That is love Teil 1.1

Teil 1

Hallo ihr Lieben,

ja es geht wieder eine Geschichte an den Start. Einige werden diese schon kennen, ich hatte sie vor Jahren auf meinem Blog schon mal gepostet.

Jedwede Ähnlichkeiten mit lebenden und mir bekannten Personen sind rein zufällig und auf gar keinen Fall bös‘ gemeint. (Bis auf die positiven Eigenschaften 😉 und die sind halt einfach positiv und können daher nicht bös‘ gemeint sein *smile*). Einige Passagen spielen im „Chatroom“, aufgrund des leichteren Verständnisses habe ich einige typischen Anzeigen des Chats weggelassen. Zudem sind diese Passagen kursiv geschrieben.

Warnung: die Geschichte kann Rechtschreib- und Grammatikfehler enthalten

Viel Spaß

Eure Susanne

Teil 1.1

Sie standen an einem Freitag in der Küche. Das heißt, er lehnte im offenen Türrahmen und beobachtete sie, während sie auf der Anrichte gegenüber die Kartoffeln schälte. Was auch schon mal erotischer ausgesehen hatte. Zumindest kam es ihm so vor.

„Reichst Du mir mal den Topf?“, fragte sie. Muss er sich immer so fläzen? Auch wenn er stand?

 

Innerlich musste sie den Kopf schütteln, während ihre Hände immer weiter arbeiteten und Kartoffel um Kartoffel  aus der Schale schälten. Er ging zum Schrank, holte den Topf und stellte ihn heftiger als nötig neben sie hin.

 

„Danke!“,  sie lächelte. Überrascht sah er sie an. Seit wann waren wir denn wieder so weit?

 

„Bitte.“ Er versuchte ein Lächeln, was aber nicht ganz gelang. Er holte tief Luft.

„Ich geh‘ heute mit den Jungs aus!“ – „Nach dem Essen!“, ergänzte er zur Sicherheit. Man(n) sollte nie eine Frau ein Essen vorbereiten lassen und dann vorher weggehen. Die Chancen, dass Man(n) dann weggehen und in Frieden leben konnte beliefen sich dann gegen Null. Vor allem seine Chancen bei seiner Frau.

 

Sie nickte und war immer noch eifrig mit den Kartoffeln beschäftigt.

 

Er stellte sich wieder in den Türrahmen, lehnte sich  mit der linken Schulter dagegen, verschränkte die Arme und sah sie wieder an.

„Was gibt’s noch?“

 

„Nichts!“, er löste sich von der Tür, schüttelte den Kopf und ging.

 

Sie seufzte. Schüttelte ebenfalls den Kopf und bereitete das Essen weiter vor.

Auf welchem Weg waren sie nur? – Hatten ihre Eltern recht? Hinderte er sie wirklich an dem Erreichen ihrer Ziele. – Nur, was waren ihre Ziele?

 

Wenn es nach ihren Eltern ging, war es ganz klar: Schule, Beruf, Heiraten, Haus, Kinder.

 

Die Schule hatte sie bereits hinter sich und einen Beruf hatte sie auch.  Verheiratet war sie auch schon und gerade vor einem Monat waren sie in das Haus eingezogen.

 

„Kind, also ich frage mich was mit Dir nicht stimmt!“, sie hörte die Stimme ihrer Mutter.

 

„Jede andere Frau in deinem Alter hat schon zwei Kinder!“, weinerlich. „Denk nur an Tante Sonjas Kinder…“, es war wie in einem dieser z.Zt. modernen Romanen/Geschichten. Ältere Frau, alleinstehend oder verheiratet aber zumindest ohne Kinder. Der Gegenpart, die Mutter, die unbedingt einen Enkel will. Was wieder zu endlosen Diskussionen führt. Immer sehr zur Erheiterung der Leserschaft, zumeist weiblich, die sich an die eigene Mutter erinnert fühlen. Sie seufzte und warf die Kartoffeln ins heiße Wasser

 

„Kind! Man kocht das Wasser mit den Kartoffeln auf, dass erhält die Kraft!“, hörte sie ihre Mutter im Geiste. Wenn sie nur wüsste wer dieser Man(n) ist, der allen Frauen sagt, was sie zu tun oder zu lassen haben. Was Man(n) nur dazu sagen würde, wenn Man(n) wüsste, dass sie die Kartoffeln vorher immer ins Wasserbad legte, das Wasser dann wegschüttete? „Kind! Man schüttet, doch das Wasser nicht einfach weg, man kann doch die Blumen damit gießen!“, die Stimme in ihrem Kopf klang eher wie die ihrer Mutter – Nun ja, dass musste sie zugeben: ihre Blumen hatten Wasser mehr als nötig.

 

„Wann essen wir? – ich muss noch duschen!“ – ja klar, ER musste noch duschen, bevor er sich mit seinen „Jungs“ in irgendeine verräucherte Kneipe setzte.

 

„In 20 Minuten!“

 

„Dann geh ich gleich!“

 

Sie hörte wie er barfuß – und sicher bereits nur noch mit Unterhose bekleidet – ins Bad ging. Warum fragte er noch? – Stimmt nicht! Er hatte ja nicht gefragt, er hatte es ihr mitgeteilt.

 

Während er unter Dusche stand, dachte er daran, wie sie früher immer einen kurzen Blick zu ihm geworfen hatte, wobei es selten bei Blicken geblieben ist.

 

Später saßen sie kurz beim Essen – Kartoffeln mit Steak und Bohnen.  Und dann war es für ihn auch schon Zeit zu gehen.

 

Sie ließ sich, nachdem er gegangen war, einfach auf die Couch fallen. Die letzte Staffel der „Gilmore Girls“ wartete noch auf sie. Einmal angefangen konnte sie nicht mehr aufhören. Was ihn ja immer aufregte. Immer müsse sie fernsehen und zum reden hätte sie keine Zeit.  Sie könnten ja auch mehr miteinander reden.

 

Das hat sie ja gesehen. Sie stand in der Küche, da hätte er mit ihr reden können, beim Essen- hätte er mit ihr reden können. Wenn er gewollt hätte. Doch auch sie hatte nichts gesagt. Sie glaubte schon gar nicht mehr, dass sie überhaupt noch miteinander reden  konnten. Wann hatten sie zuletzt wirklich miteinander gesprochen.  Nicht nur Sätze, aneinander gereiht, über das Essen, den Einkauf, das Wetter, die Wäsche…?

2 Gedanken zu „That is love Teil 1.1

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