Archiv für den Monat: Januar 2016

That is love 1.8

Teil 1.8

„Ja hallo?“, kam es verschlafen von Melanie

 

„Melanie, ich bin’s!“

 

„Sonja? Liebe? Was ist passiert?“ Melanie setzte sich alarmiert in ihrem Bett auf.

 

„Wir hatten einen furchtbaren Streit!“ Sonja schnäuzte sich.

 

„Weinst Du?“

 

„Ja!“ Sonja wimmerte.

 

„Was ist passiert? Soll ich vorbei kommen?“

 

„Sonja – Süße!? Sag was?“

 

„Bitte komm!“

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Patrick lag bereits im Tiefschlaf als es  an seiner Tür Sturm klingelte. Verschlafen sah er auf den Wecker: 2 UHR!! Derjenige, der da klingelte hatte besser eine verdammt gute Erklärung.

 

„ Verdammt! Ich komm‘ ja schon!“ Mit Bademantel und Gesundheitslatschen schlurfte Patrick zur Tür. Drückte den Summer und öffnete die Wohnungstür. Polternd und laut kam die Person in den dritten Stock.

 

„Ben?!“ Patrick war entsetzt. Ben war kreideweiß, die Augen blutunterlaufen, schwankend. Patrick sprang ihm entgegen als er über die letzte Stufe stolperte. Wich dann leicht wieder zurück.

 

„Puhh! Du stinkst! – Wo kommst du denn her?“

 

„Weissdu  – ich weissnichmehr  – Danke!“, sagte Ben als Patrick in stützend in seine Wohnung brachte.

 

Patrick führte Ben ins Badezimmer und setzte ihn auf den Toilettensitz. Ben fiel gleich zur Seite, was aber nicht weiter schlimm war,  da Patricks Badezimmer sehr klein war und die Wand gerade mal 10 cm entfernt.

 

„Weiß Sonja wo Du bist?“

 

„Hrmbf! – Nö!“

 

„Ich ruf sie an!“

 

„Wieso? Dieschläftschon – jawoll!“

 

Patrick schüttelte den Kopf.

 

„Ichbinderschiefeturmvonpisa! – Armer Turm, so schief so schief! – Weissdu wie so ein Turm sich fühlt?“, Ben stand auf. Schwankte und Patrick stützte ihn wieder.

 

„Nein“

 

„Total schief!“, lallte Ben und grinste während er  mit dem Zeigefinger an Patricks  Brust tippte. Er führte Ben wieder auf den Toilettensitz zurück, der sofort wieder schief gegen die Wand fiel.

„Bleib sitzen, Ben! – Ich hol dir was zu trinken.“

Patrick brachte Ben ein großes Glas Wasser. Ben trank es aus und schüttelte sich.

„Wasser mein Freund! – Du bist wirklich mein Freund – aber ein Wiskywärmirliba!“ Ben grinste.

 

„Meinst Du nicht, dass Du schon genug Whisky in Dir hast?“, gab Patrick trocken zurück. Ben schüttelte den Kopf. Hätte er wohl besser nicht getan, denn da:

 

„Ich glaub mir wird schlecht!“  Patrick half Ben den Kopf übers Waschbecken zu halten. „Das ist wirklich der Vorteil an einem kleinen Bad. Man kann problemlos vom Klo ins Waschbecken kotzen.“, stellte Ben fest. Patrick hievte Ben unter die Dusche und drehte den Hahn auf.

 

„Schpinst Du! Es ist kalt!“

 

„Dann kommst Du wieder zur Besinnung! Mensch Ben! Du warst das letzte Mal bei Deinem Abschluss so besoffen!“

 

„Kalt! Sie ist genauso kalt!“, winselte Ben.

 

„Wer? Sonja?“

 

Ben nickte. „Ich war so sauer!“ Ben sah in seinen Schoß „Und sie sah mich so an …so- die Erde dreht sich – weissdu?“

 

„DAS kann ich mir vorstellen – wär ja schlimm wenn sie sich nicht mehr drehen würde!“, kommentierte Patrick trocken den Themenwechsel.

 

„Mein Freund – Du bist weise!“, stellte Ben fest. „Endlich siehst du es ein!“, Patrick grinste.

 

Dann war er still. Patrick hievte seinen Freund wieder aus der Wanne, abtrocknen konnte sich Ben selber aber der Weg vom Bad zum Bett in einen von Patricks Schlafanzügen war wieder schwer.  „Keine Wand zum abstützen.“, murmelte Ben und schüttelte den Kopf.

