicht an seine Pflichten, ihr beim Tischdecken helfen zu müssen.

„Kilian, du musst unbedingt sofort mitkommen!“ – „Ich male!“ Kilian war kein Mann der vielen Worte – na ja, er war wohl eher kein Junge der vielen Worte. Tristan senkte seine Stimme zu einem vertraulichen Flüstern herab „Ich weiß, wo man Kobolde sehen kann.“ Da stand Kilian ohne zu Zögern auf. Auch er hatte alle möglichen Folgen vom Pumuckl gesehen und auch schon oft im Pumucklheft geblättert.

Mama war froh, dass die beiden friedlich abzogen und sie konnte weiter den Tisch decken.

Inzwischen waren Kilian und Tristan wieder im Schlafzimmer. Kilian wurde gerade Efterding vorgestellt und Efterding erklärte den beiden, wie sie durch Papas Sachen den Weg zu den Kobolden finden würden. Selbstverständlich durften die Sachen von Papa nicht in Unordnung kommen. Es wäre dann nur wieder soviel zu erklären. Und Eltern sind leider nicht besonders klug wenn es um die Welt der Kobolde und Wesen wie Efterding geht. Nur weil sie vielleicht noch keine Kobolde gesehen haben, glauben Erwachsene nicht daran. Und dann zu erklären, warum Kilian und Tristan die Unordnung in Papas Schrank gemacht haben – nein, dass wollten die beiden dann auch nicht.

„Tristan, Kilian – Essen ist fertig!“ rief Mama aus der Küche. Schnell, bevor Mama ungeduldig wurde und selber nachschaute was ihre beiden Jungen so machen, liefen die beiden in die Küche.

Auch würde es auffallen, wenn die beiden Papa nicht begrüßen würden. Wo doch der Hund Lucky und Tristan und Kilian mit Begeisterung Leute begrüßen.

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