Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde: 14. Die Blumenfee
- Details
- Kategorie: Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 08:23
- Geschrieben von Susanne
- Zugriffe: 208
„Tristan und Kilian!“ begann Efterding mit sanfter Stimme. „Ich danke Euch. Nur durch Euren Mut war es möglich mir meine wahre Gestallt wieder zu geben.“
Tristan und Kilian freuten sich sehr über das Lob. Kinder brauchen auch Anerkennung, genau wie wir Erwachsenen. Und so schlecht ist es auch nicht, hin und wieder ein kleines Lob loszuwerden. Das Gleiche gilt aber nicht nur für Erwachsene gegenüber Kindern, auch Erwachsene freuen sich sehr über ein Lob von den Kindern. Na ja, selbstverständlich freuen sich auch Kinder über ein Lob von anderen Kindern.
„Eine böse Hexe hatte mir den Stab geraubt und mich mit einem Fluch belegt.“ „Ich weiß es, ich weiß es!“ rief ein kleiner Kobold. Alle sahen ihn an. Der kleine Kobold war verlegen. So viel Aufmerksamkeit war er nicht gewohnt. „ IchkennedieSage!“ vor Aufregung sprach er ganz schnell und alle Wörter zusammen aus „Ichwußtenurnicht, dasssiewarist!“ „Welche Sage?“ fragte der Oberkobold. „Von der verwunschenen Blumenfee!“ langsam beruhigte der kleine Kobold sich wieder und rezitierte
EIN KASTEN SCHWARZ WIE DIE NACHT
WIRD NUR DANN AUFGEBRACHT
WENN BRÜDER DEN ZAUBER AUSSCHALTEN
INDEM SIE FRIEDEN HALTEN
SIE BRAUCHEN DAZU FÜNF STUND;
FREUNDE: EINE KATZE UND EINEN HUND
DIE FREUNDSCHAFT UND IHR WISSEN
WIRD KEINEN SCHLÜSSEL VERMISSEN
Tja, Tristan und Kilian hatten sich wirklich die ganze Zeit während ihres Abenteuers nicht einmal gezankt. Es waren genau fünf Stunden. Und Oscar und Lucky waren eine Katze und ein Hund. „Stimmt!“ bekräftigte die kleine Blumenfee. „Was macht eigentlich eine Blumenfee genau?“ wollte Kilian wissen. „Blumenfeen sind die Beschützer der Natur. Vor allem im Frühling fliegen wir herum und erwecken die Blumen zu neuem Leben. Helfen den Bienen die Blumen zu bestäuben. Ohne Blumenfeen wäre der Frühling nur halb so schön. Aber auch den Sommer unterstützen wir, durch unsere Hilfe wachsen Obst und Gemüse und im Herbst sorgen wir dafür, dass die Blätter abfallen und die Bäume und Pflanzen sich auf den Winter vorbereiten.“
„Du machst also meine Tomaten?“ fragte Tristan. Die Blumenfee nickte. „Und die Erdbeeren?“ fragt Kilian. „Was ist mit dem Katzengras?“ wollte Oscar wissen. Auch diese beiden Fragen bejahte die Blumenfee.
„Und Pizza?“ – das kam von Lucky. „Hunde fressen doch keine Pizza!“ staunten die Kobolde. „Warum nicht?“ fragte Lucky erstaunt. „Ist doch lecker!“ Und da, meine großen und kleinen Leser muss ich sagen: wo er recht hat, hat er recht!
„Aber Mäuse nicht, gell?“ das kam natürlich von Kilian.
Alle lachten. Gegen den entwaffnenden Charme eines kleinen Jungen kommen auch keine Blumenfee, kein Hund, keine Katze und auch kein Kobold an. Und als hätte das gemeinsame Lachen die verschiedenen Wesen einander näher gebracht, wurde nun das Abendeuter so richtig um das riesige Lagerfeuer der Kobolde gefeiert. Und den Kobolden war nun endgültig klar, wie lieb und gerecht Lucky war. Nur gegenüber denjenigen, die seinen Freunden etwas antun wollten, wurde er böse.