„Ja, man kann nicht immer überall Wände haben.“

 

„Manche Menschen haben nur Wände um sich – da rennt man sich den Schädel ein. Und die Wunde ist ihnen ganz egal – jawoll!“

 

„ Leg Dich jetzt hin und schlaf!“

 

„Du bist ein echt guter Kumpel!“ Ben drehte sich auf die Seite und schlief ein.

Patrick verließ sein Schlafzimmer, schloss die Tür und setzte sich auf die Couch im Wohnzimmer und nahm das Telefon in die Hand.

That is love Teil 1.7

Teil 1.7

„Was glaubst Du denn? Meinst DU ich habe immer wieder zu meinem Vergnügen gefragt, ob wir es wirklich durchziehen können? Meinst DU ich habe die Prospekte von Eigentumswohnungen zum Spaß mitgebracht? – Weil ich zu wenig zu tun hatte?“

 

Ben war sauer. Ok! Sie wollte reden also würde er reden!

 

„Ach ja? Und wer war den ganzen Tag auf der Baustelle? Hat sich um die großen und kleinen Wünsch von Madame gekümmert? Die Fließen und die runden Ecken? Und wer hat die Ecken in der Küche wieder begradigt, als die Glasfließen nicht gepasst hatten?“

 

„Es hat Dich doch keiner dazu gezwungen! Mein Vater…“

 

„Dein Vater? – Der Mann, den Du auf gar keinen Fall auf der Baustelle haben wolltest? Oh ja sicher! “

Nun begann Ben eine weibliche Stimme  zu imitieren „Nein Ben lass, mach es lieber selber, Ben mach dies, Ben mach dass, mein Vater kann das nicht und mach es aber genau so wie ich es will, ohne(!) dass ich es dir sage wie ich es will!“

 

„Mein Vater hat es oft angeboten und ich hätte ihn auch auf der Baustelle als Aufsicht gewollt. Mein Vater weiß nämlich wie die Dinge zu regeln sind! Aber Du konntest es ja nicht lassen, dich selber um alles zu kümmern! Wenn DU mal nicht die Kontrolle hast, da fühlt der gnädige Herr sich ja nicht wohl! Und damit ich nicht mit dir wieder rumdiskutieren musste habe ich Papa nicht hingelassen“

 

„Das sind ja ganz neue Töne! Vorhin konnte man mit mir ja gar nicht reden! Und jetzt diskutiere ich!“

 

„Du bist so ein Idiot! So stur! Deswegen kann man mit dir gar nicht reden. Du bist ja noch nicht mal bereit eine andere Meinung anzuhören! Sobald Du merkst der andere hat recht, dann gehst Du!“

 

„Ach ja? Nun dann: erkläre mir Deine Meinung: Wieso hast DU, Deiner Meinung nach, mir nicht gesagt, dass DU GAR KEIN HAUS WILLST“, er wollte nicht schreien, aber er konnte nicht anders.

 

„Schrei nicht so!“

 

„Ich höre!“, wütend sah er sich an. Lehnte sich an das Waschbecken, die Arme vor der Brust gekreuzt.

 

„Red‘ nicht in diesem Ton mit mir!“, begehrte Sonja auf

 

„In welchem Ton red‘ ich denn mit Dir? – In genau dem gleichen Ton indem Du die ganze Zeit mit mir sprichst. Mir wegen irgendetwas, was schon ewig her ist, in den Ohren liegst! Sonja, ich kann’s nicht mehr hören!“

 

„Das hab ich mir gedacht. Die Wahrheit willst DU ja gar nicht hören!“

 

„WELCHE WAHRHEIT“, das war gebrüllt. Ben ging auf Sonja zu, die immer noch in der Tür stand. Sie wich zurück. Verzweifelt hob er die Hände als wollte er sie schütteln.

„Wage es ja nicht mich anzufassen! Wer glaubst Du denn das du bist?“ Hasserfüllt sah sie ihn an. Sonja zitterte vor Wut und hob schützend die Hände vor ihr Gesicht. Ben schrak zurück.

 

„Ich bin Dein Mann! – Der den du zu lieben vorgibst!“  Plötzlich war alle Kraft aus Ben gewichen und er senkte den Kopf und konnte nur noch flüstern. Oh nein! So hatte er sich das Gespräch mit Sonja wirklich nicht vorgestellt. Leise ging er an Sonja vorbei ins Schlafzimmer. Zog seine Hose wieder an und ein T-shirt.

 

Sonja war völlig überrascht. Das hatte sie nicht erwartet. Und eigentlich ging es ja gar nicht um das Haus.

 

„Ben – was tust Du? Wir sind noch nicht fertig!“

 

Er drehte ihr den Rücken zu, den Kopf gesenkt. Und zog sich die Socken an. Sagte aber nichts.

Ohne sie anzuschauen ging er an ihr vorbei, die Treppe runter.

