Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde: 12. Die Einigung
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- Kategorie: Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 08:21
- Geschrieben von Susanne
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„Wir müssen uns erst beraten!“ erklärte der Oberkobold und rief die anderen Kobolde zu sich.
Die Kobolde rotteten sich zusammen. Leider ein Stück weit weg von den Kinder und Efterding und den Tieren. Auch wenn alle noch so sehr lauschten und die Ohren aufsperrten drangen nur vereinzelte Worte an ihre Ohren. Sogar Lucky, der berühmt für sein Gehör ist, schnappte nicht viel mehr auf wie „aber grad in DER Stadt … so tolle Glitzerdinge… die vielen Kinder…Bedenke das Chaos! – Da fallen wir gar nicht auf.“
„MEINE SCHULSACHEN!“ rief Tristan erschrocken. „Was heckt ihr aus?“ bellte Lucky den Kobolden zu.
„Meine Kobolde haben Angst, wenn wir jetzt den Kasten rausgeben, wir bald gar nichts mehr wegnehmen dürfen!“ – „Ihr habt doch noch die Socken, die ihr aus der Waschmaschine rausklaut!“ bemerkte Oscar. Oh ja, wer hat sie nicht vermisst, die zweite Socke, die, wie durch Zauberhand, aus der Maschine verschwand? Der Oberkobold legte seine Stirn in Falten als er scharf nachdachte „Was ist mit den Sachen der Erwachsenen und den Spielsachen?“
„NEIN!“ riefen Kilian und Tristan gleichzeitig. „Mein Ball?!?!“ rief Lucky entsetzt. Oscar, der ja keine Spielsachen hatte, verdrehte die Augen, aber nur ganz kurz. Dann wandte er sich an Lucky und bemerkte trocken „Dann kriegste wieder einen neuen!“
„Na gut- okay“ stimmte Lucky zögernd zu „ABER!! Es werden keine nicht wirklich wichtigen Sachen wie z.B.: Geldbeutel, Schlüssel, Lieblingsspielzeug, Schmuck oder Familienerbstücke geklaut.“ gab Lucky mit fester Stimme und einem strengen Blick in Richtung Kobolde an. Oscar sprach weiter: „ Im Gegenzug dafür, sagen wir unseren Freunden und Balu, dass sie Euch in Ruhe lassen!“
„Ist das ein Angebot?“ fragten Tristan und Kilian gespannt.
Die Kobolde blickten sich an. Zögernd begannen einige zu nicken. „Dann gut – so sei es. Wir beschränken uns auf die nicht so wichtigen Sachen und dafür sind wir in Eurer Stadt ungestört?“ erkundigte sich der Oberkobold nur noch mal zur Sicherheit. Das hörte sich wirklich gut an. Denn ohne das ständige Lautschlagen der Hunde und dem plötzlichen Auftauchen von grünen Katzenaugen in der Dunkelheit, die ein Koboldherz schon mal ordentlich erschrecken können, hat man als Kobold doch viel mehr Spaß an den vielen schönen Gegenständen auf die die Menschen so viel Wert legen.
Lucky und Oscar und Tristan und Kilian nickten.
„Und jetzt?“ fragte Efterding hippelig. „Genau, gebt nun das Familienerbstück von Efterding heraus!“ bellte Lucky.
„Holt den schwarzen Kasten!“ befahl der Oberkobold zwei seinen Kobolden. Diese liefen sofort in die Hütte und kamen wenige Minuten später mit dem schwarzen Holzkasten zurück.
„Mein Familiengeheimnis!“ rief Efterding aufgeregt und sehr erfreut. Als die Kobolde sahen, wie sehr Efterding sich freute, diesen schwarzen Kasten wieder zu sehen, bekamen sie doch ein schlechtes Gewissen. Kobolde sind nicht von Natur aus böse, sie lassen sich einfach nur sehr leicht von schönen oder geheimnisvollen Dingen betören und wollen diese dann haben.

