Der Frühling ist da

Hallo ihr Lieben,
Ostern ist nun vorbei und wir hatten ein paar schöne Tage (zumindest bei uns 
im bayerischen Voralpenland). 
Die Sonne schien, teilweise sogar recht warm und ich habe endlich meine Balkone 
wieder für den Frühling herrichten können. In den Blumenkästen ist die neue Saat 
ausgesät und ich wart nun darauf, dass die Sonne die kleinen Pflanzen, hoffentlich 
lange, nach draußen treibt.

Vielleicht wird es auch früh morgens wärmer, denn ich werde dann auch wieder meinen 
alten Drahtesel hervorzerren und damit zur Arbeit fahren. Denn wie jedes Jahr steht die
Zeit nach Ostern ganz im Zeichen des Projekts: "Auf dem Weg zur Binkinifigur" (na ja,
zumindest vielleicht einen Badeanzug *g*).

Auch viel Geld werde ich dieses Jahr in die Hand nehmen müssen, denn mein Herr und
Meister hat beschlossen, dass Frauchen dieses Jahr ein neues Auto bekommt und als 
emanzipierte Frau des 21. Jahrhunderts fällt es mir schwer ihn dafür komplett bezahlen
zu lassen und daher werde ich natürlich den größten Teil selber stemmen.

Ebenso bekommen wir Zuwachs, also nicht wir direkt sondern unsere Wohnung *smile*:
neue Möbel braucht das Haus und somit, von der Frühlingsaufbruchstimmung 
beschwingt, haben wir ein neues Bett und Sideboards angeschafft. :-) 

Jetzt warte ich also auf das "Auschlagen der Bäume" Frühling nach einem
alten Volkslied und genieße den restlichen Tag und hoffe für viele 
Inspirationen für meine Geschichten.

Ich wünsche euch auch eine schöne Frühlingszeit.

Eure Susanne 







Eine kurze Pause

Hallo ihr Lieben,

ihr, die meine ersten Teil der Triologie von „That is love“ verfolgt habt und wissen wollt wie es weiter geht müsst euch etwas gedulden. Wobei „Triologie“ klingt gewaltiger als es eigentlich ist. Es sind einfach drei nette Geschichten rund um die Liebe. Zwischen Sonja und Ben ist es dann wohl wieder alles im Lot und ich kann mich dann dem nächsten Pärchen widmen *g*.

Ich hoffe sehr dass euch die Wartezeit nicht zu lange vorkommt, aber über Ostern habe ich genug Zeit, dem zweiten Teil den letzten Schliff zu geben.

Aber keine Sorge, die von mir gewohnten Rechtschreib- und Grammatikfehler werden sich auch im zweiten Teil finden *g*. Da bleibe ich mir treu *hüstel*.

Ich habe auch schon einige Emails von Lektoren bekommen, die mir ein Lektorat anbieten. Aber keine Sorge ich bleibe mir treu *Ironieundsarkasmus* – ich hoffe ihr wisst wie es gemeint ist.

Jetzt steht erst mal Ostern vor der Tür und mein Osterfikus ist schon geschmückt, die Osterkörbchen für Nichte und Neffe fast fertig befüllt. Der Hase kann kommen und mit Ostern auch der Film „Hüter des Lichts“. Einen Animationsfilm, der gut an Weihnachten, aber auch an Ostern angeschaut werden kann (sowie an allen andern Tagen)

Ich wünsche euch eine schöne Osterzeit

Eure Susanne

P.s. ich habe schon gehört, dass man irgendwie hier nicht kommentieren kann. Falls jemand also Lob und Kritik los werden will: im Impressum steht meine EMail. Oder, wer bei Facebook ist besucht mich in der eselsohr-Gruppe. Ich werde dann bei Gelegenheit eine Zusammenfassung in einem Beitrag veröffentlichen. Oder vielleicht hat auch jemand eine Anregung zur Problemlösung. *unschuldigschau*

 

That is love Teil 1.12

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Teil 1.9 / Teil 1.10 / Teil 1.11

Teil  1.12

Rrrrrring! Rrrrrinng!

„Hallo?“

 

„Hallo Sonja!“

 

„Ben?“

 

„Hrem, ja.“

 

„Wie geht es Dir? Patrick meinte, Du hättest etwas zu viel getrunken“ Ben konnte es nicht glauben, er hörte so etwas wie Besorgnis in Sonjas Stimme.

 

„Ben?“

 

„Ja“, er räusperte sich „es geht mir gut. Kopfschmerzen halt. – Wie geht es Dir?“

 

„Ben!“

 

„Ja?“

 

„Was war gestern los?“

 

„Ben! Sprich mit mir!“

 

„Willst Du es denn noch?“, fragte er zögernd.

Sonja seufzte. Wieso war er denn nur so stur und verschlossen?

 

„Es tut mir leid!“, das war Sonja. Ben konnte es nicht glauben. SIE entschuldigte sich bei ihm? Dabei …

 

„Nein! Mir tut es leid! Ich wollte Dich nicht erschrecken.“ Heisere Stimme. „Ich werde Dich auch nie wieder anfassen, glaub mir! Bitte! – Autsch!“ Ben hatte sich ruckartig aufgesetzt und so ganz hat das Wundermittel von Patrick wohl doch noch nicht gewirkt, ein Schmerz durchfuhr seinen Schädel und er musste sich zurück lehnen.

 

„Ben! Was ist los?“ Sonja war erschrocken. Ben hatte Schmerzen.

 

„Es war wohl doch etwas zu viel Wodka?“ Ben hatte die Augen geschlossen

 

Sonja kicherte erleichtert. „Du bist nicht mehr der Jüngste!“

 

„Danke!“, er lächelte.

 

Beide schwiegen.

 

„Sonja?“

 

„Ja?“, hoffnungsvoll.

 

„Meinst Du, Du könntest –also wenn ich verspreche – ich meine ich…“

„Ja?“

 

Ben räusperte sich. Sonja wartete gespannt, den Hörer fest an ihr Ohr gepresst.

 

„ Ich möchte zurück!“

 

Sonja strahlte. „Einer davon ist ein Drache und keiner weiß es, und dann isst er sie alle auf“

03.07.10

„Was?!“ Ben war verwirrt.

 

„JA, die alte Geschichte –weißt du noch?“

 

Ben lachte heiser auf. Jenes kleine Theaterstück auf der Kirmes. Sonja war mit einer ihrer zahlreichen Cousinen bzw. Tochter einer Cousine dort um ins Kasperletheater zu gehen. Ben hatte sie gesehen und sie hatte ihm gleich so gut gefallen, dass er auch mit reinging – ohne Kind. Er und Sonja hatten sich sehr amüsiert und bei eben diesem Satz hat Ben Sonja gefragt ob sie mit ihm ausgehen würde. Und dann war es bei ihnen am Anfang so, dass sie, statt der Frage „Wollen wir uns treffen?“, gesagt hatten „Einer davon ist ein Drache und keiner weiß es, und dann ist er sie alle auf“.

 

„Ja, ich würde gerne mit Dir ausgehen.“ Ben grinste.

 

„Wann kommst  Du?“

 

„Jetzt gleich?“

 

„Ja!“

 

„Sonja?“

 

„Ja?“

 

Ben räusperte sich.

 

Sonja wartete, den Hörer ans Ohr gepresst.

 

„Ich – also, Du weißt ja, – ich hatte – wir hatten lange nicht mit einander geredet – also ich wollte trotzdem, dass  Du weißt-“, Ben brach ab und holte tief Luft.

 

„Ben?“

 

„Ja?“

 

„Ich liebe Dich!“, leise weibliche Stimme

 

„Ich Dich auch!“, sehr leise männliche Stimme.

 

Ben sprang aus dem Bett und in seine Hose und wie der Blitz an einem verwunderten Patrick vorbei.

– soweit es seine körperliche Verfassung nach dem gestrigen Abend zuließ.

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Im Chat:

 

Misty: Hallo alle miteinander! Da sind wir ja alle wieder beinander!

 

Kolibri: Hallo *g*

 

 

Naschkatze: Na Kolibri und Nickname – wie läuft es an der Partnerfront?

 

Nickname: Hervorragend!

 

Kolibri: Kann dem nur zustimmen – wir haben uns ausgesprochen

 

PrinceCharming666: Das freut mich – Nickname: ich will dann später noch Details hören *schmutzigesgrinsen*

 

Nickname: Hey Kumpel, tut mir leid – es geht hier immerhin um meine Frau

 

Naschkatze und Misty: Seufz!!!!!

 

Kolibri: Nickname – Du bist ja ein Gentlemen-Charmeur?

 

Nickname: Kann dem nur zustimmen.

 

Misty: Freu mich für Euch beide, bzw. auch für Eure Partner!

 

Kolibri:  Misty – ja der freut sich auch *g*

 

Naschkatze: dann wird es Euch freuen zu hören, dass MisterX und ich ebenfalls in die Riege der Paare aufgenommen wurden J

 

Kolibri: Ich glaube ich sprech für alle – herzlichen Glückwunsch!

 

PrinceCharming666: So, ich hab noch was vor Kinder – bis bald!

 

Misty: schließe mich an

 

 

Naschkatze: schließe mich ebenfalls an, muss morgen früh raus, genießt Euer Leben J – auf in die nächste Woche *g*

  

Nickname: Ich freu mich ehrlich für Dich Kolibri! Es ist schön, wenn man den Partner wieder versteht.

 

Kolibri: Ja – dito. Wir wollen endlich mal wieder alte Traditionen aufleben lassen.

 

Nickname: Wir haben sie schon aufleben lassen *g*

 

Kolibri: Na na na! Reden wir gerade von Deiner Frau *smile*?

 

Nickname: Ja, wir gehen auf eine Kirmes und sehen uns ein Kasperltheaterstück an, aber davon weiß sie noch nichts.

 

Kolibri: wie romantisch!?

 

Nickname: Ja, da hatten wir uns kennengelernt und ich hatte sie gefragt ob sie mit mir ausgeht.

 

Kolibri: Ein erwachsener Mann geht in ein Kasperletheater?

 

Nickname: Warum nicht? – Ich hatte die Frau meiner Träume getroffen und sie ging mit irgendeiner Cousine – Nichte –  davon die Tochter was auch immer rein – da muss ein Mann tun, was ein Mann tun muss *g*

 

Nickname: Kolibri?

 

Kolibri: Einer davon ist ein Drache und keiner weiß es, und dann isst er sie alle auf?

 

Nickname. Was? – Woher?

 

Nickname: Sonja?

 

Kolibri: Ben!

               

That is love Teil 1.11

Teil 1.11

„Wann wird er anrufen?“ Sonja saß mit Melanie beim Frühstücken.

 

„Na allzu bald wahrscheinlich nicht, wenn Patrick Bens Zustand gestern richtig beschreiben hatte!“

 

„Und wenn er nun doch nicht anruft?“

 

„Dann rufst Du ihn an!“

 

„Nein – dass kann ich nicht!“ Sonja war entsetzt.

 

Melanie seufzt. „ Dann ruf ich ihn an!“

 

„Dann kommt er nie zu mir zurück!“ Sonja war verzweifelt

 

„ Na so sehr wird er mich schon nicht hassen!“ Melanie lachte. „Komm schon – lass ihn doch mal seinen Kopf wieder ins Reine bekommen und dann wird er sich schon melden.“

 

„Aber er hat ja gar kein Handy dabei. Fünf Handys hat er, aber die liegen alle hier!“, fiel Sonja ein.

