Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde: 10. Gute Freunde
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- Kategorie: Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 08:20
- Geschrieben von Susanne
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Während der Kreis der Kobolde um Kilian und Tristan und Efterding immer enger wurde, vermeinten sie alle aus der Ferne ein Geräusch zu hören.
Jetzt bemerkten es auch die Kobolde. Kobolde sind gar keine so schlechten Kerle. Doch leider verlieren sie immer beim Anblick von Glitzersachen etwas von ihrem Verstand. Nicht, dass sie sonst viel davon hätten. Deswegen dauerte es etwas länger, bis sie das immer näher kommende Geräusch hörten.
Was war es? Es hörte sich wirklich merkwürdig an. Obwohl es auch vertraut klang. Es war eine Mischung aus Bellen und Fauchen. Und als das Geräusch immer näher kam, erkannten Tristan, Kilian, Efterding und die Kobolde langsam im Lichterschein die immer klarer werdenden Umrisse einer Katze und eines Hundes.
„Oscar und Lucky!“ riefen Tristan und Kilian erleichtert.
Aha! Denkt sich jetzt der Leser und damit hat er recht. Die Glasmurmeln befanden sich nicht zufällig in den Taschen von Tristan und Kilian. Es waren Zaubermurmeln. Wenn jemand diese Murmel in der Tasche hatte und diese mit einem intensiven Wunsch umklammert, wird dieser Wunsch war.
Lucky und Oscar wurden durch gerade diese beiden Murmeln gerufen. Beide hatten sich, als die Eltern von Kilian und Tristan sich schlafen gelegt hatten, durch einen Ruf vor den Schrank gelegt, bereit, Ihren beiden jungen Herrchen in der Zauberwelt bei zu stehen. Mama und Papa waren doch sehr verärgert über die sturen Mistviecher, aber sie hatten Oscar und Lucky vor dem Schrank liegen lassen. Sie konnten die beiden einfach nicht beiseite schieben, geschweige denn dazu bewegen, das Schlafzimmer zu verlassen.
Und wie es in Zauberwelten so üblich ist, passieren auch zauberhafte Dinge. Als nämlich Oscar und Lucky die Lichtung erreichten, konnten beide nicht nur bellen und fauchen, sondern auch reden. Na ja, reden konnten beide schon vorher, nur kann man sie in der wirklichen Welt nicht verstehen.
Lucky, schwarz-weiß gefleckt und Zottelmähne, der nun eine recht tiefe Stimme hatte bellte: „Was ist hier los!?!?“ Vor Angst sausten die Kobolde beiseite und versteckten sich hinter den Bäumen, die um die Lichtung standen.
Oscar, geschmeidig wie immer schnurrte sanft aber bestimmt: „ Warte doch erst mal ab, lass sie zu Wort kommen.“ Oscar wusste schon, dass ein ängstlicher Kobold noch schwerer in der Lage ist, sich klar auszudrücken.
Die Kobolde verharrten verängstigt vor dem knurrenden Lucky hinter den Bäumen. Kilian und Tristan sahen sich an. Ihr Blick sprach Bände. Bloß gut, dass die Kobolde nicht wissen, wie lieb und fürsorglich Lucky eigentlich ist. Vor allem wenn man an die Wütattacken, zu denen Oscar in der Lage ist, denkt.
Doch auch dies war den Kobolden nicht bekannt. Denn wie sonst kann man sich erklären, dass sich die Kobolde vertrauensvoll an den sanft schnurrenden Kater wandten.
Der Oberkobold begann mit zitternder Stimme: „Ja also i-i-ich ha-a-a-b doch nnnnur – w-w-wir wollten n-n-nur…die anderen hatten!“ Rüde er wurde von Lucky unterbrochen: „Was willst Du nur?“ „Die Kinder haben sich einfach eingemischt!“ rief der Oberkobold, all seinen Mut zusammen nehmend. Nun, meine jungen Leser wissen wie kindisch so ein Verhalten ist, einfach anderen die Schuld für sein Verhalten zu geben. Tristan und Kilian waren wütend, fühlten sie sich doch durch ihren Gerechtigkeitssinn, der doch gelegentlich zum Vorschein kommt, durch aus im Recht: „ Das müssen wir doch auch!“ „Efterding ist doch unsere Freundin!“ rief Kilian „Eben – und Freunde müssen zusammen halten!“ ergänzte Tristan.

