Auf der Suche nach Weihnachten: 12. Dezember

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12. Nordpol

 

Santa Claus saß vor sich hinsummend an seinem Schreibtisch. Er hatte sich in sein Büro zurück gezogen. Draußen hatte die typische vorweihnachtliche Hektik eingesetzt. Dieses Jahr nur noch viel schlimmer, da ja noch gar nicht klar war, ob Weihnachten überhaupt stattfand.

 

Nun, leicht besorgt war er schon, denn ohne Weihnachten würden sie es nicht schaffen, die ganzen Geschenke rechtzeitig zu verteilen. Aber irgendwie hatte es immer funktioniert, das war eben das Wunder von Weihnachten. Er konnte es sich gar nicht vorstellen, das Weihnachten ausfallen würde.

 

>Kraxchs<, die Tür wurde mit einem heftigen Schwung aufgestoßen und knallte gegen die Wand.

„Ho-ho-ho! Nicht so schwungvoll, du ruinierst meine Tür!“, erklärte er beruhigend, als das Christkind hereinstürmte.

„Wir wissen jetzt wo Weihnachten ist!“, rief das Christkind enthusiastisch. „Das sind ja erfreuliche Nachrichten.“, Santa Claus Lächelte zufrieden. „Wenn es nur so wäre, wenn es nur so wäre!“

 

„Was für ein Problem haben wir denn da?“, erkundigte er sich ruhig. „Es ist ganz furchtbar! Nur weil wir jetzt wissen, wo Weihnachten ist, wissen wir aber nicht, wie wir an Weihnachten herankommen, geschweige denn es zurück zu holen!“, nervös flog das Christkind vor Santa Claus hin und her.

Santa Claus wurde ganz nervös und wedelte vor seinem Gesicht herum, als wolle er eine lästige Fliege verscheuchen.

 

„Flerk und John werden schon einen Weg finden!“, erklärte er beruhigend. „Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Meinst du?“, skeptisch hielt das Christkind in der Luft inne und sah Santa Claus an. „Freilich! Vertraue nur auf die Macht von Weihnachten. Und wir haben ja immerhin ein gutes und ein böses Kind zur Hilfe.“

 

„Aber das ist ja auch ein Problem: es sind beides keine Kinder mehr und sie waren auf den falschen Listen!“, erklärte das Christkind aufgeregt. „Aber das ist doch gut so.“, kam es beruhigend von Santa Claus. „Was ist daran gut, wenn alles verrücktspielt?“ – „Es hat schon alles seinen Sinn, vertrau‘ mir.“

Fragend sah das Christkind ihn an.

„Stell‘ dir nur mal vor, beide wären tatsächlich auf der richtigen Liste gewesen – es wäre uns niemals aufgefallen und dann stelle dir mal weiter vor, es wären Kinder gewesen – wir hätten einfach die Listen berichtigt und nichts wäre passiert – aber so musste uns ja die Bedeutung der beiden auffallen.  Wir wissen nun, wer uns helfen kann, wir wissen wo sie sind und wir haben die Möglichkeit Weihnachten wieder zurück zu bringen.“

 

„Das hört sich wirklich logisch an.“, stimmte das Christkind zu. „Weil es eben logisch ist. – Aber wo ist denn nun Weihnachten?“, wollte Santa Claus dann noch wissen.

„Es ist im Internet!“ –„>Internet<? Was ist DAS denn?“, erstaunt hob Santa Claus eine Augenbraue.

„Da werden Daten durch kleine Drähte geschickt und jeder kann irgendwie mit jedem reden. Aber keiner weiß genau wie man da rein kommt, geschweige denn wieder raus kommt.“, schloss das Christkind resigniert. „Und wie seid ihr da drauf gekommen?“, erkundigte sich SantaClaus. „Die Abteilung Moderne hat eine Nachricht von Weihnachten abfangen können. Leider konnten wir selber nicht mit Weihnachten reden.“, erklärte das Christkind.

 

 

„Internet – ich glaube da muss ich mich mal näher mit befassen. Ich habe davon schon auf mehreren Wunschzetteln was gelesen.“, nachdenklich sah Santa Claus vor sich hin. Er sollte sich wirklich mehr mit den Dingen beschäftigen, die er den Kindern als Geschenk brachte.

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