 

„Patrick hat auch ein Telefon, weißt Du!“ Melanie sprach sehr vorsichtig mit einem amüsiertem Lächeln auf Sonja ein.

 

„Ja?“

 

„Ja! – Von dem hat er uns heute Nacht angerufen – erinnerst Du dich?“ Melanie konnte ein breiteres Grinsen nicht verbergen.

 

Sonja wurde leicht rot. Sie stellte sich aber schon doof an.

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Während Sonja und Melanie noch darüber diskutierten, ob Ben nun anrufen würde und wann und was wäre wenn er sauer wäre und und und, lag Ben immer noch unter der Decke und wollte am liebsten gar nicht mehr aufstehen. Einfach nur unter der Decke liegen bleiben. Er überlegte gerade, wie er es sich häuslich einrichten könnte, aber leider – er kannte Patrick – hatte dieser ihm wohl seine Geheimwaffe gegen die körperlichen Folgebeeinträchtigungen nach zu viel Alkohol eingeflößt. Es ging ihm schon wieder besser – körperlich zumindest. Und eigentlich tat ihm schon der Rücken weh vom langen Liegen. Er hörte wie die Tür aufging. Leise stöhnte er auf.

 

„Das wird Dir auch  nichts nutzen – jetzt wird geredet. Dir muss es jetzt wieder gut gehen!“

 

„Leider!“ Ben setzte sich auf. Die Decke noch über ihn.

 

Patrick musste lachen. Ben benahm sich aber auch zu kindisch. „Komm Alter! – So schlimm wird’s schon nicht gewesen sein.“

 

Ben kam langsam unter der Decke hervor und setzte sich auf. Er sah Patrick nur an. Patrick seufzte. „Du weißt, Du musst reden, wenn schon nicht mit mir, dann mit Sonja! So soll es nicht enden.“

 

„Ich will nicht dass es endet.“ Ganz leise Stimme.

 

„Dann rede mit ihr.“

 

„Wenn ich mit ihr rede ist es vorbei.“ Ben sah nach unten.

 

„Im Gegenteil!“ Patrick wurde langsam wütend. Wie kann sich ein einzelner erwachsener Mensch nur so in Selbstmitleid suhlen. „Wenn du nicht mit ihr sprichst, dann ist es ganz sicher vorbei.“

Ben sah Patrick mit leichter Hoffnung an. „Ich glaube  nicht, dass Sonja mit mir reden will und …“

 

„Natürlich will sie es! Sie wartet auf deinen Anruf. Sie weiß nämlich leider nicht was mit dir los ist! – Ich weiß es übrigens auch nicht. Gut ihr habt Euch gestritten! Gut, sie hat dir nicht genau gesagt, dass sie das Haus nicht will und viel Kontakt hattet ihr in letzter Zeit nicht – aber deswegen hat sie noch lange keinen Grund dich aus ihrem Leben zu streichen.“

 

„Ich wollte sie schütteln.“  Patrick musste sich vorbeugen, um Ben zu verstehen. „ Ich wollte sie schütteln. Hätte sie mir nicht gesagt ich solle sie nicht anfassen … ich weiß nicht, was ich dann getan hätte!“

 

„Nichts hättest du getan!“, erklärte Patrick bestimmt

 

Ben sah ihn nur an. Patrick stöhnte. „Von Vater haben sie es auch alle behauptet!  Und was war?“ Ben schauderte bei der Erinnerung, wie sein Vater immer seine Mutter verprügelt hatte. Er hatte sich damals geschworen, so würde er seine Frau nicht behandeln. Eher würde er sich nie streiten und jetzt war er kurz davor gewesen Sonja in Wut anzufassen. Und wahrscheinlich gar nicht mal so sanft.

 

„Du bist nicht so! – Du hast sie ja nicht angefasst!“

 

„Ach ja? – Aber sie hatte Angst? Ich hab’s in ihren Augen gesehen! Und beinahe hätte ich!“

 

„Nein, hättest Du natürlich nicht! Du warst wütend und leider, mein Freund, Du gestattest es Dir nicht sehr oft und Sonja war wahrscheinlich überrascht.“

 

Ben sah auf die Decke. Er war immer noch im Bett. Patrick warf ihm eines seiner schnurlosen Telefone aufs Bett. „Ruf sie an! Und klär es mit ihr!“

That is love Teil 1.10

Teil 1.10

Er lag nicht in seinem Bett! War das erste was Ben bemerkte als der die Augen öffnete. Das Licht kam von der falschen Seite. Insofern überhaupt kein Licht einfallen dürfte. Er schlief doch immer mit absolut abgedunkelten Fenstern. Das zweite was Ben wahrnahm war das extreme Hämmern in seinem Schädel. Er richtete sich auf, nur um es gleich zu bereuen als ihn ein noch schlimmerer Schmerz  seinen Kopf durchbohrte und ihn aufstöhnen lies.

 

„Na Kumpel? – Wir sind wohl nicht mehr der Jüngste?!“, ein grinsender Patrick reichte ihm ein großes Glas mit einer roten Flüssigkeit. Ben meinte fast so etwas wie Schadenfreude auf dem Antlitz seines Freundes ausmachen zu können.

 

„Mein Gott! – Nicht so laut! was ist passiert? Ist ein Haus über mich eingebrochen?“, er flüsterte.

 

„Ein Haus nicht aber du hast dir den Kopf an einer Whiskeyflaschen gestoßen, oder an mehreren –denke ich, wenn man deinen Erzählungen gestern glauben darf.“ Patrick setzte sich aufs Bett. Ben zuckte zusammen. Nahm das Glas und nippte daran.

 

„Uaagg!“, entsetzt sah er erst das Glas und den Inhalt und dann Patrick an. „Willst du mich vergiften?“, er wurde lauter. Patrick erkannte an Bens Grimasse, dass dieser seinen „Aufstand“ schon gleich wieder bereute. Er ergriff Bens Hand mit dem Glas und führte diese wieder zu seinem Mund.

 

„Trink! – Das hilft gegen die Vergiftung!“ Patrick konnte immer noch nicht sein Grinsen verkneifen.

 

Ben lehnte sich zurück und leerte in kleinen Schlucken sehr sehr sehr langsam das Glas.

 

„Und? Geht es besser?“, wollte Patrick wissen.

 

„Da hast du noch mal Glück gehabt!“, Ben grummelte. „Was mach ich eigentlich hier?“

 

„Das wollte ich eigentlich dich fragen.“

 

Ben stütze seinen Kopf mit der Hand ab und rieb sich die Stirn. Das letzte an das er sich erinnerte war der schiefe Turm von Pisa, zumindest wusste er noch, dass er davon erzählt hatte. Er erzählte das auch Patrick, der daraufhin in Erheiterungsstürme ausbrach.

 

„Nein, davor!“, Patrick lachte.

 

„Kannst Du auch etwas leiser fröhlich sein?“ Ben schloss die Augen und versuchte sich weiter in die Kissen zurück zu lehnen. „Ist mir schlecht!“

 

„Das geschieht dir recht.“ Patrick zeigte kein Mitleid „Der ‚schiefe Turm‘ warst du.“

 

Ben riss die Augen auf. Erstaunt.

 

„Ich weiß nur, dass du gestern – wohl eher heute um 2 Uhr nachts – bei mir volltrunken geklingelt hattest und als ich Sonja angerufen hatte sie völlig außer sich vor Sorge war.“ Gut, das war nicht ganz die Wahrheit aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel, dachte sich Patrick.

 

„Aber sicher doch!“ Ben glaubte ihm nicht.

 

„Wieso  nicht? – Du bist ihr Mann.“

 

„Ja das bin ich wohl – doch ich glaube nicht, dass sie es noch will!“ Ben sah auf die Finger seiner rechten Hand und sein Blick blieb an den kleinen weißgoldenen Ring hängen.

 

Und mehr bekam Patrick nicht aus Ben heraus. Mit der Begründung ihm sei wahnsinnig schlecht und würde gerne noch etwas schlafen schloss er die Augen und entzog sich so einer Diskussion.

„Gut!“, meinte Patrick, „Erhol dich, aber später reden wir darüber und dann wirst Du Sonja anrufen.“ Ben zog sich die Decke über den Kopf und grunzte unbestimmt vor sich hin. Patrick wertete dies als Zustimmung. Er wusste, wann Widerworte bei Ben zwecklos waren. Aber er war nicht umsonst sein längster Freund – Patrick war zuversichtlich und hatte schon immer alles aus Ben herausbekommen, was er wissen wollte.

 

Während das rote Zeug anscheinend zu wirken begann funktionierte Bens  Erinnerung wieder. Was ihn noch mehr in seinem Entschluss bestärkte am besten für den Rest seines Lebens im Bett zu bleiben. Genau so, wie Sonja ihn angesehen hatte, hatte seine Mutter immer seinen Vater angesehen, kurz bevor er ausgerastet ist.

That is love Teil 1.9

Teil 1.9

 

 

 

 

„Hallo?“, eine Frauenstimme meldete sich

 

„Sonja?“, fragte Patrick

 

„Nein – hier ist Melanie – eine Freundin – wer ist denn da?“

 

„Hier ist Patrick – was machst du denn da?“

 

„Ich telefoniere!“, sie grinste. Er hörte es.

 

„Stimmt!“, auch er musste grinsen.

 

„Wer bist Du?“, fragte sie. Im Hintergrund hörte er eine andere weibliche Stimme fragen wer denn dran wäre.  Melanie antwortete ihr.

 

„Hallo Patrick, was willst DU?“, das war Sonja. Sie hatte Melanie das Telefon aus der Hand genommen. „Weißt Du wie spät es ist?“

 

„Ja ich weiß es – aber ich glaube Dein Mann wusste es nicht, als er vorhin bei mir aufgekreuzt ist.“

 

„Ben? – Woher…? Weißt Du wo er ist? Wie geht es ihm?“ Patrick meinte so etwas wie Besorgnis, wenn nicht sogar Panik, aus Sonjas Stimme zu hören.

 

„Ja – er liegt gerade besoffen in meinem Bett.“

 

„ Besoffen? – Geht es ihm gut?“

 

„Den Umständen entsprechend. Sonja – was ist zwischen Euch vorgefallen?“ Seine Stimme klang so freundlich besorgt. Sonja fühlte sich richtig wohl. Natürlich galt die Sorge nicht ihr, sondern Ben. Hätte sie ja nie gedacht, dass sie sich im Gespräch mit einem von Bens Freunden wohl fühlen könnte, und schon gar nicht mit Patrick. Sie hatten sich eigentlich nie so richtig kennengelernt. Bens Männerfreundschaften waren ein großes Geheimnis in ihrer Beziehung. Ebenso wie ihre Freunde für Ben.

 

„Wir hatten Streit – einen ganz schlimmen und es ging noch nicht mal um was Wichtiges – aber …“

 

„Aber ‚was‘?“, kam es gleichzeitig von Patrick und Melanie.

