Archiv für den Monat: Februar 2016

That is love Teil 1.12

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Teil  1.12

Rrrrrring! Rrrrrinng!

„Hallo?“

 

„Hallo Sonja!“

 

„Ben?“

 

„Hrem, ja.“

 

„Wie geht es Dir? Patrick meinte, Du hättest etwas zu viel getrunken“ Ben konnte es nicht glauben, er hörte so etwas wie Besorgnis in Sonjas Stimme.

 

„Ben?“

 

„Ja“, er räusperte sich „es geht mir gut. Kopfschmerzen halt. – Wie geht es Dir?“

 

„Ben!“

 

„Ja?“

 

„Was war gestern los?“

 

„Ben! Sprich mit mir!“

 

„Willst Du es denn noch?“, fragte er zögernd.

Sonja seufzte. Wieso war er denn nur so stur und verschlossen?

 

„Es tut mir leid!“, das war Sonja. Ben konnte es nicht glauben. SIE entschuldigte sich bei ihm? Dabei …

 

„Nein! Mir tut es leid! Ich wollte Dich nicht erschrecken.“ Heisere Stimme. „Ich werde Dich auch nie wieder anfassen, glaub mir! Bitte! – Autsch!“ Ben hatte sich ruckartig aufgesetzt und so ganz hat das Wundermittel von Patrick wohl doch noch nicht gewirkt, ein Schmerz durchfuhr seinen Schädel und er musste sich zurück lehnen.

 

„Ben! Was ist los?“ Sonja war erschrocken. Ben hatte Schmerzen.

 

„Es war wohl doch etwas zu viel Wodka?“ Ben hatte die Augen geschlossen

 

Sonja kicherte erleichtert. „Du bist nicht mehr der Jüngste!“

 

„Danke!“, er lächelte.

 

Beide schwiegen.

 

„Sonja?“

 

„Ja?“, hoffnungsvoll.

 

„Meinst Du, Du könntest –also wenn ich verspreche – ich meine ich…“

„Ja?“

 

Ben räusperte sich. Sonja wartete gespannt, den Hörer fest an ihr Ohr gepresst.

 

„ Ich möchte zurück!“

 

Sonja strahlte. „Einer davon ist ein Drache und keiner weiß es, und dann isst er sie alle auf“

03.07.10

„Was?!“ Ben war verwirrt.

 

„JA, die alte Geschichte –weißt du noch?“

 

Ben lachte heiser auf. Jenes kleine Theaterstück auf der Kirmes. Sonja war mit einer ihrer zahlreichen Cousinen bzw. Tochter einer Cousine dort um ins Kasperletheater zu gehen. Ben hatte sie gesehen und sie hatte ihm gleich so gut gefallen, dass er auch mit reinging – ohne Kind. Er und Sonja hatten sich sehr amüsiert und bei eben diesem Satz hat Ben Sonja gefragt ob sie mit ihm ausgehen würde. Und dann war es bei ihnen am Anfang so, dass sie, statt der Frage „Wollen wir uns treffen?“, gesagt hatten „Einer davon ist ein Drache und keiner weiß es, und dann ist er sie alle auf“.

 

„Ja, ich würde gerne mit Dir ausgehen.“ Ben grinste.

 

„Wann kommst  Du?“

 

„Jetzt gleich?“

 

„Ja!“

 

„Sonja?“

 

„Ja?“

 

Ben räusperte sich.

 

Sonja wartete, den Hörer ans Ohr gepresst.

 

„Ich – also, Du weißt ja, – ich hatte – wir hatten lange nicht mit einander geredet – also ich wollte trotzdem, dass  Du weißt-“, Ben brach ab und holte tief Luft.

 

„Ben?“

 

„Ja?“

 

„Ich liebe Dich!“, leise weibliche Stimme

 

„Ich Dich auch!“, sehr leise männliche Stimme.

 

Ben sprang aus dem Bett und in seine Hose und wie der Blitz an einem verwunderten Patrick vorbei.

