That is love Teil 1.9

Teil 1.9

 

 

 

 

„Hallo?“, eine Frauenstimme meldete sich

 

„Sonja?“, fragte Patrick

 

„Nein – hier ist Melanie – eine Freundin – wer ist denn da?“

 

„Hier ist Patrick – was machst du denn da?“

 

„Ich telefoniere!“, sie grinste. Er hörte es.

 

„Stimmt!“, auch er musste grinsen.

 

„Wer bist Du?“, fragte sie. Im Hintergrund hörte er eine andere weibliche Stimme fragen wer denn dran wäre.  Melanie antwortete ihr.

 

„Hallo Patrick, was willst DU?“, das war Sonja. Sie hatte Melanie das Telefon aus der Hand genommen. „Weißt Du wie spät es ist?“

 

„Ja ich weiß es – aber ich glaube Dein Mann wusste es nicht, als er vorhin bei mir aufgekreuzt ist.“

 

„Ben? – Woher…? Weißt Du wo er ist? Wie geht es ihm?“ Patrick meinte so etwas wie Besorgnis, wenn nicht sogar Panik, aus Sonjas Stimme zu hören.

 

„Ja – er liegt gerade besoffen in meinem Bett.“

 

„ Besoffen? – Geht es ihm gut?“

 

„Den Umständen entsprechend. Sonja – was ist zwischen Euch vorgefallen?“ Seine Stimme klang so freundlich besorgt. Sonja fühlte sich richtig wohl. Natürlich galt die Sorge nicht ihr, sondern Ben. Hätte sie ja nie gedacht, dass sie sich im Gespräch mit einem von Bens Freunden wohl fühlen könnte, und schon gar nicht mit Patrick. Sie hatten sich eigentlich nie so richtig kennengelernt. Bens Männerfreundschaften waren ein großes Geheimnis in ihrer Beziehung. Ebenso wie ihre Freunde für Ben.

 

„Wir hatten Streit – einen ganz schlimmen und es ging noch nicht mal um was Wichtiges – aber …“

 

„Aber ‚was‘?“, kam es gleichzeitig von Patrick und Melanie.

 

„Wir haben uns richtig angebrüllt – ich kenn das gar nicht von mir – und schon gar nicht von Ben und dann plötzlich kam er auf mich zu und ich bin halt ausgewichen und dann – wurde er still und ist einfach gegangen. Weißt du was?“

 

„ Ich weiß es nicht! Wir konnten leider noch nicht sprechen – er war etwas gehandikapt.“ Patrick räusperte sich. Und dachte nach, wie er am besten mit Sonja sprechen konnte.

 

„Patrick? Bist zu noch da?“

 

„Ja – was willst du jetzt machen?“

 

„Ich weiß es nicht.“, flüsterte Sonja. „Aber danke, dass du mir Bescheid gesagt hast wo Ben ist.“

 

„Jederzeit wieder. – Sonja – egal was momentan zwischen euch ist: sei nicht böse auf ihn. Ich glaube es tut ihm schon leid, dass er gebrüllt hat…klär es mit ihm“

 

„Mir auch…aber wie – ich glaube ich trau mich nicht.“, Sonja seufzt. Aus dem Hintergrund kam Melanies Stimme: „Ihr müsst!“ – „Aber schon morgen …?“ – „JA morgen!“, kam es bestimmt von Melanie. Patrick hatte alles mitgehört.

 

„Tschüss – ich sag ihm,  er soll sich morgen bei dir melden, damit ihr es klären könnt. Ok?“

 

„Ok. – und  Patrick…“

 

„Ja?“

 

„Danke dass du dich um ihn kümmerst.“

 

„Sicher – er ist mein Freund. Aber erwarte seinen Anruf nicht zu früh.“ Patrick musste grinsen

 

„Ha – dem wird sein Kopf dröhnen!“, das rief Melanie aus dem Hintergrund. „Jeder wie er’s verdient.“

 

Auch  Sonja musste grinsen.

 

 

Beide legten auf.

 

 

 

 

„Was willst du Ben sagen, wenn er morgen anruft?“, wollte Melanie wissen. „Ich hoffe Du wirst nicht zu schnell einlenken, weil dann seid ihr schneller wieder im alten Fahrwasser als ihr ‚hallo‘ sagen könnt.“

 

Sonja seufzte. „Ich weiß es nicht! – Eigentlich bin ich wütend auf ihn – aber…!“, flehentlich sah sie Melanie an.

 

„Aber was?“

 

„ Du hättest seinen Blick sehen sollen! So – verzweifelt – vielleicht ist ihm unser Streit so richtig bewusst geworden und …es tut ihm bestimmt leid. Ben ist kein Mann der gerne streitet.

 

„Meine Süße“, Melanie gab Sonja einen Kuss auf die Stirn. Sie grinste.

 

„Was?“

 

„Du liebst ihn!“ Melanie lachte.

 

Sonja sah sie erstaunt an. JA – sie liebte ihn noch. Nicht so schwärmerisch wie am Anfang ihrer Beziehung. Aber sie liebte ihn. Deswegen verletzte sie ja seine geistige Abwesenheit so sehr. Sie wollte die wichtigste Person in seinem Leben sein. Ihre Augen begannen zu strahlen. Oh ja, sie würde sich morgen entschuldigen und ihm sagen, dass sie ihre Beziehung halten wollte. Dann kam ihr ein Gedanke und das Lächeln verschwand.

 

„Was mach ich, wenn er mich gar nicht mehr will?“

 

„Dann ist er selber schuld.“

 

„Nein – sag‘ doch? Was mach ich denn dann?“

 

„Sonja – du glaubst doch nicht wirklich, dass Ben alles gleichgültig ist? – Kein Mann besäuft sich so, wie Patrick es beschrieben hat, wenn ihm alles egal ist.“

 

„Nicht?“, das klang  hoffnungsvoll.

 

„Nein! – Ein Mann besäuft sich, wenn er will, dass ihm alles egal ist, ihm aber nicht alles egal ist.“ Weise sah Melanie sie an.

 

Sonja musste lachen. „Du hast sicher recht!“

 

„Klar habe ich recht. Ich kenn mich aus mit den Männern.“ Sie grinste. „Deswegen bist du ja verheiratet und ich nicht. Ich halte lieber gleich Sicherheitsabstand.“

 

„Na ja, aber nur bis zum Treffen mit dem sagenhaften PrinceCharming.“

 

„Nobody is perfect!“

 

Melanie ergriff ihr Glas Wein, welches noch zwischen ihr und Sonja auf dem Couchtisch stand, zwinkerte  und prostete ihr zu.

Ein Gedanke zu „That is love Teil 1.9

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