 

„Wir haben uns richtig angebrüllt – ich kenn das gar nicht von mir – und schon gar nicht von Ben und dann plötzlich kam er auf mich zu und ich bin halt ausgewichen und dann – wurde er still und ist einfach gegangen. Weißt du was?“

 

„ Ich weiß es nicht! Wir konnten leider noch nicht sprechen – er war etwas gehandikapt.“ Patrick räusperte sich. Und dachte nach, wie er am besten mit Sonja sprechen konnte.

 

„Patrick? Bist zu noch da?“

 

„Ja – was willst du jetzt machen?“

 

„Ich weiß es nicht.“, flüsterte Sonja. „Aber danke, dass du mir Bescheid gesagt hast wo Ben ist.“

 

„Jederzeit wieder. – Sonja – egal was momentan zwischen euch ist: sei nicht böse auf ihn. Ich glaube es tut ihm schon leid, dass er gebrüllt hat…klär es mit ihm“

 

„Mir auch…aber wie – ich glaube ich trau mich nicht.“, Sonja seufzt. Aus dem Hintergrund kam Melanies Stimme: „Ihr müsst!“ – „Aber schon morgen …?“ – „JA morgen!“, kam es bestimmt von Melanie. Patrick hatte alles mitgehört.

 

„Tschüss – ich sag ihm,  er soll sich morgen bei dir melden, damit ihr es klären könnt. Ok?“

 

„Ok. – und  Patrick…“

 

„Ja?“

 

„Danke dass du dich um ihn kümmerst.“

 

„Sicher – er ist mein Freund. Aber erwarte seinen Anruf nicht zu früh.“ Patrick musste grinsen

 

„Ha – dem wird sein Kopf dröhnen!“, das rief Melanie aus dem Hintergrund. „Jeder wie er’s verdient.“

 

Auch  Sonja musste grinsen.

 

 

Beide legten auf.

 

 

 

 

„Was willst du Ben sagen, wenn er morgen anruft?“, wollte Melanie wissen. „Ich hoffe Du wirst nicht zu schnell einlenken, weil dann seid ihr schneller wieder im alten Fahrwasser als ihr ‚hallo‘ sagen könnt.“

 

Sonja seufzte. „Ich weiß es nicht! – Eigentlich bin ich wütend auf ihn – aber…!“, flehentlich sah sie Melanie an.

 

„Aber was?“

 

„ Du hättest seinen Blick sehen sollen! So – verzweifelt – vielleicht ist ihm unser Streit so richtig bewusst geworden und …es tut ihm bestimmt leid. Ben ist kein Mann der gerne streitet.

 

„Meine Süße“, Melanie gab Sonja einen Kuss auf die Stirn. Sie grinste.

 

„Was?“

 

„Du liebst ihn!“ Melanie lachte.

 

Sonja sah sie erstaunt an. JA – sie liebte ihn noch. Nicht so schwärmerisch wie am Anfang ihrer Beziehung. Aber sie liebte ihn. Deswegen verletzte sie ja seine geistige Abwesenheit so sehr. Sie wollte die wichtigste Person in seinem Leben sein. Ihre Augen begannen zu strahlen. Oh ja, sie würde sich morgen entschuldigen und ihm sagen, dass sie ihre Beziehung halten wollte. Dann kam ihr ein Gedanke und das Lächeln verschwand.

 

„Was mach ich, wenn er mich gar nicht mehr will?“

 

„Dann ist er selber schuld.“

 

„Nein – sag‘ doch? Was mach ich denn dann?“

 

„Sonja – du glaubst doch nicht wirklich, dass Ben alles gleichgültig ist? – Kein Mann besäuft sich so, wie Patrick es beschrieben hat, wenn ihm alles egal ist.“

 

„Nicht?“, das klang  hoffnungsvoll.

 

„Nein! – Ein Mann besäuft sich, wenn er will, dass ihm alles egal ist, ihm aber nicht alles egal ist.“ Weise sah Melanie sie an.

 

Sonja musste lachen. „Du hast sicher recht!“

 

„Klar habe ich recht. Ich kenn mich aus mit den Männern.“ Sie grinste. „Deswegen bist du ja verheiratet und ich nicht. Ich halte lieber gleich Sicherheitsabstand.“

 

„Na ja, aber nur bis zum Treffen mit dem sagenhaften PrinceCharming.“

 

„Nobody is perfect!“

 

Melanie ergriff ihr Glas Wein, welches noch zwischen ihr und Sonja auf dem Couchtisch stand, zwinkerte  und prostete ihr zu.

That is love 1.8

Teil 1.8

„Ja hallo?“, kam es verschlafen von Melanie

 

„Melanie, ich bin’s!“

 

„Sonja? Liebe? Was ist passiert?“ Melanie setzte sich alarmiert in ihrem Bett auf.

 

„Wir hatten einen furchtbaren Streit!“ Sonja schnäuzte sich.

 

„Weinst Du?“

 

„Ja!“ Sonja wimmerte.

 

„Was ist passiert? Soll ich vorbei kommen?“

 

„Sonja – Süße!? Sag was?“

 

„Bitte komm!“

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Patrick lag bereits im Tiefschlaf als es  an seiner Tür Sturm klingelte. Verschlafen sah er auf den Wecker: 2 UHR!! Derjenige, der da klingelte hatte besser eine verdammt gute Erklärung.

 

„ Verdammt! Ich komm‘ ja schon!“ Mit Bademantel und Gesundheitslatschen schlurfte Patrick zur Tür. Drückte den Summer und öffnete die Wohnungstür. Polternd und laut kam die Person in den dritten Stock.

 

„Ben?!“ Patrick war entsetzt. Ben war kreideweiß, die Augen blutunterlaufen, schwankend. Patrick sprang ihm entgegen als er über die letzte Stufe stolperte. Wich dann leicht wieder zurück.

