Abenteuer in anderen Welten Teil 10

Teil 1/ Teil 2/ Teil 3/Teil 4/ Teil 5/ Teil 6/ Teil 7/ Teil 8/ Teil 9/

Teil 10

„Man muss eben den Katzen sagen, dass die Hunde keinen Angriff planen!“ erklärte Tristan seinen Plan. – „Und wer soll es den Katzen sagen?“ fragte Lucky. „Aber das ist doch ganz einfach: du und ich! – Ein Junge, der mit der ganzen Sache nichts zu tun hat und ein Hund – wer kann glaubwürdiger sein?“

Lucky dachte kurz über die Idee nach. „Und du meinst, dass das hilft?“ er war doch etwas skeptisch. „Du weißt ja, Hunde und Katzen sprechen nicht immer die gleiche Sprache.  Katzen schnurren wenn sie sich wohl fühlen und Hunde Knurren, wenn sie sich ärgern. Und Oscar wunderte sich am Anfang immer, dass ich meine Ohren anlege und nicht aufstelle, dabei kann ich das doch gar nicht, wegen meiner Hängeohren.“ erklärte Lucky leicht verlegen. „Aber natürlich!“ rief Tristan begeister. „Wir sind genau die unabhängigen Parteien. Du – als Hund der bei den Menschen lebt und nicht in der Hundestadt und ich als Mensch.“

Lucky war immer noch skeptisch. „Bitte!  – Ich brauche dich dazu! Alleine finde ich auch gar nicht den Weg!“ bettelte Tristan und streichelte Lucky an seinen Lieblingsstellen. Lucky wälzte sich in bester Hundemanier auf den Boden und genoss die Streicheleinheiten. Als Tristan dann aufhörte hielt er erstaunt und leicht enttäuscht inne und sah den Jungen fragend an. Tristan holte seinen besten kleinen-Jungenblick heraus und sah seinem Hund in die Augen. Dann seufzte Lucky und knurrte leise. „Na gut – von mir aus. – Aber nur wegen dir!“ erklärte er dann. Tristan fiel Lucky um den Hals und beide fielen zur Seite auf einen Haufen Lego. „Autsch!“ rief Lucky. „Tschuldigung!“ meinte Tristan zerknirscht.

Vorsichtig schlich Tristan an die Tür und öffnete sie leise. Im Flur war alles dunkel. Nur aus dem Wohnzimmer klangen leise Stimmen. Tristan schlich sich aus dem Kinderzimmer, nachdem er Kilian- und Tristanattrappen in die Betten gelegt hatte. Leise öffnete er die Schlafzimmertür. Ob Geheimgänge immer im Schlafzimmer der Eltern waren? Gut, dass Tristan eine Taschenlampe dabei hatte, dann musst er kein Licht machen. Auch Lucky schlich sich leise tapsend aus dem Jungenzimmer hinter Tristan ins Schlafzimmer.

Da standen die beiden nur vor dem Schrank. „Bist du bereit?“ fragte Tristan. Lucky nickte. Dann fiel ihm ein, dass Tristan es gar nicht sehen konnte, da es dunkel war. Nur der Schein der Taschenlampe fiel auf den Schrank. „Ja – wenn du bereit bist – dann können wir.“ erklärte Lucky.

Tristan atmete tief ein. „Bereit!“ gab er an. „Na dann wollen wir mal los.“ bellte Lucky. „Psst!“ zischte der Junge. „Willst du, dass Mama und Papa uns hören und alles verderben?“ Tristan wusste, dass Erwachsene in Sachen Abenteuer die ihre Kinder bestehen durften doch manchmal etwas eigen waren.

Der Hund und der Junge gingen also durch das Tor in den Gang, der sie in die Welt der Tiere führte. Tristan war doch ziemlich mulmig zumute, als er auf allen vieren, mit geschlossenen Augen hinter Lucky her kroch um in die Katzenwelt zu gelangen. Er sah sich neugierig um als er die Augen wieder öffnen durfte. Irgendwie war es genauso wie damals bei den Kobolden. Aber doch ganz anders. Allein die Wände waren sehr hell und das schwache Licht wirkte gar nicht s dunkel. Auch die Wände mit diversen Wandgeschichten verziert.  Neugierig trag Tristan näher an die Wand und verfolgte die Geschichte. Die Bilder an den Wänden erzählten die Geschichte des Kampfes, Welt gegen Welt und die Verhandlungen des Friedens. In ihm wuchs das Bedürfnis alles zu tun, um den Frieden zwischen den Welten zu erhalten.

Teil 11

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *