Abenteuer in anderen Welten Teil 18

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Teil 18

Der Rat wurde aufgelöst. Nur Tristan und Lucky blieben zurück. Leise flüsternd teilte Tristan seinem Hundefreund seine Beobachtungen bezüglich Lothars mit. Nachdenklich schüttelte Lucky den Kopf. „Mir gefällt das nicht!“ erklärte er. „Was?“ wollte Tristan wissen. „Das mit Lothar. Ich habe auch beobachtet, wie er sich verhalten hatte, als er sich unbeobachtet glaubte.“

„Ich hoffe, das alles gut wird.“ seufzte Tristan. „Der König ist in Gefahr!“ piepste eine schnurrende Stimme. Erschrocken drehte Tristan sich um und sah die kleine rote Tigerkatze, die sich leise zurück in den Raum geschlichen hatte. „Bist du sicher?“ fragte Tristan. Die kleine Katze nickte energisch.

Ängstlich sah sie sich um, wie als hätte sie Angst, dass jemand sie belauschen könnte.

 

„Wir müssen aufpassen, nicht dass es noch jemand mitbekommt!“ flüsterte die kleine Katze. Lucky sah sich schnüffelnd um. „Riechst du jemanden?“ fragte Tristan leise. Lucky schüttelte den Kopf. „Wir sollten jedoch lieber woanders hingehen, wo wir besser übersehen können, ob uns jemand belauscht oder nicht.“ fügte er dann hinzu. „Wir wollen zur großen Waldlichtung gehen.“ schlug die Tigerkatze vor.

 

Tristan, Lucky und die kleine rote Tigerkatze schlenderten aus dem Ratsgebäude. Allen dreien klopfte das Herz bis zum Hals. Was, wenn sie jemand aufhalten würde? Was sollten sie nur sagen?

Die Drei gingen eine Weile durch den Wald und erreichten die Lichtung. Die kleine Tigerkatze hatte recht. Die Waldlichtung war vom Wald her kaum einsehbar. Man konnte aber sehr gut herannahende Katzen aus dem Walt erkennen. Mitten in der Waldlichtung ließen sich Lucky und Tristan gemütlich auf den Boden fallen. Die kleine Tigerkatze legte sich ihnen gegenüber auf den Boden. Es war alles sehr friedlich. „Wie heißt du denn?“ wollte Tristan zunächst von der kleinen Tigerkatze wissen. „Ich bin Flor.“ antwortete die Katze und seufzte dann.

 

„Erzähl, wieso glaubst du, dass der König in Gefahr ist?“ wollte Lucky nach einer Weile des Schweigens wissen. „Lothar ist ein Verräter!“ schnurrte Flor hart. „Nun, besonders sympathisch ist er mir auch nicht. Aber gleich ein Verräter…?“wollte Tristan wissen. „Oh j-ja!“ Flor stotterte. „Ihr müsst wissen, dass es zwei Familien gibt, die von unserem ursprünglichen König abstammen. Zum einen die der Silvaner, aus der unser jetziger König stammt. Und die der Georger, der Lothar angehört. Zu Zeiten der großen Kämpfe war ein Ur-Ur-Ur-Großvater von Lothar König, der aber bei Eintritt des Friedens abdankte und den Silvanern den Thron überlies. Leider passte das den Nachkommen von der Georger überhaupt nicht und sie versuchten über die letzten Jahre des Friedens hinweg immer auf den Thron zu kommen. Was nicht weiter schlimm war, da die Georger eher Anhänger der großen Reden denn der großen Taten sind.“ Flor machte eine kleine Pause. Tristan und Lucky sahen die Katze an.

 

„Neulich habe ich jedoch ein Gespräch gehört, wie Lothar mit einem anderen Kater gesprochen hatte und etwas von einem Treffpunkt und einer Falle gesagt hat. Und ich vermute jetzt, dass er den König in diese Falle locken will.“ erklärte Flor verzweifelt. „Aber hast du es dem König nicht gesagt?“ wollte Tristan wissen. „Natürlich habe ich es ihm gesagt!“ begehrter Flor auf. „Aber es ist nicht immer so einfach dem König was zu sagen!“ – „Dann musst du eben stärker darauf bestehen!“ schimpfte Tristan. „Weil es so einfach ist – seinen Eltern was zu sagen!“ murrte Flor. „OH!“ kam es von Tristan. Lucky hob seinen Kopf. „Du bist ein Kind vom Katzenkönig?“ knurrte dieser. Flor nickte zaghaft mit seinem Tigerkopf. „Vater hat gegenüber Lothar immer ein schlechtes Gewissen und lässt ihm viel durchgehen.“ erklärte Flor dann. Tristan nickte verständnisvoll. Es ist manchmal gar nicht so einfach mit Eltern zu sprechen. Seine waren da eher eine Ausnahme und verhältnismäßig oft bereit zu zuhören.

 

„Wir können den König nicht in die Falle laufen lassen!“ rief Lucky.

Teil 19

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