– soweit es seine körperliche Verfassung nach dem gestrigen Abend zuließ.

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Im Chat:

 

Misty: Hallo alle miteinander! Da sind wir ja alle wieder beinander!

 

Kolibri: Hallo *g*

 

 

Naschkatze: Na Kolibri und Nickname – wie läuft es an der Partnerfront?

 

Nickname: Hervorragend!

 

Kolibri: Kann dem nur zustimmen – wir haben uns ausgesprochen

 

PrinceCharming666: Das freut mich – Nickname: ich will dann später noch Details hören *schmutzigesgrinsen*

 

Nickname: Hey Kumpel, tut mir leid – es geht hier immerhin um meine Frau

 

Naschkatze und Misty: Seufz!!!!!

 

Kolibri: Nickname – Du bist ja ein Gentlemen-Charmeur?

 

Nickname: Kann dem nur zustimmen.

 

Misty: Freu mich für Euch beide, bzw. auch für Eure Partner!

 

Kolibri:  Misty – ja der freut sich auch *g*

 

Naschkatze: dann wird es Euch freuen zu hören, dass MisterX und ich ebenfalls in die Riege der Paare aufgenommen wurden J

 

Kolibri: Ich glaube ich sprech für alle – herzlichen Glückwunsch!

 

PrinceCharming666: So, ich hab noch was vor Kinder – bis bald!

 

Misty: schließe mich an

 

 

Naschkatze: schließe mich ebenfalls an, muss morgen früh raus, genießt Euer Leben J – auf in die nächste Woche *g*

  

Nickname: Ich freu mich ehrlich für Dich Kolibri! Es ist schön, wenn man den Partner wieder versteht.

 

Kolibri: Ja – dito. Wir wollen endlich mal wieder alte Traditionen aufleben lassen.

 

Nickname: Wir haben sie schon aufleben lassen *g*

 

Kolibri: Na na na! Reden wir gerade von Deiner Frau *smile*?

 

Nickname: Ja, wir gehen auf eine Kirmes und sehen uns ein Kasperltheaterstück an, aber davon weiß sie noch nichts.

 

Kolibri: wie romantisch!?

 

Nickname: Ja, da hatten wir uns kennengelernt und ich hatte sie gefragt ob sie mit mir ausgeht.

 

Kolibri: Ein erwachsener Mann geht in ein Kasperletheater?

 

Nickname: Warum nicht? – Ich hatte die Frau meiner Träume getroffen und sie ging mit irgendeiner Cousine – Nichte –  davon die Tochter was auch immer rein – da muss ein Mann tun, was ein Mann tun muss *g*

 

Nickname: Kolibri?

 

Kolibri: Einer davon ist ein Drache und keiner weiß es, und dann isst er sie alle auf?

 

Nickname. Was? – Woher?

 

Nickname: Sonja?

 

Kolibri: Ben!

               

That is love Teil 1.11

Teil 1.11

„Wann wird er anrufen?“ Sonja saß mit Melanie beim Frühstücken.

 

„Na allzu bald wahrscheinlich nicht, wenn Patrick Bens Zustand gestern richtig beschreiben hatte!“

 

„Und wenn er nun doch nicht anruft?“

 

„Dann rufst Du ihn an!“

 

„Nein – dass kann ich nicht!“ Sonja war entsetzt.

 

Melanie seufzt. „ Dann ruf ich ihn an!“

 

„Dann kommt er nie zu mir zurück!“ Sonja war verzweifelt

 

„ Na so sehr wird er mich schon nicht hassen!“ Melanie lachte. „Komm schon – lass ihn doch mal seinen Kopf wieder ins Reine bekommen und dann wird er sich schon melden.“

 

„Aber er hat ja gar kein Handy dabei. Fünf Handys hat er, aber die liegen alle hier!“, fiel Sonja ein.

