Leben im Fluß: 10. Befreiung und Rückkehr
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- Kategorie: Leben im Fluß
- Veröffentlicht am Mittwoch, 23. November 2011 08:03
- Geschrieben von Susanne
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Von der ständigen Wucht auf die Wand bröckeln Steine herab. Doch im Eifer des Gefechtes bemerken nur Felt und Rübe die Gefahr. Wenn die Wände einstürzen, kommen sie nicht mehr heraus. Rübe hatte in zwischen den Schlüssel, denn nichts anderes war der blitzende Gegenstand, aus Felts Maul an sich genommen und seine Zellertür aufgesperrt.
Die beiden schwimmen auf den Höhlenausgang zu. Besorgt sehen die beiden zu den Kämpfern zurück. Als plötzlich lautes Getöse ertönt sehen alle erschrocken nach oben. Immer mehr Steine fallen in die Höhe von den Wänden.
„Kommt zu uns!“ rufen Felt und Rübe. Patricia und Peter schwimmen erschrocken auf die Freunde zu. Hannes und Platsch lassen von Oberst Zortek ab, der mit Panik die herabfallenden Steine beobachtet. Der in den Zellengittern gefangene Flusskrebst versucht sich verzweifelt zu befreien und sieht immer mit weit aufgerissenen Augen nach oben. Auch der andere Flusskrebs hält erschrocken inne.
Platsch ergreift den erstarrten Hannes bei der Flosse und zieht ihn in Richtung Höhlenausgang. Peter und Patricia haben Felt und Rübe schon erreicht. Immer mehr und mehr Steine fallen herab. Es rumpelt und polter schrecklich. Erschrocken beobachten die vier, wie sich Platsch mit Hannes durch die herabfallenden Steine den Weg zum Höhlenausgang bahnen.
Oberst Zortek und der eine Flusskrebs haben sich inzwischen auch von ihrem Schock erholt und verfolgen Platsch und Hannes. Und gerade, bevor Oberst Zortek und der Flusskrebs Hannes und Platsch erreichen, können sie, mit den Freunden durch den immer kleiner werdenden Höhlenausgang fliehen. Ein großes Rumpeln ertönt noch zum Schluss und der Oberst und der Flusskrebs sind in der Höhle gefangen, als ein letzter großer Stein den Ausgang verschließt.
Erleichtert atmen Patricia, Peter, Rübe, Felt, Platsch und Hannes auf. Rübe und Patricia fallen sich in die Arme. Hinter dem verschlossenen Ausgang hören die Freunde Oberst Zortek fluchen und schimpfen. Peter und Patricia sehen sich an. Irgendwie tut den beiden der Flusskrebs leid.
„Wir haben es geschafft!“ jubelt Felt und springt im Wasser hin und her. „Das war ja klar!“ kommt es von Platsch. Er hatte an dem erfolgreichen Abschluss der Mission nie einen Zweifel gehabt.
„Wie bist du überhaupt aus der Zelle gekommen?“ fragt Peter Rübe. „Felt hatte den Schlüssel und so konnten wir die Zelle aufsperren und ich konnte raus schwimmen. Ihr hatte ja die anderen abgelenkt.“ erklärte Rübe. Platsch schlug mit einer Flosse heftig auf Felts Rücken, der dadurch beinahe gegen die Wand geschleudert wurde und meinte stolz: „Da bist du ja ein richtiger Held!“ Felt wurde sogar etwas rot. „Danke Felt! Das war furchtbar mutig von dir!“ rief Patricia begeistert und umarmt den scheuen Zander, der gar nicht weiß wo er hinschauen soll. „Ich unterbreche eure Freude nur ungern, aber wir sollten schleunigst von hier verschwinden. Es gibt hier ja noch mehr Flusskrebse.“ wagt Peter zu bedenken. Hannes nickte. „Du hast recht.“ sagt Patricia und sie macht sich mit Rübe und den Fischen auf den Weg aus dem Höhlenlabyrinth von Master Bleck heraus zu kommen.
Die Fische bringen Rübe und Patricia dorthin, wo Peter sie zum ersten Mal getroffen hatte. Patricia umarmt alle Fische noch einmal zum Abschied. „Kommt doch mal wieder vorbei? Normal ist es hier sehr ruhig.“ erklärte Peter. Hannes nickte und auch Felt sieht die beiden bittend an. „Es ist mal was anderes.“
Rüber und Patricia sehen sich an. „Warum nicht!“ erklärt sie und lächelt. Dann entsteigen Patricia und Rübe den Fluss und sind wieder im Wald.
„Oh jeh!“ ruft Patricia. „Ich bin ja ganz nass! So kann ich nicht nach Hause kommen.“ Rüber schüttelt den Kopf. Auch er ist sehr nass.
Gut, dass es relativ warm ist und Rübe und Patricia trocknen schnell.
Trocken und zufrieden kehren sie nach Hause zurück. Natürlich vergisst sie nicht, dass sie eigentlich Zimmerarrest hat und schleicht sich mit Rübe durch das Fenster in ihr Zimmer.
Erleichtert fallen die beiden aufs Bett. Das war vielleicht ein Abenteuer. Aber Patricia und Rübe freuen sich schon sehr auf ein Wiedersehen mit ihren neuen Freunden.
„Patricia!“ ruft Mama. Das Mädchen seufzt. Dann haben sie sich wohl für eine Strafe entschieden. „Ja – was gibt’s?“ – „Wir wollen essen und du hast Papa was zu sagen!“ erklärte Mama bestimmt.
Also geht Patricia nach unten. Papa ist gar nicht so böse, wie sie befürchtet hatte. Natürlich schimpft er sie, aber als Mama erzählt, dass die Versicherung die Scheibe bezahlt – weil sie Papas Tochter ist, ist natürlich sehr froh. Sie weiß ja, wie sehr Väter an ihren Autos hängen.
Ende

