Abenteuer in andern Welten Teil 8

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Teil 8

Tristan und Lucky haben sich im Jungenzimmer zurückgezogen. Lucky legte sich gemütlich auf den Boden. Nun ja, eher auf eine der wenigen freien Stellen auf dem Boden im Jungenzimmer und Tristan setzte sich auf Kilians Bett. Die beiden Jungen schliefen in einem Stockbett und da Tristan oben schlief und er es unhöflich fand auf Lucky mehr als nötig herabzusehen und auch in Ermangelung einer freien Stelle auf dem Boden hatte er es sich in Kilians Bett bequem gemacht.   Gespannt lauschte er der Erzählung von Lucky über die verschiedenen Welten, die einst nebeneinander existierten und durch einen dummen Streit fast völlig ausgelöscht wurden.  „Es gibt leider nur noch wenige Zugänge zu den anderen Welten.“ gab Lucky bedauernd bekannt. „Du kannst dir meine Freude vorstellen, als ich durch Zufall heute beim Gassi gehen – was ich übrigens für ein unangebrachtes Wort halte – einen weiteren Zugang gefunden hatte.“ –„Du meinst das eine Loch? Aber bei uns im Schlafzimmer ist doch auch so ein Zugang?“ wollte Tristan wissen. „Das ist richtig, doch ist dieser Zugang sehr eng und schmal. Der Eingang durch das Loch, wie du es nennst ist wesentlich geräumiger.“ – „Aber du bist doch jetzt kein großer Hund!“ Tristan musste lachen. „Aber ich habe für einen Hund schon ein gehobenes Alter erreicht und habe etwas Bequemlichkeit verdient.“ erklärte Lucky würdevoll.   „Also glaubst du, dass Kilian durch das Tor im Schlafzimmer gegangen ist?  – Aber was wird er da gewollt haben?“ Tristan wunderte sich. „Ich weiß es nicht – ich weiß nur, dass wir deine Hilfe brauchen. Der Katzenrat –“ begann Lucky, wurde aber von Tristan unterbrochen. „Der Katzenrat? Was hast du mit dem Katzenrat zu tun? Du bist doch ein Hund?“ – „Natürlich bin ich ein Hund.“ knurrte Lucky. „Was hat das damit zu tun junger Tristan?“ – „Ich meine ja nur!“ schmollte Tristan. „Es war immer so, dass in den letzten Jahren immer Tiere von der einen in die andere Welt gehen konnte, ohne behelligt zu werden oder gar die Welt, die es besuchte.“ – „Ah – so was haben wir in der Schule gelernt. Ein Nicht-Angriffspackt?“ wollte Tristan wissen. Lucky nickte wohlwollen. „Richtig! – Egal ob ein Vogel oder eine Maus sich in die Katzenstadt verirrte, sie konnten sich ihres Lebens sicher sein.“ Lucky seufzte. „Wieso konnte?“ wollte Tristan wissen. „Ich war neulich wieder auf einen meiner üblichen  Besuche in der Katzenstadt – mit Oscar war ich öfters da und habe mich mit ein paar Katzen und Katern angefreundet – aber irgendwas war anders. Es waren nur Kleinigkeiten. Vielleicht war es auch Zufall. Ich wurde übersehen wenn ich was essen wollte, oder wenn ich auf dem Weg herumlief. Auch hörten die Katzen und Kater auf zu sprechen, wenn ich mich ihnen näherte.  Und dann gelang es mir, ein Gespräch mit anzuhören: die Katzen befürchten einen Angriff der Hunde.“ – „Wie absurd!“ rief Tristan aus. „Dein Vertrauen ehrt mich und alle Hunde mein junger Freund. Doch leider geht es den Katzen nicht so. – Sie bereiten sich auf einen Angriff vor.“ ergänzte Lucky leise. „Was passiert wenn keiner kommt? – Dann ist alles vorbei?“ fragte Tristan. Lucky schüttelte den Kopf. „Leider gibt es – genau wie bei uns Hunden – Katzen, die gegen die Weltenbummler sind. Und werden die Gerüchte als willkommene Gelegenheit sehen, den Hass zu vertiefen.“ erklärte er.             „… und dann werden die Katzen aus Angst selber angreifen.“ ergänzte Tristan traurig.   Tristan und Lucky schwiegen. „Gibt es denn niemanden mit dem man reden kann? Der das ganze verhindern kann?“ fragte der Junge. „Wenn du mit den Hunden sprichst und sie dann jemanden in die Katzenstadt schicken…“ Lucky unterbrach Tristan mit einem Hundeschnauben. Er schüttelt den Kopf. „Der Rat der Hunde ist auch von alten Weltenbummler-Hassern besetzt. Ich glaube nicht, dass die einem einfachen Hund zuhören.“   Sie schwiegen wieder. Doch dann hellte sich Tristans Gesicht auf. „Ich hab’s!“ rief er und sprang vom Bett. Leider erwischte er leider mit einem Fuß  Luckys Schwanz. Dieser winselte. „Oh! Entschuldige!“ sprach Tristan erschrocken. Gespannt sah Lucky Tristan an.

Teil 9

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