Abenteuer in anderen Welten Teil 5

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Teil 5

Am nächsten Morgen wachte Kilian schon sehr früh auf. Gut das Wochenende war, da musste er nicht in die Schule. Da sein Bruder nicht da war und seine Eltern noch schliefen musste er sich selber beschäftigen. Neugierig sah er aus dem Fenster. War der Vogel wieder da? – Leider nein. Nun ja, so ein Vogel hat ja nicht wenig zu tun. Vor allem sein Vogelfreund. Musste er doch viele Sicherheitsnester bauen, in denen er dann Unterschlupf vor Katzen finden konnte. Kilian beschloss. sich auf die Suche nach der Maus zu machen. Erst suchte er im ganzen Kinderzimmer. Hinter den Schränken, unter dem Bett – bei dieser Gelegenheit konnte er auch gleich unter dem Stockbett etwas Ordnung schaffen und er hatte auch gleich noch eine Wiederauferstehungskarte von Yu-Gi-Jo gefunden. Die konnte er dann gleich seiner Sammlung hinzufügen. Komisch! ER  vermisste keine und hätte sein Bruder eine verloren, dann hätte dieser sich schon längst laut und vernehmlich darüber geäußert. Als Kilian im Jungenzimmer keine Spur der Maus gefunden hatte ging er weiter in den Flur.  Der Familienhund Lucky hatte es sich dort auf einem Schuhhaufen vor den Schlafzimmern der Familie gemütlich gemacht. Erstaunt sah er Kilian an. Kilian legte den Zeigefinger an die Lippen, als Zeichen, dass Lucky jetzt auf gar keinen Fall bellen sollte. Das machte dieser nämlich manchmal, wenn er sich freute, dass endlich jemand von der Familie auf war. „Pst, Lucky!“ flüsterte Kilian. „Sonst wachen Mama und Papa auf.“ Lucky nickte und das kam Kilian nicht mal komisch vor. Kilian wusste immer schon, dass Lucky ein sehr kluger Hund war. Kilian schlich weiter durch die Wohnung. 110 m² brauchen so ihre Zeit um durchsucht zu werden. Aber keine Maus zu finden. Na ja, nicht ganz 110m². Das Schlafzimmer war leider immer noch mit Kilians schlafenden Eltern belegt. Kilian legte sein Ohr an die Tür und lauschte. War da nicht ein leises Geräusch als würde jemand aufstehen? Aber auch dann würde es eine Weile dauern, bis Kilian unbesehen ins Schlafzimmer schleichen konnte. Seine Eltern wollten nicht, dass die Kinder im Schlafzimmer spielten. Kilian konnte das auch verstehen, er wollte ja auch nicht, dass seine Eltern ständig im Jungenzimmer waren. Kinder hatten in Schlafzimmern nichts zu suchen und Eltern nichts in Jungen-, Mädchenzimmern. So war das! Später hatte es Kilian doch geschafft ungesehen ins Schlafzimmer zu kommen. Er hoffte nur, dass Tristan nicht zu früh heim kam. Der musste immer seine Nase in Kilians Angelegenheiten stecken. – Na ja, wenn Kilian ehrlich war, und gerade war mal wieder so ein Moment, –  er steckte auch immer seine Nase in Tristans Angelegenheiten. Aber das war wohl so, wenn man einen Bruder hatte. Kilian suchte unter dem Bett, hinter dem Sideboard, im und um den Schreibtisch von Mama, öffnete das Fenster, suchte die Mauern ab und sogar im Schrank der Eltern. Doch nirgends war eine Maus zu sehen. Das einzige Tier, welches im Schlafzimmer zu sehen war, war der Kater Oscar – der Mausbringer – welcher auf dem Bett in die Decken gekuschelt lag und neugierig Kilian beobachtete, der systematisch das Schlafzimmer absuchte. „Du weißt nicht zufällig wo die Maus ist, die du neulich gebracht hast?“ fragte Kilian Oscar. „Aber natürlich weiß ich es!“ sagte Oscar. „Ich habe sie ja extra hergebracht.“ „Die Maus wollte zu uns?“ jetzt war Kilian dann doch baff. „Natürlich! – Bei Euch ist doch der Eingang zur Hundestadt.“ gab Oscar an.

Teil 6/