Abenteuer in anderen Welten Teil 16

Teil 1/ Teil 2/ Teil 3/Teil 4/ Teil 5/ Teil 6/ Teil 7/ Teil 8/ Teil 9/ Teil 10/ Teil 11/ Teil 12/

Teil 13/ Teil 14/ Teil 15/

Teil 16

„Meine lieben Freunde.“ begrüßte der König seine einströmenden Ratsmitglieder. „Ich freue mich heute ganz besonders, euch hier begrüßen zu dürfen! Wir haben ehrenvollen Besuch aus anderen Welten bei uns. Wie ihr sicher schon bemerkt habt. – Ich möchte euch heute den Hund Lucky und den Menschenjungen Tristan vorstellen. Beide sind zu uns gekommen, um uns eine freudige Botschaft zu bringen.“

Die Katzen tuschelnden schnurrend miteinander und sahen den Jungen neugierig und den Hund skeptisch an. Einige erhoben sich sogar von ihren Plätzen und strichen dann schnüffelnd um Tristan herum. Um Lucky, der immer noch mit seinem Schwanz wedelte, machten sie jedoch einen großen Bogen. Ganz besonders eine große kräftige graue Katze zeigte sich nicht sehr erfreut. Ganz offensichtlich missbilligend nahm sie nach eingehender Begutachtung der beiden Besucher neben dem Katzenkönig Platz. Tristan schauderte. „Was ist denn das für eine Katze?“ flüsterte er Lucky zu. „Keine Ahnung, aber ich trau ihm nicht!“ knurrte Lucky leise.

 

Als alle Katzen ihre Neugier befriedigt hatten und Ruhe eingekehrt war, ergriff der König der Katzen wieder das Wort. „Sehr verehrter Rat. Wie ihr wisst, hat sich unser Verhältnis zur Welt der Hunde in letzter Zeit arg angespannt. Zunehmende Gerüchte über einen Angriff der Hunde haben für Angst und Schrecken gesorgt. Viele erinnern sich noch an den Kampf der Welten untereinander – wir möchten, dass dies nicht mehr passiert. Freunde! Ich möchte euch bitten, zuzuhören, was der Junge Tristan aus der Menschenwelt zu sagen hat.“

Tristan stand auf. Er war leicht nervös. „Liebe Katzen und Kater, ich bin extra zu euch gekommen, um euch zu sagen, dass die Hunde keinen Angriff auf euch planen. Im Gegenteil, sie befürchten eher, dass ihr die Gerüchte zu ernst nehmt und sie selber angreift.“

„Und warum, Tristan aus der Menschenwelt, sollen wir dir glauben? Vielleicht ist das alles ein Plan der Hunde, um uns in Sicherheit zu wiegen und uns dann anzugreifen?“ schnurrte die große graue Katze mit tiefer Stimme. „Weil ich nichts mit der Hundewelt zu tun habe und möchte, dass alle in Frieden miteinander leben.“ erklärte Tristan bestimmt. „Was hat denn dein Hund dazu zu sagen? Er lebt doch bei dir? Was weiß er denn schon von der Hundewelt?“ schnurrte die Katze. Lucky knurrte warnend. „Aber deswegen besuche ich meine Heimat oft genug, um zu wissen was darin vorgeht. Und wir ärgern uns sehr über die Gerüchte über einen Angriff.“

„Das kann jeder sagen!“ schnurrte die graue Katze. „Lothar!“ rief der Katzenkönig und sah jenen grauen Kater mahnend an. „Euer Majestät, ich möchte untertänigst zu bedenken geben, dass dies alles eine Falle sein kann.“ Lothar verneigte sich und senkte den Blick. Der König nickte wohlwollen. „Ich weiß – du bist ein treuer Anhänger der Katzenwelt und ich weiß deinen Einsatz zu schätzen.“

„Danke Euer Majestät! – Ich möchte aber zu bedenken geben, dass uns eine Nachricht erreicht hat, dass wir Abgesandte der Hundewelt in den Hängen von Bergen treffen sollten. – Ich frage mich daher, was der Junge heute schon hier macht.“ Lothar lächelte hintergründig, hatte aber den Kopf immer noch gesenkt. Tristan beobachtete den Kater gezielt. Er konnte ein leichtes triumphierendes Aufblitzen in den grünen Augen des Katers nicht übersehen, als der Katzenkönig zögerte. „Was hast du dazu zu sagen Menschenjunge Tristan?“ – „Nur weil wir nicht die offizielle Abordnung der Hunde sind, müssen wir daher nicht im Unrecht sein.“ begehrte Tristan auf. „Eben! Gerade weil wir da sind, zeigt doch, wie die Stimmung der Hunde ist und auch, dass die anderen Welten ein Interesse darin haben, dass es nicht zu einen Kampf kommt.“ ergänzte Lucky. Um seine Glaubwürdigkeit zu unterstützen hatte er sogar mit dem Schwanzwedeln aufgehört. Beider, Tristan und Lucky, sahen den Katzenkönig direkt in seine Augen. Lothar warf ihnen einen ärgerlichen Blick zu, der aber gleich wieder verschwand. Unruhe brach im Katzenrat aus. Alle redeten und schnurrten durcheinander.

„Ruhe!“ rief der König der Katzen. „Ich glaube dem Jungen. Aber ich möchte auch wissen, was der Rat der Hunde mir zu sagen hat. – Deswegen werde ich mit Lothar aufbrechen und mich zum Treffpunkt begeben.“

Die Katzen jubelten ihrem König zu. Als sich nun der König und Lothar  im Jubel der Ratsmitglieder auf den Weg machte, sah Tristan ihnen skeptisch nach. Er meinte ein zufriedenes böses Lächeln auf Lothars Katzengesicht gesehen zu haben.

Lucky und Tristan blieben beide nachdenklich zurück.

Teil 17

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *