Leben im Fluß: 3. Alle für einen
- Details
- Kategorie: Leben im Fluß
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 07:57
- Geschrieben von Susanne
- Zugriffe: 82
Patricia beobachtet neugierig die drei. Als erster und anscheinend mutigster Fisch kommt mit hocherhobenem Kopf ein rotäugiger, gedrungener auf sie zu. Das Mädchen beobachtet fasziniert den weißen Bauch. Dann folgt schon etwas zögerlicher ein Fisch mit großen Augen aber größer als der erste Fisch. Und etwas weiter danach der dritte Fisch mit einer großen Rückenflosse kommt eher zögerlich als freiwillig und anscheinend nur, um nicht alleine im dem Steinloch zu bleiben.
Peter begrüßt die drei und stellt Patricia vor und erzählt von ihrem Problem. Dann macht er Patricia mit den Fischen bekannt. Als erstes begrüßt sie der mutige Fisch mit den roten Augen, sie zwinkern lustig Patricia zu. „Welch edle Dame dürfen wir da unserer Mitte begrüßen? – Peter, stell uns vor!“ Patricia lacht. Als edle Dame wurde sie ja noch nie bezeichnet. „Liebe Patricia, darf ich Dir unseren Grafen, Gefreiten, Edelfisch, Diktator und momentan lieben Freund Platsch die Schleie vorstellen? –Platsch das ist Mädchen Patricia.“ „Sehr erfreut!“ Platsch macht einen formvollendeten Bückling und als Patricia ihm die Hand reicht, ergreift Platsch diese und schüttelt sie. „Du hast aber viele Bezeichnungen.“ wundert sich Patricia. „Nun ja, ich habe ja auch schon sehr oft gelebt!“ Patricia schweigt beeindruckt. Sie hat gerade einmal angefangen zu leben und Platsch hat sogar schon öfters gelebt. Dann stellt Peter ihr den zweiten Fisch vor – Johannes, Geronimo, Friedrich, Michael, Reinhard, Wilhelm von und zu Wasserrenke. Auch dieser macht einen Bückling und ergreift zum Gruß Patricias Hand. Nur der dritte Fisch scheint nicht so recht zu wissen, was er mit Patricia anfangen soll. Nervös schwimmt er hin und her und schaut mal hier hin und dort hin und kann kaum still stehen. „Felt“ beginnt Peter „nun komm schon her!“ – „Na ich weiß nicht – so einen Fisch habe ich noch nie gesehen und wer weiß was sie von uns will!“ Der scheue Felt traut sich nicht näher hin. „Ich bin kein Fisch!“ sagt Patricia. „Ich bin ein Mädchen und ich komme aus der Nichtwasserwelt!“ Die Fische sind beeindruckt. Zumindest Platsch und JGFMRW – Peter wusste es ja schon. Felt hat sich mittlerweile in den Höhleneingang zurück gezogen. „Patricia ist auf der Suche nach einem Freund, der von Oberst Zortek entführt wurde!“ Platsch richtetet sich auf, und zeigte seinen weißen Bauch. „Na worauf warten wir noch – ich wollte Oberst Zortek ja schon immer mal zeigen was eine Harke ist.“ – „Nun ja, immerhin hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass es nicht so einfach ist, unter das große Rauschen einzudringen!“ wagte JGFMRW einzuwenden. „Aber wir müssen Patricia helfen!“ rief Peter, „sonst kann sie nicht zurück kehren!“ Erschrocken sah Patricia Peter an und Peter erklärte Patricia, wenn sie wirklich von der Nichtwasserwelt kam kann sie nur wieder zurück wenn sie ihre Aufgabe erledigt hatte, sonst müsse sie für immer im Wasser bleiben und Mädchen haben im Wasser nichts zu suchen. Vor allem wenn sie nicht so gut schwimmen konnten. Aber das sagte Peter nicht. Er wollte Patricia nicht noch mehr erschrecken. „Oh nein!“ Felt schwamm aus der Höhle und stellte sich vor seine Freunde. „Glaubt ihr denn wirklich ihr kommt ohne Probleme zum großen Rauschen und wieder zurück? Ohne von Oberst Zortek und seinen Flusskrebsen erwischt zu werden? – Na und was Euch dann passiert wissen wir ja – denkt nur an die arme Flunder!“ – „Wir können ein edles Fräulein aber nicht im Stich lassen! – Sind wir Fische oder Memmen?“ Platsch warf sich in Positur. Ebenso JGFMRW stellte sich hinter Platsch. „Es wird uns eine Ehre sein, mein Fräulein, uns in die Höhle der Gefahr zu geben und Euch zu Diensten zu sein.“ Ein weiterer Bückling folgte von JGFMRW. Patricia fand, dass JGFMRW ja ein netter Fisch ist, aber doch ziemlich viel schwafelte. „Ich bin auch dafür, dass wir Patricia helfen!“ sagte Peter einfach.
Die ganze Diskussion zog sich noch eine ganze Weile hin und her, weil Felt einfach nicht einsehen wollte warum jetzt alle los müssten. Doch alleine wollte er dann doch nicht zurück bleiben und weil er eben auch ein Fisch und keine Memme war folgte er der Prozession hinter Peter und Patricia in Richtung dem großen Rauschen.