 

„Puhh! Du stinkst! – Wo kommst du denn her?“

 

„Weissdu  – ich weissnichmehr  – Danke!“, sagte Ben als Patrick in stützend in seine Wohnung brachte.

 

Patrick führte Ben ins Badezimmer und setzte ihn auf den Toilettensitz. Ben fiel gleich zur Seite, was aber nicht weiter schlimm war,  da Patricks Badezimmer sehr klein war und die Wand gerade mal 10 cm entfernt.

 

„Weiß Sonja wo Du bist?“

 

„Hrmbf! – Nö!“

 

„Ich ruf sie an!“

 

„Wieso? Dieschläftschon – jawoll!“

 

Patrick schüttelte den Kopf.

 

„Ichbinderschiefeturmvonpisa! – Armer Turm, so schief so schief! – Weissdu wie so ein Turm sich fühlt?“, Ben stand auf. Schwankte und Patrick stützte ihn wieder.

 

„Nein“

 

„Total schief!“, lallte Ben und grinste während er  mit dem Zeigefinger an Patricks  Brust tippte. Er führte Ben wieder auf den Toilettensitz zurück, der sofort wieder schief gegen die Wand fiel.

„Bleib sitzen, Ben! – Ich hol dir was zu trinken.“

Patrick brachte Ben ein großes Glas Wasser. Ben trank es aus und schüttelte sich.

„Wasser mein Freund! – Du bist wirklich mein Freund – aber ein Wiskywärmirliba!“ Ben grinste.

 

„Meinst Du nicht, dass Du schon genug Whisky in Dir hast?“, gab Patrick trocken zurück. Ben schüttelte den Kopf. Hätte er wohl besser nicht getan, denn da:

 

„Ich glaub mir wird schlecht!“  Patrick half Ben den Kopf übers Waschbecken zu halten. „Das ist wirklich der Vorteil an einem kleinen Bad. Man kann problemlos vom Klo ins Waschbecken kotzen.“, stellte Ben fest. Patrick hievte Ben unter die Dusche und drehte den Hahn auf.

 

„Schpinst Du! Es ist kalt!“

 

„Dann kommst Du wieder zur Besinnung! Mensch Ben! Du warst das letzte Mal bei Deinem Abschluss so besoffen!“

 

„Kalt! Sie ist genauso kalt!“, winselte Ben.

 

„Wer? Sonja?“

 

Ben nickte. „Ich war so sauer!“ Ben sah in seinen Schoß „Und sie sah mich so an …so- die Erde dreht sich – weissdu?“

 

„DAS kann ich mir vorstellen – wär ja schlimm wenn sie sich nicht mehr drehen würde!“, kommentierte Patrick trocken den Themenwechsel.

 

„Mein Freund – Du bist weise!“, stellte Ben fest. „Endlich siehst du es ein!“, Patrick grinste.

 

Dann war er still. Patrick hievte seinen Freund wieder aus der Wanne, abtrocknen konnte sich Ben selber aber der Weg vom Bad zum Bett in einen von Patricks Schlafanzügen war wieder schwer.  „Keine Wand zum abstützen.“, murmelte Ben und schüttelte den Kopf.

„Ja, man kann nicht immer überall Wände haben.“

 

„Manche Menschen haben nur Wände um sich – da rennt man sich den Schädel ein. Und die Wunde ist ihnen ganz egal – jawoll!“

 

„ Leg Dich jetzt hin und schlaf!“

 

„Du bist ein echt guter Kumpel!“ Ben drehte sich auf die Seite und schlief ein.

Patrick verließ sein Schlafzimmer, schloss die Tür und setzte sich auf die Couch im Wohnzimmer und nahm das Telefon in die Hand.

That is love Teil 1.7

Teil 1.7

„Was glaubst Du denn? Meinst DU ich habe immer wieder zu meinem Vergnügen gefragt, ob wir es wirklich durchziehen können? Meinst DU ich habe die Prospekte von Eigentumswohnungen zum Spaß mitgebracht? – Weil ich zu wenig zu tun hatte?“

 

Ben war sauer. Ok! Sie wollte reden also würde er reden!

 

„Ach ja? Und wer war den ganzen Tag auf der Baustelle? Hat sich um die großen und kleinen Wünsch von Madame gekümmert? Die Fließen und die runden Ecken? Und wer hat die Ecken in der Küche wieder begradigt, als die Glasfließen nicht gepasst hatten?“

 

„Es hat Dich doch keiner dazu gezwungen! Mein Vater…“

 

„Dein Vater? – Der Mann, den Du auf gar keinen Fall auf der Baustelle haben wolltest? Oh ja sicher! “

Nun begann Ben eine weibliche Stimme  zu imitieren „Nein Ben lass, mach es lieber selber, Ben mach dies, Ben mach dass, mein Vater kann das nicht und mach es aber genau so wie ich es will, ohne(!) dass ich es dir sage wie ich es will!“

 

„Mein Vater hat es oft angeboten und ich hätte ihn auch auf der Baustelle als Aufsicht gewollt. Mein Vater weiß nämlich wie die Dinge zu regeln sind! Aber Du konntest es ja nicht lassen, dich selber um alles zu kümmern! Wenn DU mal nicht die Kontrolle hast, da fühlt der gnädige Herr sich ja nicht wohl! Und damit ich nicht mit dir wieder rumdiskutieren musste habe ich Papa nicht hingelassen“

 

„Das sind ja ganz neue Töne! Vorhin konnte man mit mir ja gar nicht reden! Und jetzt diskutiere ich!“

 

„Du bist so ein Idiot! So stur! Deswegen kann man mit dir gar nicht reden. Du bist ja noch nicht mal bereit eine andere Meinung anzuhören! Sobald Du merkst der andere hat recht, dann gehst Du!“

 

„Ach ja? Nun dann: erkläre mir Deine Meinung: Wieso hast DU, Deiner Meinung nach, mir nicht gesagt, dass DU GAR KEIN HAUS WILLST“, er wollte nicht schreien, aber er konnte nicht anders.

