Abenteuer in anderen Welten Teil 13

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Teil 13

Abwartend stand die Bulldogge hinter den Besuchern. Kilian hatte vor Staunen den Mund weit aufgerissen. Überall standen Bäume, rannten Hunde aller Formen, Rassen und Größen fröhlich zwischen den Bäumen. Der gemütliche Gang, den Kilian von den Hunden in seiner Welt kannte vermisste er völlig. Kein Hund kam hier auf die Idee Beifuß neben irgendjemanden herzugehen. Auch die Unterhaltungen, wenn also zufällig zwei Hunde nebeneinander her liefen und redeten – liefen sie. Andreas flatterte aufgeregt hin und her. Allein hätte er sich niemals in eine andere Welt getraut. Mal abgesehen die der Menschen, aber da gab es auch viele andere Tiere und er fiel nicht weiter auf.

 

Neugierig setzten Kilian und Andreas ihren Weg fort. Oscar, der schon öfters mit seinem Kumpel Lucky in der Hundewelt war, führte die beiden herum. Es gab große Wiesen, Flussläufe und eben jede Menge Hunde, die die Besucher ebenso neugierig musterten, wie sie selbst beobachtet wurden. Als die drei Freunde so durch die Hundewelt wanderten kamen sie schließlich an einen großen Hügel und auf diesem Hügel waren mehrere Hunde in einem großen Kreis versammelt. Kilian blieb stehen und sah hinauf. Er fühlte, wie ihn diese Versammlung magisch anzog. „Lass‘ uns weiter gehen.“ drängte Andreas. Bei so vielen großen Tieren fühlte er sich doch etwas unsicher. „Ich wüsste schon gern, was sie zu besprechen haben.“ meinte Kilian zu Oscar. „Es sieht irgendwie ernst aus!“ Oscar stimmte Kilian zu. „Ob wir einfach so stören dürfen?“ fragte Kilian. „Ich weiß nicht – in der Katzenwelt würde ich es nicht wagen, aber hier…“ auch Oscar war sich nicht sicher. „Vielleicht wenn wir langsam auf sie zugehen? – Dann haben sie Zeit uns rechtszeitig wieder weg zu schicken.“ gab Kilian an. „Das kann schon sein – lass es uns versuchen.“ Oscar straffte seinen Katerkörper zu seiner vollen Größe. Andreas flatterte unruhig hin und her. „Oh je oh je, wenn das nur gut geht!“ Aber alleine wollte er auch nicht unten warten.

 

Kilian und Oscar und Andreas in der Luft gingen langsam auf die Hundeversammlung auf den Hügel zu. Wie Kilian vermutet hatte, bemerkten die Hunde frühzeitig die herannahenden Besucher dank ihrem guten Geruchssinn und unterbrachen die Diskussionen. Neugierig sahen sie   dem Kind, der Katze und dem Vogel entgegen. Da löste sich ein Hund – ein bösartig dreinschauender Rottweiler, aus der Gruppe und rannte auf die drei zu. Kilian, der sich mit Hunden auskannte, blieb sofort ruhig stehen, um dem Hund keinerlei weitere Veranlassung zu geben wütend zu sein. Andreas flatterte unruhig in der Luft umher und Oscar stellte sich in Abwehrstellung. Aber auch er rührte sich nicht vom Fleck.

 

In vielen Filmen sieht man ja die Gefahrszenen in Zeitlupe ablaufen. Genauso kam es Kilian jetzt vor.  Der Junge konzentrierte sich auf den herannahenden Hund, um rechtzeitig ausweichen zu können und hoffte, dass er nicht gebissen wurde. Eigentlich hatte er ja keine Angst vor Hunden und er glaubte auch nicht wirklich, dass ihm was passieren würde, aber beißen lassen wollte er sich auch nicht.

 

Der Rotweiler näherte sich unaufhaltsam, schien aber doch an Geschwindigkeit zu verlieren, je näher er den ,Eindringlingen‘  kam. Kurz vor ihnen blieb er stehen und beobachtete die drei. Den nervös in der Luft flatternden Spatz. Die Katze in Angriffsstellung und den ruhig dastehenden Jungen. Dann nickte er und riss sein großes kräftiges Maul auf und Kilian glaubte ein breites Hundegrinsen zu bemerken.

 

„Hallo Oscar!“ sagte der Hund. Oscar war so perplex, dass er sein ganzes Angriffsgebaren vergaß und verblüfft den Hund ansah. Woher kannte dieser seinen Namen?

Teil 14/

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