Abenteuer in anderen Welten Teil 9

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Teil 9

„Da würde ich gerne mal hin!“ seufzte Kilian sehnsüchtig. Oscar streckte sich und gähnte. „Dann komm doch einfach mal mit, wenn ich das nächste Mal gehe.“ – „Ja geht das denn so einfach?“

„Kilian!“ – Mist das war Mama, Kilian war schon viel zu lange im Schlafzimmer. Schnell flitzte er hinaus und warf noch einen Blick auf Oscar, der, als wäre nichts vorgefallen, auf dem Bett der Eltern lag.

Tristan war wieder da und es gab Mittagessen. Apfelküchle. Kilian fand das nicht so toll, da er nicht so gerne Obst aß. Aber Tristan fand sie lecker und Kilian durfte ihm eins abgeben. Draußen flog wieder der Vogel herum und baute sein Nest weiter. Da es draußen wieder etwas wärmer war, ging Kilian nach dem Essen hinaus und setzte sich unter den Baum. Der Vogel flog so nah wie möglich an Kilian heran, ohne besondere Aufmerksamkeit zu erregen. Es wäre schon merkwürdig gewesen, wenn ein Spatz so mir nichts dir nichts auf der Schulter und dem Knie eines kleinen  – pardon – eines GROSSEN Jungen geflogen und da sitzen geblieben wäre.

„Fliegst du auch immer wieder in die Vogelwelt?“ erkundigte sich Kilian. „Ja klar, sonst könnte ich ja gar nicht mit dir reden.“ der Vogel kicherte. Kilian lachte auch. Ja, das war logisch.

„Oscar möchte mich mal mit in seine Welt nehmen. – Ich bin schon sehr gespannt.“ – „Ach die Welt der Katzen ist nicht so interessant. In der Welt der Hunde ist viel mehr los.“ meinte der Vogel. „Wie heißt du eigentlich?“ Kilian wusste gar nicht wie er seinen neuen Vogelfreund hieß. Da ließ der kleine Spatz traurig seinen Kopf hängen. „Ich habe keinen Namen!“ – „Oh! – das ist ja schlimm!“ Kilian zog die Knie an, umgriff sie mit seinen Armen und stütze das Kinn auf seine Knie. Nachdenklich sah er vor sich hin. Dann hellte sich sein Gesicht auf und er hob den Kopf. „Dann werden wir dir einen Namen geben!“ rief er aus. Der Spatz vergaß vor Freude seine Vorsicht und flog um Kilian herum und setzte sich auf seine Knie. „Aber was für einen Namen soll ich denn haben?“ gespannt sah der Vogel Kilian an. Kilian wusste, dass seine Eltern ein Namensbuch hatten. Unbemerkt gelang er ins Wohnzimmer, nur leider war das Buch im Regal zu weit oben. Alleine kam er nicht heran. Er sah sich um – Papa war am Computer, Mama im Bad und Tristan war mit seinem Nintendo beschäftig. Kilian holte einen Stuhl, stelle diesen vors Regal und kletterte rauf. Dann konnte er das Buch erreichen.

Nachdem Kilian den Stuhl wieder zurück gestellt hatte ging er wieder nach draußen und der Vogel und Kilian machten es sich gemütlich. Zunächst war mal die Frage zu klären, ob der Vogel männlich oder weiblich war. Der Vogel wusste gar nicht woran man erkannte, ob ein Vogel männlich oder weiblich war. Doch nach einer Weile hatten sie sich geeinigt, dass der Vogel auf alle Fälle männlich sein musste, weil er so viele Nester baute. Jungs sind immer mehr „Erbauer“ als Mädchen. Und sie hatten dann auch schon einige schöne Namen zur Auswahl für den Vogel. Aber so der letzte Schliff fehlte noch.

Dann rief der Vogel, dass er gerne Andreas heißen würde. Er hatte mal einen Jungen gesehen, der so schnell rannte wie der Wind und dieser Junge hieß auch Andreas und der Vogel wollte schon immer mal wissen, wie es war ,Andreas‘ zu heißen. „Gut! – Dann heißt du ab jetzt Andreas.“ besiegelte Kilian die Entscheidung. Ihm gefiel der Name zwar nicht, aber Hauptsache der Vogel war nicht mehr so geknickt.

„Kilian!“ rief Mama. „Du musst noch den Tisch decken!“ – „Ich war gestern dran – heute ist Tristan dran!“ erwiderte Kilian und Mama wandte sich an Tristan, der am Tisch Hausaufgaben machte. „Sehen wir uns morgen Andreas?“ fragte Kilian. „Gerne würde mich freuen. Vielleicht können wir gemeinsam in die Hundewelt gehen?“

Teil 10/

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