 

„Patrick hat auch ein Telefon, weißt Du!“ Melanie sprach sehr vorsichtig mit einem amüsiertem Lächeln auf Sonja ein.

 

„Ja?“

 

„Ja! – Von dem hat er uns heute Nacht angerufen – erinnerst Du dich?“ Melanie konnte ein breiteres Grinsen nicht verbergen.

 

Sonja wurde leicht rot. Sie stellte sich aber schon doof an.

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Während Sonja und Melanie noch darüber diskutierten, ob Ben nun anrufen würde und wann und was wäre wenn er sauer wäre und und und, lag Ben immer noch unter der Decke und wollte am liebsten gar nicht mehr aufstehen. Einfach nur unter der Decke liegen bleiben. Er überlegte gerade, wie er es sich häuslich einrichten könnte, aber leider – er kannte Patrick – hatte dieser ihm wohl seine Geheimwaffe gegen die körperlichen Folgebeeinträchtigungen nach zu viel Alkohol eingeflößt. Es ging ihm schon wieder besser – körperlich zumindest. Und eigentlich tat ihm schon der Rücken weh vom langen Liegen. Er hörte wie die Tür aufging. Leise stöhnte er auf.

 

„Das wird Dir auch  nichts nutzen – jetzt wird geredet. Dir muss es jetzt wieder gut gehen!“

 

„Leider!“ Ben setzte sich auf. Die Decke noch über ihn.

 

Patrick musste lachen. Ben benahm sich aber auch zu kindisch. „Komm Alter! – So schlimm wird’s schon nicht gewesen sein.“

 

Ben kam langsam unter der Decke hervor und setzte sich auf. Er sah Patrick nur an. Patrick seufzte. „Du weißt, Du musst reden, wenn schon nicht mit mir, dann mit Sonja! So soll es nicht enden.“

 

„Ich will nicht dass es endet.“ Ganz leise Stimme.

 

„Dann rede mit ihr.“

 

„Wenn ich mit ihr rede ist es vorbei.“ Ben sah nach unten.

 

„Im Gegenteil!“ Patrick wurde langsam wütend. Wie kann sich ein einzelner erwachsener Mensch nur so in Selbstmitleid suhlen. „Wenn du nicht mit ihr sprichst, dann ist es ganz sicher vorbei.“

Ben sah Patrick mit leichter Hoffnung an. „Ich glaube  nicht, dass Sonja mit mir reden will und …“

 

„Natürlich will sie es! Sie wartet auf deinen Anruf. Sie weiß nämlich leider nicht was mit dir los ist! – Ich weiß es übrigens auch nicht. Gut ihr habt Euch gestritten! Gut, sie hat dir nicht genau gesagt, dass sie das Haus nicht will und viel Kontakt hattet ihr in letzter Zeit nicht – aber deswegen hat sie noch lange keinen Grund dich aus ihrem Leben zu streichen.“

 

„Ich wollte sie schütteln.“  Patrick musste sich vorbeugen, um Ben zu verstehen. „ Ich wollte sie schütteln. Hätte sie mir nicht gesagt ich solle sie nicht anfassen … ich weiß nicht, was ich dann getan hätte!“

 

„Nichts hättest du getan!“, erklärte Patrick bestimmt

 

Ben sah ihn nur an. Patrick stöhnte. „Von Vater haben sie es auch alle behauptet!  Und was war?“ Ben schauderte bei der Erinnerung, wie sein Vater immer seine Mutter verprügelt hatte. Er hatte sich damals geschworen, so würde er seine Frau nicht behandeln. Eher würde er sich nie streiten und jetzt war er kurz davor gewesen Sonja in Wut anzufassen. Und wahrscheinlich gar nicht mal so sanft.

