Abenteuer in anderen Welten Teil 4

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Teil 4

„Tristan! – Iss‘ endlich auf.“ rief Mama, als Tristan am Tisch saß und ganz entgegen seiner Gewohnheit sehr langsam aß. Sogar Kilian war schon fertig und dass, obwohl er Apfelküchle überhaupt nicht mochte. „Ich esse ja!“ antworte der Junge ungeduldig. Dass Mama immer so hetzen musste. Er überlegte doch gerade, wie er am Nachmittag noch einmal rauskam und zu dem Loch gehen wollte. Er seufzte. Aß  die letzten Bissen und räumte seinen Teller in die Spülmaschine.

 

„Hast du deine Hausaufgaben gemacht?“ fragte Mama. „Ja- a!“ antwortete Tristan. „Dann kann ich sie mir ja anschauen.“ – „Nein – ich muss sie noch überarbeiten.“ kam es ernsthaft von Tristan. Mama sah ihn perplex an. „Aha – also doch nicht gemacht.“ stellte sie fest. Tristan widersprach energisch. Die Diskussion die dann folgte, kennt ihr sicherlich. Das Ergebnis auch. Mama hatte recht und Tristan endete am Tisch mit seinen Heften und Büchern.

 

„Fertig?“ fragte Mama. „Ja!“ seufzte Tristan. „Prima! Dann räume mal deine Sachen vom Tisch und decke den Tisch.“ – „Ich bin nicht dran! Heute ist Kilian dran!“ warf Tristan triumphierend ein. „Der hat gestern den Tisch gedeckt – heute bist du dran.“ Mama ließ sich diesmal nicht auf eine Diskussion ein. Da Tristan den Ton kannte schmollte er, aber machte sich an die Arbeit. Heute würde es wohl nichts mehr werden, dass er rauskam. Draußen wurde es schon bald dunkel. Und auch im Sommer durfte er noch nicht lange abends wegbleiben.

 

Tristan war alleine im Zimmer und spielte mit seinem Nintendo. Kilian war irgendwohin verschwunden. Und so konnte er in Ruhe über den Nachmittag nachdenken. Ein leises Geräusch von der Tür erreichte seine Aufmerksamkeit.

Neugierig ging Tristan langsam und vorsichtig näher. Gut dass Tristan das Licht vorher schon angemacht hatte, denn als er um den Schrank späte, der neben der Tür stand sah er – inmitten von herumliegenden Legosteinen – saß eine kleine Maus, die verzweifelt versuchte aus dem Zimmer zu kommen, in dem sie an der Tür nagte. Tristan lachte leise über seine Gedanken. Wie kann eine Maus verzweifelt aussehen?

 

„Hallo kleine Maus!“ sprach Tristan die Maus freundlich an. Erschrocken hielt die Maus inne und sah hinauf zu Tristan. Er sah wie das Herz des kleinen Tieres schnell und heftig klopfte. „Keine Angst! Ich tu dir nichts. – Möchtest du raus?“ freundlich sah er sie an. Die Maus beruhigte sich langsam, als sie merkte, dass von dem Jungen keine Gefahr ausging. Sie legte den Kopf schief, wie als würde sie über was nachdenken. Sie lächelte und nickte. Tristan öffnete die Tür und die Maus verschwand schnell durch den kleinen Spalt.

 

Nachdenklich sah Tristan der Maus nach. Ob er nicht doch Oscar holen sollte, damit dieser die Maus fing? Es ist nicht so, dass Mama und Papa sehr begeistert über Mäuse in der Wohnung waren. Neulich hatte Oscar eine Maus  mitgebracht, die noch lebte und ausgekommen ist. Keine der aufgestellten Fallen hatte es geschafft, die Maus zu fangen. Insgeheim war Tristan froh darüber. Es muss schon sehr unangenehm sein, plötzlich in der Falle festzustecken und nicht mehr rauszukommen.

 

Nach einer Weile hörte Tristan Stimmen aus dem Flur die ihm Schlafzimmer verschwanden. Komisch! Mama und Papa waren es nicht und sonst hatten seine Eltern es nicht gerne wenn man im Schlafzimmer verschwand. Leise schlich Tristan an die Tür, öffnete sie leise und späte in den Flur. Die Stimmen kamen wahrhaftig aus dem Schlafzimmer. Aber es waren nicht die von Mama und Papa sondern von Kilian und zwei weiteren Personen, die er aber nicht erkannte. Leider sprachen sie nicht sehr laut, so dass er nicht hörte, was sie sagten. Dann hörte er ein Poltern und dann war alles still. Vorsichtig öffnete Tristan die Türe und betrat das Schlafzimmer. Erstaunt sah er sich um – das Schlafzimmer war leer? Der Junge verstand die Welt nicht mehr. Er hatte doch eindeutig Stimmen gehört und diese Stimmen kamen aus dem Schlafzimmer.

Teil 5/

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