Abenteuer in anderen Welten Teil 12

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Teil 12

Der schwach beleuchtete Gang machte viele Kurven und Windungen bis sie endlich an eine Tür kamen, die anscheinend in die Welt der Katzen führt. Der Junge war schon sehr gespannt, was ihn denn da erwartete. Hoffentlich waren sie nett und konnten ihn leiden. Und hoffentlich konnte er sie überzeugen.

 

Lucky klopfte mit seiner Schnauze an die Tür. Leuchtend grüne Katzenaugen sahen ihn durch die kleine Öffnung fragend an. „Wer seid ihr?“ schnurrte die dazugehörende Stimme. „Ein Hund und ein Junge, die die Welt der Katzen besuchen wollen.“ bellte Lucky. „Ein Menschenjunge?“ schnurrte die Stimme erstaunt und die Augen schienen aus der kleinen Öffnung treten zu wollen und den dazugehörenden Katzenkörper zu verlassen. Lucky nickte und so was wie ein stolzes Grinsen umspielte seine Lippen.

 

Die Augen verschwanden und schnelle Bewegungen hinter der Tür zeigten an, dass hektisch die Schlösser geöffnet wurden. Die Tür wurde geöffnet und eine kleine hübsche Siamkatze wurde sichtbar. Während Tristan und Lucky die Welt der Katzen betraten umkreiste sie sie neugierig gespannt. Auch andere Katzen unterschiedler Rassen und Arten kamen neugierig näher und beobachteten den Hund und den Jungen. Tristan war sogar ein bisschen nervös. Er stand schon gerne im Mittelpunkt und hatte die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, aber das war dann schon etwas zu viel. Er war wirklich froh, dass er nicht alleine hier war.

 

„Was wollen die alle?“ flüsterte er Lucky zu. „Keine Ahnung!“ flüsterte Lucky zurück. Das hatte er nicht erwartet. Der Junge und der Hund beschlossen, einfach weiter zu gehen und Lucky hoffte seine Freunde zu finden, die ihm bei seinem letzten Besuch nicht ignoriert hatten.

 

Mit der Zeit fielen die Katzen zurück und Lucky und Tristan standen alleine auf dem Weg. Bald kamen sie an einen kleinen Wald und in den Bäumen waren kleine Kratzspuren und verschiedene gemütliche Plätze für die Katzen zu sehen. Tristan sah sich interessiert um. Er hatte sich die Welt der Katzen irgendwie anders vorgestellt. Als ein entferntes Rascheln zu hören war, hielten Lucky und Tristan erschrocken inne. Was war das?  Sie sahen sich an und bevor sie weiter gehen konnten, waren sie schon einer Gruppe großer schlanker Kurzhaarkatzen umstellt. Harte Katzenaugen musterten die Ankömmlinge. „Wer seid ihr? Und was wollt ihr hier?“ kam es von einer grauen Tigerkatze. Offensichtlich der Anführer. „Ich bin Tristan und das ist mein Hund Lucky.“ Tristan nahm allen Mut zusammen um sich dem Kater entgegen zu stellen.

 

Ein schnurrendes Lachen war zu hören. „Wir möchten zum Katzenkönig!“ Tristan beschloss das offensichtliche Amüsement des Katers zu ignorieren und sah ihn herausfordernd an.

Vorsichtig umschlich der Kater Lucky und Tristan. Lucky stellte sich in Position und knurrte warnend.

„Und wieso glaubst du, dass der König dich und deinen Hund empfangen würde?“ schnurrte der Kater. „Weil ich ihm was wichtiges zu sagen habe!“ erklärte Tristan mit fester Stimme. „Und was glaubst du, hast du, ein Mensch, dem König der Katzen, zu sagen?“ Neugierig sahen der Kater und seine Horde den Jungen an. Sie kamen nicht umhin den Jungen mit wachsendem Respekt anzublicken.

 

„Wir wollen ihm sagen, dass es nicht stimmt, dass die Hunde einen Angriff planen und er keine Angst haben muss.“ mit dem Mut zur Wahrheit trat Tristan den Katern entgegen. Die Kater zucken erstaunt zusammen. Ungläubig sahen sie vom Jungen zum Hund und wieder zurück. Tristan und Lucky hielten dem Blick stand. Nur Lucky bewegte ganz leicht den Schwanz, um den Katzen zu zeigen, dass er durchaus bereit war, sich für den Fall der Fälle, zu verteidigen.

Teil 13

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