Abenteuer in anderen Welten Teil 15

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Teil 15

Der Rottweiler lachte. „Ich habe dich öfters mit Lucky hier gesehen.“ Oscar war immer noch skeptisch. „Rudi!“ sagte der Rottweiler, der das Zögern von dem Kater bemerkte. „Ach – ja stimmt, wir hatten uns neulich getroffen. Ich habe dich gar nicht wiedererkannt!“ – „Tja, das ist bei so vielen Hunden gar nicht so leicht.“ stimmte Rudi Oscar zu. „Da zu uns nicht so oft Katzen kommen, tu ich mir natürlich viel leichter.“

Kilian und Andreas verfolgten neugierig die Unterhaltung. Oscar bemerkte es und begann mit der Vorstellung. „Rudi, hier bringe ich Kilian, ein Juniorherrchen von Lucky, und Andreas den Spatz mit.“

 

Rudi schnüffelte Kilian neugierig ab und wedelte mit seinem Schwanz. Kilian reichte ihm seine Hand und freudig leckte Rudi diese ab. Andreas flatterte immer noch in einigem Sicherheitsabstand über der Hundeschnauze als Rudi seine Aufmerksamkeit ihm zuwandte. „Vogel – du musst schon etwas tiefer fliegen, wenn ich dich begrüßen soll.“ bellte Rudi. „Komm runter Andreas, setz dich auf meine Hand, da kann ich dich beschützen – nicht das es nötig ist.“ bat Kilian den ängstlichen Andreas. Skeptisch ließ sich Andreas doch herab und nahm auf Kilians ausgestreckter Hand Platz. Zitternd saß Andreas auf dessen Hand und schloss die Augen. Rudi kam vorsichtig näher und begann – ebenfalls mit freudigem Schwanzwedeln – Andreas zu beschnüffeln und leckte vorsichtig über den Vogel zur Begrüßung. Andreas schüttelte sich leicht.

 

„Was macht ihr da oben?“ erkundigte sich Kilian, als die Begrüßung abgeschlossen war und auch Oscar sein Abschlecken hinter sich hatte. Beinahe hätte er instinktiv seine Krallen in Rudis Gesicht geschlagen – aber eben nur beinahe. Es wäre in der Welt der Hunde bestimmt nicht ein Zeichen von Höflichkeit, seinem Gegenüber das Gesicht zu zerkratzen.

 

„Wir halten Ratschlag. Einmal im Monat trifft sich der Hunderat und bespricht wichtige Ereignisse der Hundewelt.“ erklärte Rudi. „Was sind denn das für Ereignisse?“ wollte Kilian wissen. „Ach – alles Mögliche. Von den neuen Welpen und deren Erziehung bis zur Entscheidung einen langgedienten Baum zu fällen und einen neuen zu pflanzen.“ – Das hörte sich ja sehr interessant an. Kilian wollte nun wissen, ob er denn mal zu hören könne. Rudi sah ihn an und meinte dann: „Hm, da muss ich erst fragen – ich bin nämlich noch nicht so lange im Rat müsst ihr wissen. Mal sehen was ich tun kann.“ Sprach’s drehte sich um und rannte wieder den Hügel hinauf.

 

Kilian, Oscar und Andreas beobachteten das Geschehen. „Also ich weiß nicht, ob es so klug ist, bei einer Hunderatssitzung teilzunehmen. Wenn ich nur an die vielen Zähne denke.“ Andreas schüttelte sich.

„Stell dich nicht so an Vogel! – Du kennst die Regeln.“ kam es leicht ungeduldig von Oscar. Warum müssen die Vögel immer gleich so übertreiben. Andreas kam nicht umhin, Oscar darüber aufzuklären, dass er jetzt nicht mehr nur ein Vogel war, sondern auch einen Namen habe und er sich sehr freuen würde, wenn auch eine Katze dies berücksichtigen würde. Woraufhin Oscar meinte, er solle sich trotzdem nicht so aufregen, auch wenn er nun einen Namen habe. So ging es noch eine Weile zwischen der Katze und dem Vogel hin und her. Kilian sah weiter gespannt nach oben zum Hunderat.

„Was sind denn das für Regeln?“ wollte er dann wissen. Oscar und Andreas unterbrachen ihre Diskussion. „Es ist ein sogenannter Nicht-Angriffspakt zwischen den Tieren. Wenn also ein Tier aus einer anderen Welt zu Besuch kommt, darf es nicht angegriffen oder geärgert werden. Das ist sozusagen so etwas wie das aller höchste Gebot.“

„Was passiert wenn jemand dagegen verstößt?“ wollte Kilian wissen. Oscar und Andreas schauderten. „Das hat noch keiner gewagt.“ kam es einstimmig entsetzt zurück.

 

Und dann kam auch schon Rudi vom Hunderat zurück auf die drei zu.

Teil 16

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