Auf der Suche nach Weihnachten: 14. Dezember

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14. Eric

 

„Machen wir uns jetzt endlich auf?“, Flerk sprang aufgeregt auf und ab. Dass John sehr bedächtig war, wusste sie ja schon. Aber dieser Mensch schien auch nicht gerade einer der aktiveren Sorte zu sein. Momentan stand er am Küchentresen und trank die schwarze Brühe, die die Menschen so toll fanden. Flerk schüttelte sich. Ihr war da Weihnachtspunsch schon lieber. „Gleich!“, erklärte Eric ruhiger, als er sich fühlte.

 

Flerk verdrehte ihre Augen und John seufzte. „In dieser Geschwindigkeit werden wir nie weiter kommen! – Wenn wir alle so langsam wären, dann könnten wir Weihnachten nur alle zwei Jahre feiern.“, murrte John. „Momentan ist es aber eher fraglich, ob wir es überhaupt feiern können!“, kam es von Eric kalt.

„Was! Willst! Du! Damit! Sagen?“, fuhr ihn Flerk an und war auf die Küchenanrichte gesprungen, so dass sie auf gleicher Augenhöhe mit Eric war. Dieser wich sogar etwas zurück. „He! Was soll das?“, beschwerte er sich. „Ihr macht doch so ein Tamtam und erzählt mir wie wichtig Weihnachten ist …“ – „Aber deswegen musst du nicht immer gleich so negativ sein!“, rief Flerk. „Ich bin nicht negativ, ich bin nur realistisch und außerdem: Weihnachten wird immer überbewertet!“, schloss Eric und stellte seine Tasse in die Spüle.

 

Sprachlos sahen die kleinen Elfen ihn an. Weihnachten – überbewertet? In Flerks Augen schimmerten Tränen. John legte beruhigend seinen Arm um seine Elfkollegin. „Wie kannst du nur?“, rief John wütend. „Na Weihnachten – ich glaube kaum jemand weiß noch, was Weihnachten bedeutet und es geht nur darum immer größere und bessere Geschenke zu bekommen. – Klar, die Geschäfte  profitieren davon, aber das ist schon alles.“, Eric zuckte mit den Schultern.

 

„A-aber wenn du nicht an Weihnachten glaubst….“, begann Flerk unsicher. Erich seufzte. Es tat ihm irgendwie auch leid, als er die geschockten Gesichter der kleinen Elfen sah und wahrscheinlich war es schon irgendwie wahr, dass es Weihnachten gab. – Wie sollte er sonst die Anwesenheit seiner zwei Besucher erklären können? – „Es ist doch nicht so wichtig, dass ich an Weihnachten glaube – ihr zwei glaubt daran und wahrscheinlich euer <gutes Kind> wird auch daran glauben und – voila, alles kommt ins Lot!“, Eric schnippte mit den Fingern.

 

John und Flerk sahen sich skeptisch an. Ob das reichen wird? Dann warfen beide einen nachdenklichen Blick auf den Erwachsenen. „Was?“, Eric fühlte sich in die Defensive getrieben, das gefiel ihm gar nicht. „Nun, dann muss es auch so gehen!“, kam es von John entschlossen. „Ich weiß nicht!“, Flerk blieb skeptisch. „Es wird uns nichts anders übrig bleiben, Flerk! Mehr bekommen wir nicht!“ – „Ein Versuch ist es wert!“, schloss Flerk immer noch nicht überzeugt.

 

„Dann lasst uns gehen!“, Eric straffte sich und die drei verließen seine Wohnung mit dem Zettel mit der Adresse in der Hand. Neugierig sah Eric auf die Anschrift. „He, das ist gar nicht weit von hier. Na wenigstens etwas!“, kam es überrascht von ihm. „War das etwas ein positiver Gedanke?“, erkundigte sich Flerk zynisch. „Könnte man fast als solchen bezeichnen.“, John grinste schadenfroh. Eric schmollte. Er wusste, wenn er verarscht wurde.

 

„So – und jetzt?“, neugierig standen die beiden Elfen vor der schweren Eingangstür. Eric studierte die Namensschilder. <F. Kramer>! Das war der Name den sie suchten. Ihm fiel auf, dass er seine rothaarige Nachbarin gar nicht nach ihrem Namen gefragt hatte. Schade! So einfach würden sie wohl nicht mehr in Kontakt kommen.

 

Er drückte den Klingelknopf und ohne ein Wort über die Freisprechanlage ertönte der Summer und sie traten ein.  „Dritter Stock!“, rief ihnen von oben eine fröhliche Frauenstimme entgegen. Flerk und John sahen sich an und Eric runzelte die Stirn.

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