 

„Schrei nicht so!“

 

„Ich höre!“, wütend sah er sich an. Lehnte sich an das Waschbecken, die Arme vor der Brust gekreuzt.

 

„Red‘ nicht in diesem Ton mit mir!“, begehrte Sonja auf

 

„In welchem Ton red‘ ich denn mit Dir? – In genau dem gleichen Ton indem Du die ganze Zeit mit mir sprichst. Mir wegen irgendetwas, was schon ewig her ist, in den Ohren liegst! Sonja, ich kann’s nicht mehr hören!“

 

„Das hab ich mir gedacht. Die Wahrheit willst DU ja gar nicht hören!“

 

„WELCHE WAHRHEIT“, das war gebrüllt. Ben ging auf Sonja zu, die immer noch in der Tür stand. Sie wich zurück. Verzweifelt hob er die Hände als wollte er sie schütteln.

„Wage es ja nicht mich anzufassen! Wer glaubst Du denn das du bist?“ Hasserfüllt sah sie ihn an. Sonja zitterte vor Wut und hob schützend die Hände vor ihr Gesicht. Ben schrak zurück.

 

„Ich bin Dein Mann! – Der den du zu lieben vorgibst!“  Plötzlich war alle Kraft aus Ben gewichen und er senkte den Kopf und konnte nur noch flüstern. Oh nein! So hatte er sich das Gespräch mit Sonja wirklich nicht vorgestellt. Leise ging er an Sonja vorbei ins Schlafzimmer. Zog seine Hose wieder an und ein T-shirt.

 

Sonja war völlig überrascht. Das hatte sie nicht erwartet. Und eigentlich ging es ja gar nicht um das Haus.

 

„Ben – was tust Du? Wir sind noch nicht fertig!“

 

Er drehte ihr den Rücken zu, den Kopf gesenkt. Und zog sich die Socken an. Sagte aber nichts.

Ohne sie anzuschauen ging er an ihr vorbei, die Treppe runter.

„Ben!?“

 

Sonja stand noch oben an der Treppe und sie hörte wie die Tür ins Schloss viel. Oh mein Gott! Was war nur in sie gefahren? Sie wollte doch mit ihm reden, aber nicht – so! Und sie wusste genau dass er es auch nicht wollte. Sie hatten sich noch nie so angebrüllt. Ob da doch mehr im Argen lag als sie dachte?

That is love Teil 1.6

Teil 1.6

Ben fährt den Computer runter und löscht das Licht. Er hofft, dass Patrick mit seiner Bekanntschaft alles für das Treffen regeln kann. Ben sitzt immer noch in seinem Arbeitszimmer, er sitzt gerne im Dunkeln. Es ist spät geworden. So ein Chat ist doch recht unterhaltsam.  Hätte er sich ja gar nicht gedacht. Aber wahrscheinlich liegt das auch an den Leuten. Und – so ehrlich war er zumindest zu sich selber – es war anonym. Bis auf Patrick wusste keiner wer er war und mit Patrick verband ihn doch eher eine „ungewöhnliche“ Männerfreundschaft. Ganz entgegen seinen Angaben im Chat  sprachen er und Patrick sehr viel miteinander – auch über das andere Geschlecht. Er muss wirklich mal mit Sonja sprechen. Er seufzte. Wann ist alles so kompliziert geworden?

 

 

Unten hört er eine Tür. Sonja wird wahrscheinlich angekommen sein. Er sah auf die Uhr: 22:17

Er steht auf und verließ sein Zimmer, ging die Treppe runter,  um ihr entgegen zu gehen.

 

„Hallo Ben!“

 

„Hallo! Wie war’s bei Melanie?“, er gab ihr einen Kuss auf die Wange. Ein leicht irritierter Blick von Sonja folgt. Ben fühlte wie sich der Ärger in ihm zusammenbraute. Durfte er noch nicht mal seine Frau küssen?

 

Wie er wieder die Augen zusammen zog. Sonja schüttelte den Kopf als sie nach seinem überraschenden Kuss in sein Gesicht sah.

 

„Komme ich zu früh?“ , fragte sie.

 

„Nein, wieso?“

 

„Du schaust so…so?“

 

„Darf ich noch nicht mal schauen? – Herr Gott nochmal!“ Ben schlug mit der Faust auf das Treppengeländer.

 

Der hat mal wieder eine Laune! Sonja schüttelte den Kopf, zog ihren Mantel aus und hängte ihn an die Garderobe.

„Wenn Du so schlechte Laune hast, warum bist Du denn noch auf?“

 

Wie gereizt sie ist! „ Entschuldige dass ich lebe! – ich geh ins Bett, ich bin müde! Gute Nacht!“ Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um, stieg die Treppe nach oben und ins Bad.

 

Sonja musste seufzen. So konnte es einfach nicht weiter gehen. Alles was sie sagte, bekam er in den falschen Hals oder war wegen irgendetwas sauer. Und dann zog er sich zurück. Aber nicht mit ihr!

Die anderen im Chat meinten sie sollten mehr miteinander reden? Sie sollten sich sagen was sie denken? Ok! Sie würde jetzt damit anfangen. Und der gnädige Herr würde jetzt reden müssen.

 

Sonja folgte Ben mit heftigen Schritten nach oben und öffnete die Badezimmertür.

Nur mit Unterhose bekleidet stand er da. Wie sah er gut aus! Sonja war wie immer, wenn sie ihn richtig betrachtete, überrascht.