 

„Du bist nicht so! – Du hast sie ja nicht angefasst!“

 

„Ach ja? – Aber sie hatte Angst? Ich hab’s in ihren Augen gesehen! Und beinahe hätte ich!“

 

„Nein, hättest Du natürlich nicht! Du warst wütend und leider, mein Freund, Du gestattest es Dir nicht sehr oft und Sonja war wahrscheinlich überrascht.“

 

Ben sah auf die Decke. Er war immer noch im Bett. Patrick warf ihm eines seiner schnurlosen Telefone aufs Bett. „Ruf sie an! Und klär es mit ihr!“

That is love Teil 1.10

Teil 1.10

Er lag nicht in seinem Bett! War das erste was Ben bemerkte als der die Augen öffnete. Das Licht kam von der falschen Seite. Insofern überhaupt kein Licht einfallen dürfte. Er schlief doch immer mit absolut abgedunkelten Fenstern. Das zweite was Ben wahrnahm war das extreme Hämmern in seinem Schädel. Er richtete sich auf, nur um es gleich zu bereuen als ihn ein noch schlimmerer Schmerz  seinen Kopf durchbohrte und ihn aufstöhnen lies.

 

„Na Kumpel? – Wir sind wohl nicht mehr der Jüngste?!“, ein grinsender Patrick reichte ihm ein großes Glas mit einer roten Flüssigkeit. Ben meinte fast so etwas wie Schadenfreude auf dem Antlitz seines Freundes ausmachen zu können.

 

„Mein Gott! – Nicht so laut! was ist passiert? Ist ein Haus über mich eingebrochen?“, er flüsterte.

 

„Ein Haus nicht aber du hast dir den Kopf an einer Whiskeyflaschen gestoßen, oder an mehreren –denke ich, wenn man deinen Erzählungen gestern glauben darf.“ Patrick setzte sich aufs Bett. Ben zuckte zusammen. Nahm das Glas und nippte daran.

 

„Uaagg!“, entsetzt sah er erst das Glas und den Inhalt und dann Patrick an. „Willst du mich vergiften?“, er wurde lauter. Patrick erkannte an Bens Grimasse, dass dieser seinen „Aufstand“ schon gleich wieder bereute. Er ergriff Bens Hand mit dem Glas und führte diese wieder zu seinem Mund.

 

„Trink! – Das hilft gegen die Vergiftung!“ Patrick konnte immer noch nicht sein Grinsen verkneifen.

 

Ben lehnte sich zurück und leerte in kleinen Schlucken sehr sehr sehr langsam das Glas.

 

„Und? Geht es besser?“, wollte Patrick wissen.

 

„Da hast du noch mal Glück gehabt!“, Ben grummelte. „Was mach ich eigentlich hier?“

 

„Das wollte ich eigentlich dich fragen.“

 

Ben stütze seinen Kopf mit der Hand ab und rieb sich die Stirn. Das letzte an das er sich erinnerte war der schiefe Turm von Pisa, zumindest wusste er noch, dass er davon erzählt hatte. Er erzählte das auch Patrick, der daraufhin in Erheiterungsstürme ausbrach.

 

„Nein, davor!“, Patrick lachte.

 

„Kannst Du auch etwas leiser fröhlich sein?“ Ben schloss die Augen und versuchte sich weiter in die Kissen zurück zu lehnen. „Ist mir schlecht!“

 

„Das geschieht dir recht.“ Patrick zeigte kein Mitleid „Der ‚schiefe Turm‘ warst du.“

 

Ben riss die Augen auf. Erstaunt.

 

„Ich weiß nur, dass du gestern – wohl eher heute um 2 Uhr nachts – bei mir volltrunken geklingelt hattest und als ich Sonja angerufen hatte sie völlig außer sich vor Sorge war.“ Gut, das war nicht ganz die Wahrheit aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel, dachte sich Patrick.

 

„Aber sicher doch!“ Ben glaubte ihm nicht.

 

„Wieso  nicht? – Du bist ihr Mann.“

 

„Ja das bin ich wohl – doch ich glaube nicht, dass sie es noch will!“ Ben sah auf die Finger seiner rechten Hand und sein Blick blieb an den kleinen weißgoldenen Ring hängen.