„Ben!?“

 

Sonja stand noch oben an der Treppe und sie hörte wie die Tür ins Schloss viel. Oh mein Gott! Was war nur in sie gefahren? Sie wollte doch mit ihm reden, aber nicht – so! Und sie wusste genau dass er es auch nicht wollte. Sie hatten sich noch nie so angebrüllt. Ob da doch mehr im Argen lag als sie dachte?

That is love Teil 1.6

Teil 1.6

Ben fährt den Computer runter und löscht das Licht. Er hofft, dass Patrick mit seiner Bekanntschaft alles für das Treffen regeln kann. Ben sitzt immer noch in seinem Arbeitszimmer, er sitzt gerne im Dunkeln. Es ist spät geworden. So ein Chat ist doch recht unterhaltsam.  Hätte er sich ja gar nicht gedacht. Aber wahrscheinlich liegt das auch an den Leuten. Und – so ehrlich war er zumindest zu sich selber – es war anonym. Bis auf Patrick wusste keiner wer er war und mit Patrick verband ihn doch eher eine „ungewöhnliche“ Männerfreundschaft. Ganz entgegen seinen Angaben im Chat  sprachen er und Patrick sehr viel miteinander – auch über das andere Geschlecht. Er muss wirklich mal mit Sonja sprechen. Er seufzte. Wann ist alles so kompliziert geworden?

 

 

Unten hört er eine Tür. Sonja wird wahrscheinlich angekommen sein. Er sah auf die Uhr: 22:17

Er steht auf und verließ sein Zimmer, ging die Treppe runter,  um ihr entgegen zu gehen.

 

„Hallo Ben!“

 

„Hallo! Wie war’s bei Melanie?“, er gab ihr einen Kuss auf die Wange. Ein leicht irritierter Blick von Sonja folgt. Ben fühlte wie sich der Ärger in ihm zusammenbraute. Durfte er noch nicht mal seine Frau küssen?

 

Wie er wieder die Augen zusammen zog. Sonja schüttelte den Kopf als sie nach seinem überraschenden Kuss in sein Gesicht sah.

 

„Komme ich zu früh?“ , fragte sie.

 

„Nein, wieso?“

 

„Du schaust so…so?“

 

„Darf ich noch nicht mal schauen? – Herr Gott nochmal!“ Ben schlug mit der Faust auf das Treppengeländer.

 

Der hat mal wieder eine Laune! Sonja schüttelte den Kopf, zog ihren Mantel aus und hängte ihn an die Garderobe.

„Wenn Du so schlechte Laune hast, warum bist Du denn noch auf?“

 

Wie gereizt sie ist! „ Entschuldige dass ich lebe! – ich geh ins Bett, ich bin müde! Gute Nacht!“ Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um, stieg die Treppe nach oben und ins Bad.

 

Sonja musste seufzen. So konnte es einfach nicht weiter gehen. Alles was sie sagte, bekam er in den falschen Hals oder war wegen irgendetwas sauer. Und dann zog er sich zurück. Aber nicht mit ihr!

Die anderen im Chat meinten sie sollten mehr miteinander reden? Sie sollten sich sagen was sie denken? Ok! Sie würde jetzt damit anfangen. Und der gnädige Herr würde jetzt reden müssen.

 

Sonja folgte Ben mit heftigen Schritten nach oben und öffnete die Badezimmertür.

Nur mit Unterhose bekleidet stand er da. Wie sah er gut aus! Sonja war wie immer, wenn sie ihn richtig betrachtete, überrascht.

 

„Hey! Was soll das?“

„ Geh nicht einfach so weg, wenn wir mitten im Gespräch sind!“

 

„Welches Gespräch?“, er schnaubte.

 

„Eben, bevor wir überhaupt miteinander reden können, drehst Du Dich um und gehst in Bad, in die Kneipe, in Dein Arbeitszimmer oder ins Bett. Aber damit ist jetzt Schluss!!“

 

„Ach ja?“

 

„Ja genau! Tu nur nicht so cool! Was war denn das eben? Erst küsst Du mich und dann schnauzt Du mich an? Ziehst die Augen zusammen – als hätte ich die Krätze. Ist doch ein Scheiß! Wenn es Dich nicht interessiert, wie es war, dann frag halt nicht!“

 

„Wer sagt, dass es mich nicht interessiert? – Wer sagt das? Wohl dein gute Melanie, was?“

 

„Hör auf! Hier geht es doch nicht um Melanie! Hier geht es um Dich und mich!“

 

„Ach ja!? Seit wann das denn? Ständig telefoniert ihr und wenn ihr nicht miteinander telefoniert dann sitzt ihr in einem  Café!“

 

