Auf der Suche nach Weihnachten Teil 17

17. Eric

Eric beobachtete schweigend, wie Flerk und John die junge Frau, die ganz offensichtlich also >das gute Kind< war, über alles informierten. Sie schien das ganze recht gut aufzunehmen und lächelte die ganze Zeit freundlich. Wahrscheinlich hielt sie sie für arme Irre, die, sobald diese kleinen Elfen mit der Erklärung fertig waren, freundlich hinauskomplimentiert wurden. Und er gleich mit.

Schade, er hätte gerne einen besseren Eindruck auf sie gemacht. Da kam er gleich mit zwei, sehr durchgeknallt wirkenden Wesen an und faselte etwas von verschwundenen Weihnachten. „Alles ok?“, Filomena legte eine Hand auf seine Schulter und lächelte ihn an. Er schrak hoch. „Nein, nein…“, murmelte er unwirsch. Dann räusperte er sich verlegen. „Das muss alles ziemlich verrückt klingen…“, setzte er an. Sie lachte fröhlich und warf ihren Kopf zurück. Dann grinste sie ihn an. John rollte mit den Augen und Flerk warf Eric einen wütenden Blick zu.

„Ja ist doch war!“, beschwerte sich Eric. „Wir fallen hier über dich herein – faseln was von einem verschwundenen Weihnachten und Weihnachtselfen…“, er wurde wütend. Filomena sah ihn jetzt ernst an. „Sicher klingt es verrückt. – Und wärt ihr noch vor ein paar Tagen gekommen, ich hätte Euch nicht geglaubt, aber so…habe ich keinerlei Skrupel euch das zu zeigen.“, erklärte sie ruhig. Sie nahm ihren Laptop und klappte ihn auf und legte ihn Eric auf die Knie. „Hier – lies!“, befahl sie. „Was ist das?“, neugierig sprangen die beiden Elfen näher und Eric auf die Schulter um ebenfalls in den Laptop zu schauen und auf die Internetseite, die Filomena noch offen hatte.

„Sie hat es gefunden!“, rief Flerk begeistert. Eric, in dessen Ohr sie reinschrieh, lehnte sich verärgert vor. „Ich habe ja immer gesagt, dass wenn wir das gute Kind gefunden haben, alles gut wird.“, rief John und fiel Filomena um den Hals. Flerk hüpfte begeistert auf Eric Rücken herum.

„So ein Blödsinn!“, rief Eric gegen die offenkundige Begeisterung an. Er versuchte es zumindest. „He! Hör auf damit!“, Eric ergriff heftig nach der begeisterten Flerk auf seinem Rücken und setzte sich dann doch vorsichtig ab.

Alle hielten inne und sahen Eric erschrocken an. „Ja wie naiv seid ihr denn? Glaubt ihr wirklich, dass Weihnachten so leicht zu finden ist? -Das ist wahrscheinlich nur ein armer Irrer, der…“, begann er harsch. „…ein armer Irrer – nein, das glaube ich nicht!“, begann Filomena und lächelte ihn freundlich an. „Ja kommt es dir denn gar nicht komisch vor?“ – „Doch natürlich und gerade deswegen ist es doch so stimmig!“, erklärte sie einfach. Flerk und John wollten sie unterstützen, doch Filomena deutete ihnen an zu schweigen.

Eric sah sie erstaunt an. „Ja klar! Überleg‘ doch mal! – Unsere zwei Wohnungen, durch diesen grotesken Balkon verbunden. Dann sind wir beide plötzlich auf den Listen für Weihnachten. – Weihnachten verschwindet und nimmt mit mir Kontakt auf und sofort passieren mir wundervolle Dinge! Meine Scheidung geht reibungslos über die Bühne, mein Ex schickt mir meine Kleider wieder und ich finde Geld. Dann nimmt Weihnachten mit mir Kontakt auf – und du kennst dich mit Computern aus…“ – „Zufall!“, warf Eric mit einer abwertenden Handbewegung ein. „Falsch!“, erklärte Filomena bestimmt, „Das ist das Wunder von Weihnachten!“

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