 

Und mehr bekam Patrick nicht aus Ben heraus. Mit der Begründung ihm sei wahnsinnig schlecht und würde gerne noch etwas schlafen schloss er die Augen und entzog sich so einer Diskussion.

„Gut!“, meinte Patrick, „Erhol dich, aber später reden wir darüber und dann wirst Du Sonja anrufen.“ Ben zog sich die Decke über den Kopf und grunzte unbestimmt vor sich hin. Patrick wertete dies als Zustimmung. Er wusste, wann Widerworte bei Ben zwecklos waren. Aber er war nicht umsonst sein längster Freund – Patrick war zuversichtlich und hatte schon immer alles aus Ben herausbekommen, was er wissen wollte.

 

Während das rote Zeug anscheinend zu wirken begann funktionierte Bens  Erinnerung wieder. Was ihn noch mehr in seinem Entschluss bestärkte am besten für den Rest seines Lebens im Bett zu bleiben. Genau so, wie Sonja ihn angesehen hatte, hatte seine Mutter immer seinen Vater angesehen, kurz bevor er ausgerastet ist.

That is love Teil 1.9

Teil 1.9

 

 

 

 

„Hallo?“, eine Frauenstimme meldete sich

 

„Sonja?“, fragte Patrick

 

„Nein – hier ist Melanie – eine Freundin – wer ist denn da?“

 

„Hier ist Patrick – was machst du denn da?“

 

„Ich telefoniere!“, sie grinste. Er hörte es.

 

„Stimmt!“, auch er musste grinsen.

 

„Wer bist Du?“, fragte sie. Im Hintergrund hörte er eine andere weibliche Stimme fragen wer denn dran wäre.  Melanie antwortete ihr.

 

„Hallo Patrick, was willst DU?“, das war Sonja. Sie hatte Melanie das Telefon aus der Hand genommen. „Weißt Du wie spät es ist?“

 

„Ja ich weiß es – aber ich glaube Dein Mann wusste es nicht, als er vorhin bei mir aufgekreuzt ist.“

 

„Ben? – Woher…? Weißt Du wo er ist? Wie geht es ihm?“ Patrick meinte so etwas wie Besorgnis, wenn nicht sogar Panik, aus Sonjas Stimme zu hören.

 

„Ja – er liegt gerade besoffen in meinem Bett.“

 

„ Besoffen? – Geht es ihm gut?“

 

„Den Umständen entsprechend. Sonja – was ist zwischen Euch vorgefallen?“ Seine Stimme klang so freundlich besorgt. Sonja fühlte sich richtig wohl. Natürlich galt die Sorge nicht ihr, sondern Ben. Hätte sie ja nie gedacht, dass sie sich im Gespräch mit einem von Bens Freunden wohl fühlen könnte, und schon gar nicht mit Patrick. Sie hatten sich eigentlich nie so richtig kennengelernt. Bens Männerfreundschaften waren ein großes Geheimnis in ihrer Beziehung. Ebenso wie ihre Freunde für Ben.

 

„Wir hatten Streit – einen ganz schlimmen und es ging noch nicht mal um was Wichtiges – aber …“

 

„Aber ‚was‘?“, kam es gleichzeitig von Patrick und Melanie.

 

„Wir haben uns richtig angebrüllt – ich kenn das gar nicht von mir – und schon gar nicht von Ben und dann plötzlich kam er auf mich zu und ich bin halt ausgewichen und dann – wurde er still und ist einfach gegangen. Weißt du was?“

 

„ Ich weiß es nicht! Wir konnten leider noch nicht sprechen – er war etwas gehandikapt.“ Patrick räusperte sich. Und dachte nach, wie er am besten mit Sonja sprechen konnte.