 

„Hey! Was soll das?“

„ Geh nicht einfach so weg, wenn wir mitten im Gespräch sind!“

 

„Welches Gespräch?“, er schnaubte.

 

„Eben, bevor wir überhaupt miteinander reden können, drehst Du Dich um und gehst in Bad, in die Kneipe, in Dein Arbeitszimmer oder ins Bett. Aber damit ist jetzt Schluss!!“

 

„Ach ja?“

 

„Ja genau! Tu nur nicht so cool! Was war denn das eben? Erst küsst Du mich und dann schnauzt Du mich an? Ziehst die Augen zusammen – als hätte ich die Krätze. Ist doch ein Scheiß! Wenn es Dich nicht interessiert, wie es war, dann frag halt nicht!“

 

„Wer sagt, dass es mich nicht interessiert? – Wer sagt das? Wohl dein gute Melanie, was?“

 

„Hör auf! Hier geht es doch nicht um Melanie! Hier geht es um Dich und mich!“

 

„Ach ja!? Seit wann das denn? Ständig telefoniert ihr und wenn ihr nicht miteinander telefoniert dann sitzt ihr in einem  Café!“

 

„Und was ist mit Dir und Deinem Patrick!?“

 

„Ach ja? Was ist bitte mit Patrick? Wir sind schon seit Ewigkeiten befreundet!“

 

„Hör auf mit dem dämlichen ach ja! Ständig bist Du mit den Jungs unterwegs! Für mich und meine Wünsche interessierst Du Dich gar nicht mehr! – Wann wolltest Du das letzte Mal mit mir ins Kino gehen, wann – he sag schon? Ja – das fällt dir schon nicht mehr ein, aber keine Sorge, mir auch schon nicht mehr.  Den 1ganzen Tag sitzt Du an Deinem Computer und wenn ich abends heimkomme gehst du weg. Melanie interessiert sich wenigstens für die Dinge die ich tue?“

 

„Und was ist mit den Dingen die ich tu? – Meine Arbeit, die uns, ganz nebenbei, unser Haus finanziert hat!“

„Und wer wollte denn das Haus???? Ich nicht!! – DU wolltest das Haus!“

 

„Herrgott!!! Was soll das denn auf einmal? WARUM hast DU nicht EINMAL den Mund aufgemacht dass Du dieses VERDAMMTEHAUS nicht willst? Ich bin doch kein Hellseher!“

 

Ihre Stimmen wurden immer lauter, aggressiver und zorniger. Sonja war für einen Moment wirklich froh in einem Haus zu wohnen und nicht in einer Mietwohnung.

That is love Teil 1.5

Teil 1.5

Im Chat:

  

Kolibri: Lacht jetzt nicht, aber Nickname und ich haben das gleiche Problem:   Warum spricht mein Partner nicht mehr mit mir? – Hallo Misty da bist Du ja wieder– da sind wir ja nun komplett *g*

 

Misty: Kolibri …

 

Naschkatze: Aber da ihr es jetzt wisst, was hindert Euch daran, mit dem jeweiligen Partner zu sprechen?

 

Nickname: *schnaub* Sie ist ja soooo unendlich beschäftigt.

 

Kolibri: Eben! Immer hat er zu tun oder ist mit seinen Kumpels weg. Wie soll ich da mit ihm reden? *grr*

PrinceCharming666: Dann fragt halt Eure Partner nach einem Termin –

 

Kolibri: Toll! Jetzt muss ICH noch nach einem Termin…

 

Nickname: …fragen, wir sind die Leidtragenden und…

 

Kolibri: … die anderen kümmert es wahrscheinlich gar nicht…

 

Nickname: …was wir denken!

 

Misty: Schön wie Ihr Euch zumindest ergänzt!

 

PrinceCharming666: *ggg*

 

Naschkatze: Überlegt es Euch! Es bringt nichts, seinen Unfrieden in sich hinein zu fressen, dadurch löst sich Eure Situation mit Euren Partnern  nie.

 

Kolibri: Wahrscheinlich habt Ihr recht! *smile* – Mist – ist es schon so spät – oh Gott ich muss heim….

 

Misty: Seufz! Hoffentlich renkt sich das wieder ein.

 

Naschkatze: Bestimmt! Die müssen nur mit ihren Partner reden.

 

Nickname: ich bin übrigens noch hier *g*

 

Naschkatze: dann weist Du was Du zu tun hast J

 

Nickname: Hast ja recht *seufz*

 

PrinceCharming666: halte uns auf dem Laufenden Alter.

 

Nickname: bloß gut, dass Du nicht neugierig bist

 

PrinceCharming666: *megagrins* ich freu mich eben, dass es Dir auch nicht besser geht als uns anderen – Mädels, Ihr müsst wissen, dass unser Nickname Adonis persönlich ist und für mich als „normal Sterblicher“ ist es unheimlich beruhigend, dass er auch Probleme hat wie  jeder andere auch.

 

Nickname: Prince!!!! … ja ja ich bin halt auch nur ein Mann *trocken*

               

Naschkatze: Eine Runde Mitleid *smile*

 

Nickname: Nachdem das ja geklärt ist kann ich ja gehen.

  

Naschkatze: Also macht es gut, haben wir wieder jemand geholfen. Ich glaub, das wird noch unser täglich Brot. Jetzt kann ich beruhigt sterben *lacht*

 

Misty: Aber nicht zu bald – wer weiß wer noch mit Problemen ankommt. Ich wünsch Dir alles Gute bei Deinem MisterX

 

Naschkatze: Danke! So wie es ausschaut wird er bald von einem MisterX zu einem Mister Dauerbrenner – man wird sehen sprach der Zen Meister.

 

PrinceCharming666: Alles Gute!

 

Naschkatze: Danke! Macht es gut.

  

Misty: jetzt sind wir wieder allein.