Auf der Suche nach Weihnachten: 11. dezember
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- Geschrieben von Susanne
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11. Eric
Eric stand in der Küche und wartete darauf, dass der Kaffee in die Kanne lief. Nachdenklich rieb er sich den Magen. Er konnte immer noch nicht glauben, was er gestern von den kleinen Elfen gehört hatte. Und wenn es nach ihm ginge, könnte Weihnachten ruhig verschwunden bleiben. Eine rein überflüssige Zeit.
„Du solltest eigentlich keinen Kaffee mehr trinken?“, kam die Stimme von Flerk von hinten. Eric erschrak und drehte sich um. „Hast du mich jetzt erschreckt!“, beschwerte Eric sich. „Das war auch Sinn der Sache.“, erklärte Flerk trocken, ging zur Kaffeemaschine, ergriff die Kanne und schüttete den bereits durchgelaufenen Inhalt in das Spülbecken.
„He! Was soll das?“, rief Eric. „Böse Kinder hören nie!“, erklärte Flerk einfach. Verdattert sah Eric sie an und schüttelte dann ungläubig den Kopf. „Ihr könnt hier nicht einfach auftauchen, mich auf irgendeine komische Liste setzen und dann meine Kaffee wegschütten.“, erklärte er ärgerlich.
Flerk seufzte. Er war auch wirklich schwer von Begriff. Kein Wunder, er war ja ein Erwachsener, mit Kindern gab es nie diese Probleme. Manchmal hasste Flerk ihren Job. „Wir setzen niemanden einfach so auf eine Liste. Die Listen suchen sich die Leute selber aus. Normaler Weise.“, kam es geduldig von John, der nun ebenfalls die Küche betrat.
„Meinetwegen, aber kann ich jetzt bitte in Ruhe meinen Kaffee trinken?“, Eric drehte sich um, holte wieder Kaffeefilter und Kaffepulver heraus, füllte die Kanne und dann die Kaffeemaschine mit Wasser und stellte sie an.
Flerk und John sahen sich an. Dieser Mensch war aber auch zu dickköpfig.
Als Eric dann am Küchentisch saß, mit einer Tasse Kaffee vor sich. Trotzig hatte er weder Zucker noch Milch hineingetan und sogar extra viel Pulver genommen. „Also, was braucht ihr für eine Hilfe?“, wandte er sich an die beiden Weihnachtselfen. „Sehr schön, dass du gleich zur Sache kommst.“, kam es zufrieden von John. Eric hob eine Augenbraue und sah die beiden nur an.
„Wir hatten gestern mit unserem Christkind gesprochen. Anscheinend ist doch etwas mit den Listen passiert, was nicht hätte sein sollen.“, John räusperte sich verlegen. Eric hob die andere Augenbraue.
„Wie schon erwähnt, ist Weihnachten verschwunden, was - so knapp vor Weihnachten - eine Katastrophe ist. Ohne Weihnachten, kein Christkind, keinen Father Christmas, keinen St. Claus, kein Nikolaus und keine Geschenke.
Und gleichzeitig sind zwei Personen auf zwei falschen Listen drauf, die da gar nichts zu suchen haben.“
„Wieso falsch?“, erkundigte sich Eric. „Nun, nicht nur, dass du als Erwachsener auf der Liste bist, du gehörst eigentlich in das Ressort vom Christkind, bist aber bei Father Christmas auf der Liste.“, begann Flerk. „Und dann ist noch Filomena auf der Liste der guten Kinder vom Nikolaus und gehört auch zum Christkind.“, ergänzte John.
„Und wieso? Und wer ist Filomena?“, fragend sah Eric die beiden Weihnachtselfen an. „Wir wissen es nicht, aber wir müssen das gute Kind finden. Dann wird sich alles aufklären.“, schloss Flerk selbstsicher. „Aha! – Und wie finden wir dieses gute Kind?“, skeptisch sah Eric von John zu Flerk. „Wir haben die Adresse!“, Flerk reichte ihm den Kommunikator. „Klar! Ihr habt die Adresse!“, stimmte Eric trocken und sarkastisch zu.
„Und dann ist irgendwie wieder alles ok? Und ihr verschwindet?“, immer noch skeptisch sah Eric die beiden an. „Aber klar! Wenn das gute Kind ins Spiel kommt ist immer alles ok.“, Flerk lächelte strahlend. „Na hoffentlich.“ Eric seufzte schwer.
Dann schraken sie alle zusammen als, an das Küchenfenster geklopft wurde.