 

„Patrick? Bist zu noch da?“

 

„Ja – was willst du jetzt machen?“

 

„Ich weiß es nicht.“, flüsterte Sonja. „Aber danke, dass du mir Bescheid gesagt hast wo Ben ist.“

 

„Jederzeit wieder. – Sonja – egal was momentan zwischen euch ist: sei nicht böse auf ihn. Ich glaube es tut ihm schon leid, dass er gebrüllt hat…klär es mit ihm“

 

„Mir auch…aber wie – ich glaube ich trau mich nicht.“, Sonja seufzt. Aus dem Hintergrund kam Melanies Stimme: „Ihr müsst!“ – „Aber schon morgen …?“ – „JA morgen!“, kam es bestimmt von Melanie. Patrick hatte alles mitgehört.

 

„Tschüss – ich sag ihm,  er soll sich morgen bei dir melden, damit ihr es klären könnt. Ok?“

 

„Ok. – und  Patrick…“

 

„Ja?“

 

„Danke dass du dich um ihn kümmerst.“

 

„Sicher – er ist mein Freund. Aber erwarte seinen Anruf nicht zu früh.“ Patrick musste grinsen

 

„Ha – dem wird sein Kopf dröhnen!“, das rief Melanie aus dem Hintergrund. „Jeder wie er’s verdient.“

 

Auch  Sonja musste grinsen.

 

 

Beide legten auf.

 

 

 

 

„Was willst du Ben sagen, wenn er morgen anruft?“, wollte Melanie wissen. „Ich hoffe Du wirst nicht zu schnell einlenken, weil dann seid ihr schneller wieder im alten Fahrwasser als ihr ‚hallo‘ sagen könnt.“

 

Sonja seufzte. „Ich weiß es nicht! – Eigentlich bin ich wütend auf ihn – aber…!“, flehentlich sah sie Melanie an.

 

„Aber was?“

 

„ Du hättest seinen Blick sehen sollen! So – verzweifelt – vielleicht ist ihm unser Streit so richtig bewusst geworden und …es tut ihm bestimmt leid. Ben ist kein Mann der gerne streitet.

 

„Meine Süße“, Melanie gab Sonja einen Kuss auf die Stirn. Sie grinste.

 

„Was?“

 

„Du liebst ihn!“ Melanie lachte.

 

Sonja sah sie erstaunt an. JA – sie liebte ihn noch. Nicht so schwärmerisch wie am Anfang ihrer Beziehung. Aber sie liebte ihn. Deswegen verletzte sie ja seine geistige Abwesenheit so sehr. Sie wollte die wichtigste Person in seinem Leben sein. Ihre Augen begannen zu strahlen. Oh ja, sie würde sich morgen entschuldigen und ihm sagen, dass sie ihre Beziehung halten wollte. Dann kam ihr ein Gedanke und das Lächeln verschwand.

 

„Was mach ich, wenn er mich gar nicht mehr will?“

 

„Dann ist er selber schuld.“

 

„Nein – sag‘ doch? Was mach ich denn dann?“

 

„Sonja – du glaubst doch nicht wirklich, dass Ben alles gleichgültig ist? – Kein Mann besäuft sich so, wie Patrick es beschrieben hat, wenn ihm alles egal ist.“

 

„Nicht?“, das klang  hoffnungsvoll.

 

„Nein! – Ein Mann besäuft sich, wenn er will, dass ihm alles egal ist, ihm aber nicht alles egal ist.“ Weise sah Melanie sie an.

 

Sonja musste lachen. „Du hast sicher recht!“

 

„Klar habe ich recht. Ich kenn mich aus mit den Männern.“ Sie grinste. „Deswegen bist du ja verheiratet und ich nicht. Ich halte lieber gleich Sicherheitsabstand.“

 

„Na ja, aber nur bis zum Treffen mit dem sagenhaften PrinceCharming.“

 

„Nobody is perfect!“

 

Melanie ergriff ihr Glas Wein, welches noch zwischen ihr und Sonja auf dem Couchtisch stand, zwinkerte  und prostete ihr zu.