„Und was ist mit Dir und Deinem Patrick!?“

 

„Ach ja? Was ist bitte mit Patrick? Wir sind schon seit Ewigkeiten befreundet!“

 

„Hör auf mit dem dämlichen ach ja! Ständig bist Du mit den Jungs unterwegs! Für mich und meine Wünsche interessierst Du Dich gar nicht mehr! – Wann wolltest Du das letzte Mal mit mir ins Kino gehen, wann – he sag schon? Ja – das fällt dir schon nicht mehr ein, aber keine Sorge, mir auch schon nicht mehr.  Den 1ganzen Tag sitzt Du an Deinem Computer und wenn ich abends heimkomme gehst du weg. Melanie interessiert sich wenigstens für die Dinge die ich tue?“

 

„Und was ist mit den Dingen die ich tu? – Meine Arbeit, die uns, ganz nebenbei, unser Haus finanziert hat!“

„Und wer wollte denn das Haus???? Ich nicht!! – DU wolltest das Haus!“

 

„Herrgott!!! Was soll das denn auf einmal? WARUM hast DU nicht EINMAL den Mund aufgemacht dass Du dieses VERDAMMTEHAUS nicht willst? Ich bin doch kein Hellseher!“

 

Ihre Stimmen wurden immer lauter, aggressiver und zorniger. Sonja war für einen Moment wirklich froh in einem Haus zu wohnen und nicht in einer Mietwohnung.

That is love Teil 1.5

Teil 1.5

Im Chat:

  

Kolibri: Lacht jetzt nicht, aber Nickname und ich haben das gleiche Problem:   Warum spricht mein Partner nicht mehr mit mir? – Hallo Misty da bist Du ja wieder– da sind wir ja nun komplett *g*

 

Misty: Kolibri …

 

Naschkatze: Aber da ihr es jetzt wisst, was hindert Euch daran, mit dem jeweiligen Partner zu sprechen?

 

Nickname: *schnaub* Sie ist ja soooo unendlich beschäftigt.

 

Kolibri: Eben! Immer hat er zu tun oder ist mit seinen Kumpels weg. Wie soll ich da mit ihm reden? *grr*

PrinceCharming666: Dann fragt halt Eure Partner nach einem Termin –

 

Kolibri: Toll! Jetzt muss ICH noch nach einem Termin…

 

Nickname: …fragen, wir sind die Leidtragenden und…

 

Kolibri: … die anderen kümmert es wahrscheinlich gar nicht…

 

Nickname: …was wir denken!

 

Misty: Schön wie Ihr Euch zumindest ergänzt!

 

PrinceCharming666: *ggg*

 

Naschkatze: Überlegt es Euch! Es bringt nichts, seinen Unfrieden in sich hinein zu fressen, dadurch löst sich Eure Situation mit Euren Partnern  nie.

 

Kolibri: Wahrscheinlich habt Ihr recht! *smile* – Mist – ist es schon so spät – oh Gott ich muss heim….

 

Misty: Seufz! Hoffentlich renkt sich das wieder ein.

 

Naschkatze: Bestimmt! Die müssen nur mit ihren Partner reden.

 

Nickname: ich bin übrigens noch hier *g*

 

Naschkatze: dann weist Du was Du zu tun hast J

 

Nickname: Hast ja recht *seufz*

 

PrinceCharming666: halte uns auf dem Laufenden Alter.

 

Nickname: bloß gut, dass Du nicht neugierig bist

 

PrinceCharming666: *megagrins* ich freu mich eben, dass es Dir auch nicht besser geht als uns anderen – Mädels, Ihr müsst wissen, dass unser Nickname Adonis persönlich ist und für mich als „normal Sterblicher“ ist es unheimlich beruhigend, dass er auch Probleme hat wie  jeder andere auch.

 

Nickname: Prince!!!! … ja ja ich bin halt auch nur ein Mann *trocken*

               

Naschkatze: Eine Runde Mitleid *smile*

 

Nickname: Nachdem das ja geklärt ist kann ich ja gehen.

  

Naschkatze: Also macht es gut, haben wir wieder jemand geholfen. Ich glaub, das wird noch unser täglich Brot. Jetzt kann ich beruhigt sterben *lacht*

 

Misty: Aber nicht zu bald – wer weiß wer noch mit Problemen ankommt. Ich wünsch Dir alles Gute bei Deinem MisterX

 

Naschkatze: Danke! So wie es ausschaut wird er bald von einem MisterX zu einem Mister Dauerbrenner – man wird sehen sprach der Zen Meister.

 

PrinceCharming666: Alles Gute!

 

Naschkatze: Danke! Macht es gut.

  

Misty: jetzt sind wir wieder allein.